Seitenanfang

DE   EN   | SCHRIFT: A    A+   A++ | KONTRAST +| Österreichische Gebärdensprache
Stadt Linz - Presse
Stadt Linz - Startseite
 » Dezember 2017 »  »  »  » Presse-Archiv » Presse »  » Startseite
Neues Rathaus
KOMMUNALES
Presseaussendung vom 27.12.2017

Maßnahme gegen illegale Bettlerlager

Umweltanwalt prüfte das Entfernen des Unterholzes

Der Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung ließ vom Umweltanwalt prüfen, ob das Unterholz bei Grundstücken am Ende der Aigengutstraße entfernt werden soll, da diese häufig für illegale Zeltlager genutzt werden. Dipl.-Ing. Dr. Martin Donat rät dazu, den Unterwuchs etappenweise auf Stock zu setzen, damit Lebensraum für die Tiere erhalten bleibt. Ein Team des Geschäftsbereiches Stadtgrün und Straßenbetreuung wird  daher entlang des nordöstlichen Straßenzuges auf Grundstück Nummer 315/3 den Bewuchs dicht über dem Boden abzuschneiden. Das Totholz wird liegen gelassen, um einen Aufenthalt im Randbereich unkomfortabler zu machen.

„Wir versuchen mit dieser gezielten Maßnahme, die Arbeit des städtischen Erhebungsdienstes zu erleichtern und zu unterstützen und so ressortübergreifend ein Überhandnehmen der Bettlerlager zu verhindern. In diesem speziellen Fall soll die Einsehbarkeit durch die Schnittmaßnahmen verbessert werden“, fügt der für den Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung zuständige Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier hinzu.

Das „auf Stock setzen“ des Unterwuchses ist zeitlich eingeschränkt und muss bis Ende März erfolgen. Denn von 1. April bis 30. September gilt die Schutzfrist gemäß § 9 Artenschutzverordnung, die das Schlägern und Kahlschneiden von Busch- und Gehölzgruppen sowie von Heckenzügen untersagt.

Illegale Bettlerlager sind in Linz ein ständig wiederkehrendes Problem. Das Entfernen des Unterholzes ist eine der Maßnahmen, die Vertreter von Stadt Linz, Ordnungsdienst und Polizei sowie die betroffenen Grundeigentümer bei dem Runden Tisch Ende Oktober erarbeitet haben. Das Treffen kam auf Initiative des Linzer Sicherheitsreferenten Vizebürgermeister Detlef Wimmer zustande. Ziel war es, gemeinsam Schritte zur Eindämmung der Situation zu erarbeiten beziehungsweise langfristig ein Überhandnehmen zu verhindern. Unter anderem vereinbarten die Teilnehmer, dass der städtische Erhebungsdienst künftig die zentrale Koordination übernimmt. ASFINAG, ÖBB und das Land haben zugestimmt, dass der Erhebungsdienst die illegalen Camps auf ihren Grundstücken eigenständig räumen kann. Sie werden auch dafür Sorge tragen, dass der entstandene Müll so rasch wie möglich entsorgt wird. Zudem werden bauliche Maßnahmen zur Absperrung der betroffenen Flächen überlegt. Auch sollen die Grundstücksgrenzen markiert werden. Zudem wird der Ordnungsdienst der Stadt Linz bei seinen Rundgängen regelmäßig Nachschau halten. 

 „Nur mit vereinten Kräften ist es möglich, gegen die illegalen Bettlerlager vorzugehen und die Probleme in den Griff zu bekommen. Da viele Grundstücke genutzt werden, die nicht in Besitz der Stadt Linz sind, kann eine engere Zusammenarbeit die Effizienz steigern“, ist Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Detlef Wimmer überzeugt.

KONTAKT

Magistrat der Landeshauptstadt Linz
Hauptstraße 1-5
4041 Linz

Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at

weitere Informationen:


Newsletter / RSS

Immer gut informiert mit den aktuellen Newslettern und den RSS-Newsfeeds der Stadt Linz.