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NORDICO Stadtmuseum Linz
KULTUR
Presseaussendung vom 16.11.2017

NORDICO mit erfolgreicher Zwischenbilanz 2017

Auszeichnung für NORDICO Ausstellung „Wege zum Glück – Linz neugedacht und selbstgemacht“

Foto: Sandro E.E. Zanzinger

Foto: Sandro E.E. Zanzinger

Das NORDICO Stadtmuseum Linz blickt auf ein besonders erfolgreiches Ausstellungsjahr zurück. Mit mehr als 20.000 Besucherinnen und Besuchern wird es das erfolgreichste Jahr seit dem Kulturhauptstadtjahr 2009 sein. Die Schau „Wege zum Glück. Linz neugedacht und selbstgemacht“ wurde beim 28. Museumstag 2017 als eines der drei innovativsten Projekte in der österreichischen Museumslandschaft präsentiert.

Mit dem Anspruch Geschichte und Gegenwart zu verknüpfen, verfolgt das NORDICO durch das Aufgreifen von kulturhistorischen Themen, wie etwa 200 Jahre Urfahraner Markt, ein zukunftsorientiertes Museumskonzept.

„Das Stadtmuseum NORDICO ist ein vernetzter lebendiger Ort des Geschichtenerzählens. Es ist ein Haus der Geschichte der Stadt, das durch den starken Gegenwartsbezug seiner Ausstellungen auch ein Haus der Linzer Identität ist. Wie vergnüglich und erfolgreich dies sein kann, zeigt sich an den heurigen Ausstellungen wie 200 Jahre Urfahraner Markt oder Wege zum Glück“, freut sich Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer besonders auch über die nationale Würdigung der innovativen Museumsarbeit im NORDICO.

Die Stadt Linz verfügt mit dem NORDICO Stadtmuseum, dem LENTOS Kunstmuseum und dem Ars Electronica Center heute über drei wichtige Knotenpunkte im Kulturnetzwerk der Landeshauptstadt, die eine Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ermöglichen.

Dem NORDICO kommt dabei das Spezifikum zu, als Stadtmuseum als einzige der drei Einrichtungen beinahe ausschließlich auf die unmittelbare Auseinandersetzung mit der Stadt Linz konzentriert zu sein.

Die erfolgreiche (Neu-)Positionierung seit 2010 hat das NORDICO zu einer Kultureinrichtung mit klarem Alleinstellungsmerkmal werden lassen, die am Schnittpunkt zwischen Kunst, Kultur, Stadtentwicklung, Architektur und Experiment agiert und sowohl das „klassische Museumspublikum“ wie auch junge Menschen anspricht, die an einem urbanen Stadtleben teilhaben möchten.

Mit der für 2018 gemeinsam mit dem LENTOS vorgesehenen Ausgliederung in eine „Museen der Stadt Linz GmbH“ wird eine weitere Weichenstellung für eine zeitgemäße Organisationsform und eine Fortsetzung der erfolgreichen Entwicklung gesetzt.
„Das NORDICO ist mit seinen Aufgabenbereichen Sammeln, Forschen, Bewahren und Ausstellen für die Geschichte und Identität der Stadt eine unverzichtbare Einrichtung“, stellt Stadträtin Lang-Mayerhofer klar. Mit der Gemeinschaftsausstellung Klemens Brosch oder dem Leihvertrag zur archäologischen Sammlung wurde aber auch gezeigt, wie sinnvolle Kooperationen und Synergien zwischen Museen verschiedener Träger genützt werden können.

Übersicht Ausstellungen NORDICO 2017

  • Klemens Brosch. Kunst und Sucht des Zeichengenies (Kooperation Landesgalerie) bis 15.1.2017
  • Urfahraner Markt. 200 Jahre Linzer Lustbarkeiten
    3.2.2017-21.5.2017
  • Wege zum Glück. Linz neugedacht und selbstgemacht
    9.6.2017-5.11.2017
  • Auguste Kronheim. Begleiterscheinungen
    Ab 23.11.2017-4.3.2018

Aufgabenbereiche

Die Institution Stadtmuseum ist ein analoger und digitaler Wissensspeicher in Bezug auf Ereignisse und Geschichte von Linz. Durch die Verknüpfung von Erzählung und Objekt wird Geschichte anhand kulturhistorischer Ausstellungen erlebbar gemacht.

Das NORDICO Stadtmuseum Linz trägt wesentlich zum positiven Image der Stadt bei und ist mit dem österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet. Das heißt, das Museum erfüllt die internationalen Standards von Sammeln, Forschen, Bewahren und Ausstellen.

Mit seinen Sammlungsbeständen gelingt es dem NORDICO die Veränderung der Entwicklung von der Industriestadt hin zur Kulturstadt zu positionieren und zu festigen.

Der Betrieb eines Stadtmuseums gehört zu den Aufgaben einer Stadt, da dies den Umgang mit der eigenen Geschichte und Gegenwart widerspiegelt. Jedes Objekt und Exponat in der Sammlung ist eng mit der Stadtgeschichte verwoben.

Die reichhaltigen musealen Sammlungen sind auf Linz fokussiert und setzen sich aus folgenden Bereichen zusammen:

Kunst, Topographie, Fotografie, Volkskunde, Alltagsgeschichte. Den Grundstock bildet die kulturhistorische Sammlung des Linzer Bohemien Hofrat Anton Maximilian Pachinger, der Ankauf erfolgte bereits 1928.

Die Sammlung des NORDICO beheimatet nicht nur wertvolle Papierarbeiten von bekannten Künstlern wie etwa Oskar Kokoschka, Camille Pissarro, Paul Gauguin (Graphische Sammlung Justus Schmidt), Werkkonvolute unter anderem von Johann Baptist Reiter, Leo Adler, sondern auch aussagekräftige Objekte von Persönlichkeiten wie Anton Bruckner, Adalbert Stifter, Klemens Brosch und Richard Tauber.

Zur Geschichte des Museums

Die Geschichte des Hauses NORDICO reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück: erbaut als Kremsmünsterer Stiftshaus, 1911 von der Stadt gekauft und seit 1973 Wirkungsstätte des Stadtmuseums Linz. Die musealen Sammlungen (Kunst, Topographie, Fotografie, Volkskunde, Alltagsgeschichte), deren Grundstock die kulturhistorische Sammlung des Linzer Bohemien Hofrat Anton Maximilian Pachinger bildet (Ankauf 1928), sind auf Linz fokussiert.

Erfolgreiche Positionierung als modernes und urbanes Stadtmuseum

Seit der Neubestellung der Museumsleitung im Jahr 2010 wurde ein konsequenter Wandel von einem zuvor thematisch sehr breit, damit aber auch sehr allgemein aufgestelltem Museum zu einem modernen Stadtmuseum mit klarem Markenkern eingeschlagen. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht die Auseinandersetzung mit Themen der Stadt Linz und die Einbindung von Menschen und Institutionen aus der Stadt.

Das NORDICO Stadtmuseum Linz versteht sich als vernetzter lebendiger Ort des Geschichtenerzählens, mit innovativer Museumsarbeit und als Lern- und Bildungsort. Das Programmkonzept sieht im ersten Geschoss die Präsentationsfläche für Sonderausstellungen und im zweiten Geschoss die Dauerausstellung zur Stadt- und Sammlungsgeschichte vor.

Parallel zu den Ausstellungen im Haus ist der Vorplatz mit seinen temporären Installationen Teil des Programms, wie z.B. ein Rauchsalon bei der Ausstellung „Tabakfabrik Linz. Kunst Architektur Arbeitswelt“ oder in Form eines vertikalen Gartens mit Blumen, Gemüse und Bienenstöcken bei der Schau „Im Garten. Lebensräume zwischen Sehnsucht und Experiment“. Zu sehen und zu benützen ist die 2012 installierte künstlerisch-räumliche Installation eS des international renommierten Künstlerpaares PRINZGAU/podgorschek. Während der Sommerzeit finden zumeist die Eröffnungen, Partys und musealen Veranstaltungen auf dem Platz im Freiraum statt. Hier befindet sich auch die erste Radservicestelle der Stadt.

Eine eigene Publikationsreihe, eine Filmedition mit Interviews von Zeitzeugen sowie ein Linz Büro für das junge Publikum sind integrale Bestandteile der Museumsarbeit. Bei Stadtexpeditionen werden ausgewählte Orte, die von Veränderungen im urbanen Alltag erzählen, gemeinsam erkundet.

Die Gestaltungen und Präsentationen der Ausstellungen entstehen jeweils in enger Zusammenarbeit mit Architekten. Zentrales Anliegen des Stadtmuseums ist eine lebendige Vernetzung und Kooperation mit der Bevölkerung, anderen Einrichtungen, Schulen, Universitäten und Kulturinstitutionen. Die Kunst- und Kulturvermittlung entwickelt für jede Schau ein altersentsprechendes Vermittlungsprogramm für Schulklassen.

Ausgewählte Ausstellungen der letzten Jahre

Stadtspezifische Themenausstellungen:

  • 100% Linz. Kaleidoskop einer Stadt,
  • „Hitlerbauten“ in Linz. Wohnsiedlungen zwischen Alltag und Geschichte. 1938 bis zur Gegenwart,
  • 100 Jahre MAERZ. Die frühen Jahre bis 1938,
  • Tabakfabrik Linz. Kunst Architektur Arbeitswelt,
  • An der Donau. Flussgeschichten einer Stadt,
  • Kunstgenuss Essen. Von der Linzer Torte bis zur Bosna,
  • Klick! Linzer Fotografie der Zwischenkriegszeit,
  • Im Garten. Lebensräume zwischen Sehnsucht und Experiment,
  • Geteilte Stadt. Linz 1945-1955,
  • Urfahraner Markt. 200 Jahre Linzer Lustbarkeiten

Partizipative und Innovative Ausstellungskonzepte:

  • Erzähl uns Linz. Stadtgeschichten suchen, sammeln und erleben,
  • Wege zum Glück. Linz neugedacht und selbstgemacht

Künstlerpersönlichkeiten mit engem Bezug zu Linz:

  • Johann Baptist Reiter, Klemens Brosch, Fanny Newald, Auguste Kronheim, Hans Franta

Aufarbeitung und Digitalisierung der Sammlung

Die Gesamtzahl der Sammlungsobjekte beträgt zirka 100.000 Exponate.

Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt der letzten Jahre lag – unter Maßgabe der vorhandenen personellen und finanziellen Möglichkeiten – in einer schrittweisen Aufarbeitung und Digitalisierung der umfangreichen Sammlungsbestände.

Fotografie (historische Stadtansichten):
Der Gesamtbestand wurde weitgehend in ein neues Archivsystem eingespielt, beschlagwortet und neu aufgestellt. Insgesamt wurden etwa 60.000 Fotos digitalisiert.

Gemälde:
Neuaufstellung in einem Regalsystem in der Carlonegasse und kontinuierliche Ergänzung fehlender digitaler Daten, 2.100 Gemälde

Grafik (Handzeichnungen, Druckgraphik, Topographie, übrige Techniken):
Neuaufstellung an der Dametzstraße, Modernisierung der Grafikschränke, kontinuierliche Ergänzung fehlender digitaler Daten, 18.000 Arbeiten auf Papier

Objekte/Volkskunde:
Textil, Porzellan, Möbel, Zinn, Waffen, Wissenschaftliche Geräte, Alltagsgegenstände

Bibliothek:
Neues Regalsystem und Neuaufstellung der gesamten Bestände

Die Bedeutung des Stadtmuseums

  • Der Betrieb eines Stadtmuseums gehört zu den ureigensten Aufgaben einer Stadt, da dies den Umgang mit der eigenen Geschichte und Gegenwart widerspiegelt. Jedes Objekt und Exponat in der Sammlung ist mit der Stadtgeschichte verwoben. 
  • Das NORDICO ist ein wichtiger Ort des Dialogs und der Reflexion zu Geschichte und Gegenwart der Stadt, zu aktuellen Themen sowie zu bedeutenden Persönlichkeiten der Stadt: Die Künstlerpersönlichkeit Klemens Brosch (Die Schau war 2016 eine Kooperation von NORDICO und Landesgalerie) wird in einer großen umfassenden Schau im Wiener Belvedere (Eröffnung 8.3.2018) gezeigt. Erstmalige Wertschätzung in der Bundeshauptstadt: Neuauflage der vergriffenen Publikation.
  • Schau 100% Linz/Sammlungspräsentation: Zu sehen sind Portraits verdienstvoller Persönlichkeiten der Stadt: Johann Baptist REITER, Anton BRUCKNER, Adalbert STIFTER, Herbert BAYER, Johannes KEPLER, Klemens BROSCH, VALIE EXPORT, August SANDER, Hermann BAHR, Richard TAUBER aber auch Themen wie die schöne Linzerin und die Linzer Torte stehen im Fokus
  • Betreuung der umfangreichen Sammlung 
  • Großes Depot für die wachsende Sammlung: Kontinuierliche Schenkungen, Neuankäufe sowie Neuerwerbungen der Ankaufskuratoren der Stadt
  • Gezieltes Sammeln von Alltagsobjekten (vgl. Jetons, Eintrittskarten vom Urfahraner Markt, Lindefiguren, gehäkelte Goldhaubenfrau) 
  • Leihverkehr: Leihgeber für andere Institutionen (z.B. Kokoschka Zeichnungen: Leopold Museum, Belvedere, Kunsthaus Zürich, Landesausstellungen, . Landesmuseen etc.) 
  • Ort für wissenschaftliche Auseinandersetzung und Forschung (Reiter, Tauber, Behrens, Popp, Rosenauer, Fotoarchiv) 
  • Publikationen zur Stadtgeschichte
  • Das NORDICO hat in den letzten Jahren hochdotierte Förderungen vom Bundekanzleramt für die Aufarbeitung und Digitalisierung seiner Sammlungsbestände erhalten (Fotoarchiv, Pachinger).

Die inhaltliche Modernisierung des Museums wurde auch durch gezielte bauliche Maßnahmen im Bereich der Ausstellungsräume und des Festsaals sowie der Erweiterung des Grafikdepots begleitet.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer zum Thema „Erfolgsbilanz NORDICO“. Weitere Gesprächspartner: Mag.a Andrea Bina, Leiterin NORDICO, Dr. Julius Stieber, Direktor Kultur und Bildung der Stadt Linz)

KONTAKT

Magistrat der Landeshauptstadt Linz
Hauptstraße 1-5
4041 Linz

Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at

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