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Insgesamt sollen an der Traundorfer Straße / Schwaigaustraße 337 Wohnungen entstehen. (Rendering: Kneidinger)
STADTPLANUNG/BAU
Presseaussendung vom 21.12.2017

Entwicklungen, Verbesserungen und Erfolge in der Stadtplanung 2017 (Foto)

Entscheidende Projekte und Meilensteine für Linz

Stadtrat Markus Hein
„Zahlreiche Entwicklungen wurden vom städtischen Infrastrukturressort 2017 initiiert. Mit wichtigen Wohnbauprojekten und neuen Instrumenten der Stadtplanung wird schon heute an einem besseren Linz von morgen gearbeitet. Nun können wichtige Vereinfachungen und Verbesserungen – etwa die längst überfällige Entrümpelung der Bebauungspläne oder die Einrichtung der Zukunftswerkstatt – umgesetzt werden.“

Einrichtung einer Linzer Zukunftswerkstatt

Um neue Ideen und Vorstellungen unmittelbar in die städtische Planung einbringen zu können, wird ein zusätzliches städtisches Entwicklungsinstrument Linzer Zukunftsarbeit leisten. Die Zukunftswerkstatt besteht aus einem unabhängigen Team von Expertinnen und Experten, das selbständig und sehr weit im Voraus denkend neuen stadtplanerischen Ideen und Projekten nachgeht.

Die Zukunftswerkstatt soll Entwicklungen und Innovationen aufspüren, die eine Bereicherung für die Stadt Linz darstellen könnten. Als institutionalisierter Raum für Freigeister abseits der Tagespolitik werden hier Menschen und Ideen zusammengebracht und vernetzt.

Die Zukunftswerkstatt versteht sich somit als „Think Tank“ zur Findung und Kreation von Visionen für Linz. Dabei werden spezifische Themen behandelt, wobei hohe Aufmerksamkeit auf konkrete und unmittelbare Umsetzbarkeit gelegt wird.

Die Linzer Zukunftswerkstatt arbeitet in hohem Maße interdisziplinär, um zu besser abgestimmten Ergebnissen zu kommen. Damit agiert sie vielseitig wie die Stadtentwicklung selbst. Eine Einschränkung auf Stadtplanung und Architektur besteht hier nicht. Grundsätzlich können somit in der Zukunftswerkstatt alle städtischen Themen behandelt werden.

Die Struktur der Zukunftswerkstatt wird sich aus einem Beirat, einem Exekutivkomitee und der Administration zusammensetzen. Der Beirat ist dabei Auftraggeber und Entscheider und setzt sich aus dem Bürgermeister Klaus Luger, dem Infrastrukturreferenten Stadtrat Markus Hein, den im Gemeinderat vertretenen Parteien sowie dem Direktor des Geschäftsbereichs Planung, Technik und Umwelt, DI Gunter Amesberger MSc, zusammen.

Das Exekutivkomitee ist Organisator und Umsetzer und besteht aus einer akademischen Vertreterin oder einem Vertreter einer Universität (Leitung) sowie aus vier bis fünf Expertinnen und Experten der potenziellen Kooperationspartnerinnen und -partner wie etwa Kunstuniversität Linz, Ars Electronica Center oder Johannes Kepler Universität.

Der Zeitraum der Themenbearbeitung ist auf maximal 20 Jahre in die Zukunft beschränkt und daher mit der derzeit vorhandenen Generation verbunden. Es geht nicht um Grundlagenforschung, sondern um konkrete Anwendungsorientierung. Die Umsetzungstauglichkeit muss belegt und mit Kostenschätzungen beziffert werden.

Kooperatives Planungsverfahren Ebelsberg

Für das nachdrücklich forcierte Vorhaben, das aktuell größte Stadtentwicklungsprojekt in Linz zügig umzusetzen, ist im Rahmen eines gemeinsam mit allen beteiligten Projektpartnerinnen und -partnern entwickelten Projektvertrags die strukturierte Festlegung von Zielvorgaben, Inhalten und Organisationsabläufen erfolgt. Die Realisierung des Masterplans Ebelsberg kann somit nachhaltig, koordiniert sowie mit intensivem Engagement aller Beteiligten erfolgen.

Als Projektpartnerinnen und -partner sind hier die Stadt Linz, die Wohnbauträger WAG, EBS, GIWOG, NEUE HEIMAT Oberösterreich, EGW-Heimstätte sowie die WSF-Privatstiftung (Lutz) gemeinsam in enger Kooperation tätig.

Der Projektvertrag für den „Masterplan Ebelsberg – Planungsphase“ versteht sich als Grundsatzvereinbarung über den weiteren Ablauf der Projektentwicklung, der notwendigen Qualitätssicherung sowie der Quartiers- und Infrastrukturplanung des ehemaligen Kasernenareals.

Die Sicherstellung der Ergebnisse des bereits erfolgten Kooperativen Pla-nungsverfahrens wird auch im Rahmen einer gewissenhaften Abwicklung der notwendigen Raumordnungsverfahren sowie weiteren Vereinbarungen zur Qualitätssicherung festgeschrieben.

Kooperatives Verfahren Lebensraum Hauptstraße

Seit Herbst des heurigen Jahres läuft das Kooperative Verfahren Lebens-raum Hauptstraße zur Attraktivierung des Urfahraner Kerngebietes ab der Reindlstraße bis zum Ende der Hauptstraße. Bewohnerinnen und Bewohner sowie Unternehmerinnen und Unternehmer der Hauptstraße haben gemeinsam mit der Stadt Linz und dem Stadtplaner Architekt Matthias Seyfert Ideen gesammelt, die als Grundlage für die weiteren Planungen dienen. In einem iterativen Prozess werden die Ideen weiterentwickelt und im Frühjahr 2018 der Öffentlichkeit präsentiert. Dabei werden in mehreren Feedbackrunden auch verschiedene Expertinnen und Experten beigezogen, um ein optimales Ergebnis für alle Beteiligten zu erzielen.

Kooperation mit der „Stadtregion Leonding“

Die Stadt Linz hat sich gemeinsam mit der Stadtgemeinde Leonding zu einer Stadt-Umlandkooperation zusammengeschlossen. Mitglieder der „Stadtregion Leonding“ sind außerdem noch die Gemeinden Wilhering, Pasching, Oftering und Kirchberg-Thening. Das Projekt läuft seit Ende Mai 2017 und dauert noch bis zum Frühjahr 2018.

Ziel des Projekts „Stadtregionale Strategie für die Stadtregion Leonding“ ist es, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln und dabei die engen räumlichen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Verflechtungen der Mitglieder der „Stadtregion Leonding“ zu berücksichtigen. Schwerpunkte liegen auf optimierten Standort- und Siedlungsstrukturen zur Reduktion des Flächenverbrauchs sowie auf der Senkung des CO2-Ausstoßes durch eine Förderung des Nahverkehrs.

Projektziele:

  • Langfristige Verankerung der interkommunalen Zusammenarbeit
  • Weiterentwicklung der Gemeindestrategien zu einer abgestimmten “Stadtregionalen Strategie”
  • Nachhaltige Raumentwicklung zur Bewältigung der wirtschaftlichen, ökologischen, klimatischen, soziologischen und demografischen Herausforderungen
  • Entwicklung und Planung konkreter Projekte im Sinne des EFRE-IWB Programms Österreich 2014-2020

Statistik bei Bebauungs- und Flächenwidmungsplanänderungen

Die Stadt Linz lässt jeden Antrag im Einzelfall genau prüfen und entscheidet nach umfassender inhaltlicher Abklärung in der Folge, ob ein Änderungsantrag den städtischen Planungszielen entspricht oder nicht. Die grundsätzlich differenzierte Vorgangsweise der Stadt Linz bei der Behandlung von Anträgen zur Änderung eines Bebauungs- beziehungsweise Flächenwidmungsplanes ist auch aus der Statistik ablesbar. So wurden im Zeitraum von Jänner 2015 bis November 2017 171 Änderungsanträge positiv, jedoch auch 60 negativ entschieden.

Raumordnungsverträge zur Sicherstellung von Kostenwahrheit und nachhaltiger sozialer Verträglichkeit
Seit 2017 werden auf Basis des OÖ. Raumordnungsgesetzes Raumordnungsverträge (als privatrechtliche Verträge und zwischen der Stadt Linz, den betroffenen Grundeigentümern, Projektbetreibern und durch die von städtischen Planungen Begünstigten) vor Aufnahme der betreffenden Verordnungsplanungen abgeschlossen.

Als Instrumente werden unter anderem eingesetzt:

Infrastrukturkostenvereinbarungen

Bei Flächenwidmungsplan- und/oder Bebauungsplanänderungen werden mit den dadurch Begünstigten Vereinbarungen über die Tragung von infrastrukturellen Aufwänden abgeschlossen. Dazu zählen jedenfalls Kosten der Verkehrserschließung, aber auch sonstige Infrastrukturleistungen, die als weiterer notwendiger Erschließungsaufwand anfallen. Verrechnet werden dürfen allerdings nur die voraussichtlich tatsächlich anfallenden Kosten der notwendigen infrastrukturellen Er- beziehungsweise Aufschließung. Damit sollen die hohen Vorfinanzierungs- und auch Folgekosten, die sonst ausschließlich die Stadt Linz treffen würden, im Sinne einer fairen Kostenregelung auch von jenen getragen werden, die von den städtischen Planungen profitieren.

Planungskostenvereinbarungen

Die Festlegung, dass die tatsächlichen Kosten für Planungsleistungen der Stadt Linz für die Änderung von Flächenwidmungs- und/oder Bebauungsplänen entsprechend den Bestimmungen des OÖ. Raumordnungsgesetzes weiterverrechnet werden, wird nun umgesetzt. Die erforderlichen Verträge werden zwischen der Stadt Linz und den betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern beziehungsweise Antragstellerinnen und Antragstellern vor Aufnahme der Verordnungsplanungen abgeschlossen.

Ediktalverfahren zur Vereinfachung der Linzer Bebauungspläne

Nach dem Grundsatzbeschluss durch Stadtrat Hein im Auftrag des Linzer Stadtsenats wird soeben ein Ediktalverfahren zur Vereinfachung der Linzer Bebauungspläne vorbereitet. So sollen durch einen einheitlichen Beschluss gewisse veraltete Regelungen aus allen Bebauungsplänen des Linzer Stadtgebietes entfernt oder reformiert werden. Betroffen sind Themen wie Richtlinien zum Dachgeschoßausbau, zu den Werbeanlagen, zu Nebengebäuden oder zur Geschoßflächenanzahl.

Neue Beurteilungskategorien für Projekte

Ab dem nächsten Jahr werden neue Beurteilungskriterien für geplante Projekte geschaffen. Bisher war nur eine Zuteilung zum Beirat für Stadtgestaltung oder zur Planungsvisite möglich. 2018 soll dies durch die Zuteilungsmöglichkeiten „Wettbewerb“ oder „Kooperatives Planungsverfahren“ ergänzt werden. In Ebelsberg hat sich das Kooperative Planungsverfahren bereits bewährt.

Entscheidungen der Linzer Stadtplanung 2017

Unter Einbeziehung der bisherigen und neuen Instrumente hat sich die Linzer Stadtplanung 2017 keine ihrer Entscheidungen bei der Beurteilung neuer Projekte leicht gemacht. Jedes Projekt wird genau geprüft und alle Vor- sowie Nachteile werden gegeneinander abgewogen, bevor eine entsprechende Beurteilung getroffen wird. Nachstehend sind beispielhaft einige positiv beurteilte, negativ beurteilte und noch offene Projekte samt der jeweiligen Begründung genannt.

Positiv beurteilte Projekte

Wohnen beim See

Für das Projekt Wohnen beim See konnte das Büro Kneidinger einen Architekturwettbewerb für sich entscheiden und nahm die Anregungen der Jury auf. Aus Sicht der Jury sollten vor allem ein Landschaftskonzept sowie ergänzende Planungen für die Wege und Zugänge der Fußgänger zu den einzelnen Wohnquartieren sowie eine Aufwertung des südlichen Areals als Erholungsraum erstellt werden. Nach Ansicht des Beirats für Stadtgestaltung ist die Landschaftsgestaltung sehr gelungen. Lediglich die geringfügige Differenzierung der Fassaden durch Fenstergrößen sollte beispielsweise bei den Balkonen noch verstärkt werden.

Insgesamt sollen an der Traundorfer Straße / Schwaigaustraße 337 Wohnungen in Gebäuden mit abwechselnd drei oder vier Geschoßen entstehen. Die Neue Heimat wird 108 Wohnungen in zwei Abschnitten bauen, davon 26 Zwei-Zimmerwohnungen, 76 Drei-Zimmerwohnungen und sechs Vier-Zimmerwohnungen. Die GIWOG übernimmt insgesamt 229 Wohnungen, die in drei Abschnitten verwirklicht werden. Der Schwerpunkt liegt bei 138 Drei-Zimmerwohnungen, gefolgt von 77 Zwei-Zimmerwohnungen und 14 Vier-Zimmerwohnungen. In der Tiefgarage werden 108 Parkplätze der Neuen Heimat und 229 Stellplätze der GIWOG entstehen. Gemeinsam mit den oberirdischen Parkplätzen sind insgesamt 440 Parkplätze geplant.

Insgesamt sollen an der Traundorfer Straße / Schwaigaustraße 337 Wohnungen entstehen. (Rendering: Kneidinger)

Insgesamt sollen an der Traundorfer Straße / Schwaigaustraße 337 Wohnungen entstehen. (Rendering: Kneidinger)

Bruckner Tower: 346 Wohnungen

Nach zwei Vorlagen im Beirat für Stadtgestaltung führte die Fa. L-Bau Engineering einen Architekturwettbewerb am ehemaligen Areal der Anton Bruckner Privatuniversität durch. Für 40 teilnehmende Architekturbüros aus dem deutschsprachigen Raum war am 24. Jänner 2017 der Abgabeschluss für ihre Projektentwürfe zum Bruckner Tower.

Das Büro HERTL.ARCHITEKTEN aus Steyr gewann gemeinsam mit dem Büro AllesWirdGut aus Wien den Wettbewerb mit einem solitären Hochhausentwurf. Das 96 Meter hohe Gebäude umfasst 30 oberirdische und fünf unterirdische Geschoße. 346 Wohnungen und 372 Parkplätze sind geplant. Im Erdgeschoß und im ersten Obergeschoß soll auch die internationale Schule LISA auf einer Fläche von 3.700 Quadratmetern einziehen. Insgesamt bietet der Bruckner Tower eine Wohnfläche von 22.000 Quadratmetern.

Der siegreiche Wettbewerbsentwurf für den Bruckner Tower auf dem Areal der ehemaligen Anton Bruckner Privatuniversität. (Rendering: HERTL.ARCHITEKTEN)

Der siegreiche Wettbewerbsentwurf für den Bruckner Tower auf dem Areal der ehemaligen Anton Bruckner Privatuniversität. (Rendering: HERTL.ARCHITEKTEN, Luftbild: Stadtplanung/Pertlwieser)

Der siegreiche Wettbewerbsentwurf für den Bruckner Tower auf dem Areal der ehemaligen Anton Bruckner Privatuniversität. (Rendering: HERTL.ARCHITEKTEN, Luftbild: Stadtplanung/Pertlwieser)

“Drei Türme 2.0”

Nach den Entwürfen der Büros Kneidinger und Stögmüller sollen drei Türme mit 50, 70 und 90 Metern Höhe an der Friedhofstraße entstehen. Geplant sind ein Hotel, ein Restaurant, Büros und Geschäfte sowie etwa 170 Wohnungen auf dem etwa 13.700 Quadratmeter großen dreieckigen Areal zwischen Lenaustraße, Friedhofstraße und Anzengruberstraße. Das Projekt umfasst auch eine zweigeschoßige Tiefgarage mit etwa 520 Parkplätzen. Die Zu- und Ausfahrten der Tiefgarage liegen an der Lenaustraße und an der Anzengruberstraße.

Im Innenbereich des Areals soll ein zentraler Platz mit Geschäften und Restaurants entstehen. Insgesamt ist eine Geschäftsfläche von 4.000 Quadratmetern vorgesehen. Die drei Hochhäuser besitzen eine eingeschoßige Sockelzone als gemeinsame Plattform, auf der auch ein Kinderspielplatz geplant ist. Das Hochhaus an der Friedhofstraße / Lenaustraße soll bei einer Höhe von 90 Metern auf 29 Geschoßen ein Hotel und Büros beherbergen. Das zweite Hochhaus an der Ecke Lenaustraße / Anzengruberstraße soll auf einer Höhe von 50 Metern 15 Geschoßen umfassen, die für Wohnungen gedacht sind. Der dritte Turm ist ebenfalls als Wohnhaus mit einer Höhe von 70 Metern und 21 Geschoßen konzipiert.

Drei Türme mit 50, 70 und 90 Metern Höhe sollen an der Friedhofstraße entstehen. (Rendering: Kneidinger/Stögmüller)

Drei Türme mit 50, 70 und 90 Metern Höhe sollen an der Friedhofstraße entstehen. (Rendering: Kneidinger/Stögmüller)

Negativ beurteilte Projekte

Tiefgarage Andreas-Hofer-Park

Für die unter dem Andreas-Hofer-Park geplante Tiefgarage der Fa. Swietelsky mit 90 Parkplätzen konnte im November 2017 durch Einbeziehung aller Beteiligten ein alternativer Standort gefunden werden. Die neue Tiefgarage entsteht nun an der Ecke Brucknerstraße / Hasnerstraße. Durch diverse Leitungsumlegungen wird das Projekt jedoch komplizierter und auch finanziell aufwändiger. Der Park bleibt durch diese Lösung in vollem Umfang erhalten.

Tiefgarage Domviertel

Für die geplante dreistöckige Tiefgarage der Barmherzigen Brüder im Domviertel mit fast 200 Parkplätzen verhängte Bürgermeister Klaus Luger im Februar 2017 eine Bausperre. Schwächen im Konzept erfordern eine Überarbeitung des Projekts. Konkret überzeugte etwa die Ein- und Ausfahrt an der Hafnerstraße nicht. Zusätzlich bestehen berechtigte Bedenken der Anrainer wegen einer weiteren Zunahme des Verkehrs und der Parkplatznot. Die aktuellen Probleme sollen in neue Planungen einbezogen werden. Daher wird zuerst der seit 20 Jahren bestehende Bebauungsplan überarbeitet.

Hochhaus Klostergarten

Auf einer unbebauten Fläche des Klostergartens an der Kapuzinerstraße 38 war eine Wohnanlage mit etwa 50 Wohnungen geplant. Entstehen sollten ein langgestreckter Baukörper an der Straße mit Flachdach und ein quadratischer Turm im Innenhof. In einer eingeschoßigen Tiefgarage mit der Zu- und Ausfahrt an der Kapuzinerstraße waren 34 Parkplätze geplant, 18 weniger, als nachgewiesen werden sollten.

Vier Varianten zeigten neue Lösungsansätze mit einem Solitärhochhaus, einem schlanken Hochhaus mit breitem Sockelbau, einem scheibenartigen Hochhaus mit kleinem Sockelbau sowie einem Hybridkörper.

Trotz der Baukörperstudien entsprechen die Vorschläge nicht dem Ortsbild und sind in der Höhe massiv überzogen, so das Urteil des Beirates für Stadtgestaltung. Neben der erforderlichen Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt erscheint dem Beirat eine weitere Vorlage nur dann sinnvoll, wenn Kubatur und Höhe drastisch reduziert werden. Positiv gesehen wir die überarbeitete Zugangs- und Einfahrtsituation.

Projekt nahe Merkursiedlung

Ein drei- bis viergeschoßiges Wohngebäude mit 18 Terrassenwohnungen und eine zweigeschoßige Tiefgarage wollte die Merkur-Versicherung auf einer Grünfläche nördlich der Merkursiedlung zwischen der Urbanskistraße und dem Riesenederfeld errichten. Der Beirat für Stadtgestaltung gab am 26. April 2016 für das Projekt des Linzer Architekturbüros Karrer-Öhlinger grünes Licht, empfahl jedoch die Erhaltung des wertvollen Baumbestandes im Planungsgebiet. Die für das Bauvorhaben erforderliche Änderung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans ließ jedoch wegen der sensiblen Lage keine Zustimmung des Gemeinderates erwarten.

Noch offene Projekte:

Weinturm: 140 Wohnungen

Das Architekturbüro Kleboth Lindinger Dollnig präsentierte Ende November 2016 ein aus Sicht des Beirats “exzellentes Hochhausprojekt” an der Kaarstraße 11 direkt neben dem Seniorenzentrum und dem Grünmarkt in Urfahr, das aus zwei unterschiedlichen Gebäuden besteht. Dem 75 Meter hohen Turm mit 24 Geschoßen steht ein 26 Meter hohes Wohngebäude mit sieben Geschoßen gegenüber.

Im Erdgeschoß werden Geschäfte und ein Café auf einer Fläche von etwa 300 Quadratmetern entstehen, die oberen Geschoße bieten 140 Wohnungen im Gesamtausmaß von 9.000 Quadratmetern Nutzfläche. Die Wohnungsgrößen bewegen sich zwischen 38 und 85 Quadratmetern. Die bereits bestehende Tiefgarage mit etwa 250 Parkplätzen steht auch den zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern des Hochhauses zur Verfügung. Der Kinderspielplatz soll auf dem Dach der Sockelzone eingerichtet werden.

Das Hochhaus Weinturm an der Kaarstraße 11. (Rendering: Kleboth Lindinger Dollnig)

Das Hochhaus Weinturm an der Kaarstraße 11. (Rendering: Kleboth Lindinger Dollnig)

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Stadtrat Markus Hein zum Thema „Entwicklungen, Verbesserungen und Erfolge in der Stadtplanung 2017“)

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Link auf größeres Bild (neues Fenster): Drei Türme mit 50, 70 und 90 Metern Höhe sollen an der Friedhofstraße entstehen. (Rendering: Kneidinger/Stögmüller) Drei Türme mit 50, 70 und 90 Metern Höhe sollen an der Friedhofstraße entstehen.
(Rendering: Kneidinger/Stögmüller) 
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