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12. März 1938, Landstraße Höhe Volksgarten Linz (Foto: Archiv der Stadt Linz)
KULTUR
Presseaussendung vom 28.02.2018

Programm zum Gedenkjahr 1918-1938-1968 (Foto)

Gemeinderatssitzung mit Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann

Die Ereignisse der Jahre 1918, 1938 und 1968 sowie die daraus resultierenden Folgen stellten für Österreich und Europa, aber letztendlich auch für die restliche Welt eine bedeutende Zäsur dar. In Österreich ging 1918 nach über 600 Jahren die Herrschaft der Habsburger endgültig zu Ende.

Mit der Republikgründung im November 1918 wurde der Grundstein für den heutigen österreichischen Staat gelegt.

Nach dem Bürgerkrieg im Februar 1934 und der austrofaschistischen Diktatur in den folgenden vier Jahren verlor Österreich am 12. März 1938 die Eigenständigkeit und wurde überraschend schnell in das nati-onalsozialistische Deutsche Reich als „Ostmark“ eingegliedert. Linz rückte durch den Einmarsch der NS-Truppen in das Zentrum des Weltgeschehens und wurde „Patenstadt des Führers“.

Die international bedeutende Protestbewegung des Jahres 1968 wirkte sich auch in Österreich aus, indem geltende Denkweisen und überkommene Moral- und Wertvorstellungen in Frage gestellt wurden.

Die Veranstaltungen im vorliegenden Frühjahrsprogramm reflektieren diese Gedenkjahre aus unterschiedlichen Perspektiven. Linz-spezifische Inhalte stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie übergeordnete Zusammenhänge.

Bürgermeister Klaus Luger:
„Als Linzer Bürgermeister ist es mir ein großes Anliegen, dass die Stadt Linz zum Gedenkjahr 2018 ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm vorlegt und damit das Lernen aus der Geschichte lebendig hält. Wir zeigen außerdem, dass speziell in Linz die historische Dimension der Geschehnisse von 1918, 1938 und 1968 in der Erinnerung der Menschen wachgehalten wird und wir uns als Friedensstadt der Aufgabe annehmen, dass sie nie vergessen wird. Nur so können wir auch in Zukunft den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken“, ist Bürgermeister Klaus Luger überzeugt. 

Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger:
„Die zahlreichen und vielfältigen Veranstaltungen im Laufe des Jahres 2018 geben uns die Möglichkeit zu einer Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit. Gerade in Zeiten, in denen die Demokratie und die offene Gesellschaft unter Druck stehen, ist es wichtig, sich die Ereignisse und die Entwicklungen des 20. Jahrhunderts zu vergegenwärtigen. Nur eine Gesellschaft, die die Grundrechte ihrer Bürgerinnen und Bürger schützt, kann sich gegen autoritäre Bewegungen verteidigen.“ 

Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer:
Die Linzer Museen und das Archiv der Stadt leisten hervorragende Arbeit um die  kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der Jahre 1918, 1938 und 1968 erlebbar zu gestalten. Die LENTOS-Ausstellung „1918 – Klimt.Moser.Schiele“, die vom Ars Electronica Center und dem Archiv der Stadt aufbereitete öffentliche Installation „Linz 1938/1918 – Jüdische Biografien“ und die Gemeinschaftsausstellung „WER WAR 1968?“ von LENTOS, NORDICO und Landesgalerie sind drei Großprojekte im heurigen Gedenkjahr“, freut sich Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer.

Die Stadt Linz bietet eine Vielfalt an Aktivitäten, die sich den Entwicklungen und Ereignissen in den Jahren 1918, 1938 und 1968 widmen. Dazu wird die Lebensstadt Linz zwei Folder präsentieren, die eine Übersicht über die Aktivitäten zum Jubiläumsjahr 2018 bieten.

Der erste und nun vorliegende Folder bündelt das Veranstaltungsprogramm im Frühjahr 2018 und setzt den Schwerpunkt auf das Gedenken an den „Anschluss“ Österreichs am 12. März 1938 an die NS-Diktatur.

Im August 2018 erscheint dann der zweite Folder, der die Aktivitäten der Stadt Linz im Herbst des heurigen Jahres vorstellen wird. Der Schwerpunkt in der zweiten Jahreshälfte liegt auf der Republiksgründung im Jahr 1918.

Veranstaltungen zum Gedenkjahr 1938

  • 13. März 2018, 17 Uhr: Gemeinderatssitzung mit Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann, der einen Vortrag zu „1938 und die Lehren der Geschichte“ halten wird.
  • 16. März 2018, 18 Uhr: Themenabend 12. März 1938 mit Zeitzeugin Staatssekretärin a.D. Dr.in Beatrix Eypeltauer, die gemeinsam mit der Historikerin Univ.-Prof.in Dr.in Birgit Kirchmayr von der JKU Linz und Dr. Walter Schuster, Leiter des Archivs der Stadt Linz, die Ereignisse rund um diesen Tag mit besonderem Fokus auf Linz im Wissensturm besprechen wird.
  • Ab 23. März 2018: „APHRODITE. Eine Bestandsaufnahme“: Das Stadtmuseum NORDICO beleuchtet in der musealen Schau die historischen Hintergründe der Statue und macht sie, eingebettet in den Gesamtkontext der Bauernberganlagen, der Öffentlichkeit zugänglich.
  • 18. April 2018, 19 Uhr: Filmpräsentation von „Der Schmerz in mir stirbt mit mir“ mit anschließender Gesprächsrunde der Protagonistinnen und Protagonisten über die Workshop-Reihe „Es Gärt“. Bei diesem Projekt der Friedensstadt Linz und Land der Menschen diskutieren seit 2001 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Linzer Schülerinnen und Schüler über den Holocaust, Flucht und Rassismus.
    Ergänzend dazu werden von der Linzer Volkshochschule Stadtrundgänge und Führungen angeboten.
  • 9. März 2018, 14.30 Uhr: Geschichte und Orte der Jüdinnen und Juden in Linz, Treffpunkt: Jüdischer Friedhof
  • 21. März 2018, 18.30 Uhr: Besuch der Synagoge, Treffpunkt: Linzer Synagoge, Bethlehemstraße 26
  • 23. März 2018, 14.30 Uhr: Orte des NS-Terrors, Zwangsarbeit, Treffpunkt: Wissensturm

Angemeldete Führungen sind auch durch den Gedenkraum im Gemeindehaus der Israelitischen Kultusgemeinde möglich. Hier werden das jüdische Leben und die Geschichte der Israelitischen Kultusgemeinde in Linz an-schaulich gezeigt.

Veranstaltungen zu 1918 und 1968

  • Bis 21. Mai 2018: Ausstellung „1918 – KLIMT . MOSER . SCHIELE“ im LENTOS Kunstmuseum Linz
  • 20. April 2018, ab 15.30 Uhr: „Beatles-Tag“ der Musikschule der Stadt Linz, Treffpunkt: Herbert-Bayer-Platz und afo architekturforum

Ausblick auf das Veranstaltungsprogramm im Herbst 2018

Zentrales Projekt wird die Ausstellung im öffentlichen Raum „Linz 1938/1918“ am Martin-Luther-Platz sein. Ausgehend von der Überlegung, dass Gedenkjahre prinzipiell möglichst öffentlich und breitenwirksam zu begehen sind, ist für das Gedenkjahr 2018, in dem sowohl 100 Jahre Republiksgründung als auch 80 Jahre „Anschluss“ im Mittelpunkt stehen, eine von der Direktion Kultur und Bildung, dem Archiv der Stadt Linz und der Ars Electronica Linz GmbH geplante Installation im öffentlichen Raum angedacht, die beide Gedenken miteinander verbindet und in Bezug setzt.

Die Installation wird im öffentlichen Raum in der Linzer Innenstadt von Ende August bis Mitte November 2018 aufgestellt und frei zugänglich sein. Die Grundüberlegung ist, den „Anschluss“ Österreichs an NS-Deutschland als Ausgangspunkt zu nehmen und – medial vermittelt – die Geschichte der Jahre bis zur Gründung der Republik im Rückwärtsgang zu erzählen. Dabei ist geplant, vor allem Geschichten mit Lokalbezug im nationalen und internationalen Kontext darzustellen.

Ziel ist es, Erklärungsansätze zu formulieren, wie es zur Katastrophe des Jahres 1938 kommen konnte und – bezogen auf das Jahr 1918 – die Voraussetzungen für eine funktionierende Demokratie zu ergründen.

Abgegangen werden sollte auch von der gängigen Praxis, die Geschichte der Ersten Republik als Negativfolie für die Zweite Republik zu betrachten, indem auch positive Ereignisse und Entwicklungen der Ersten Republik in ihrem Weiterwirken bis heute beleuchtet werden. So soll einem pädagogischen Auftrag im Sinne einer politischen Bildung, der mit Gedenkjahren zumeist verbunden ist, bestmöglich entsprochen werden.

Überblick über ausgewählte Veranstaltungen im Herbst 2018

  • 24.9., 19.30 Uhr: Vortrag der Friedensstadt zum Weltfriedenstag, Kepler-Salon
  • Ab 24.9., 19 Uhr: Vortragsreihe zur Republik 1918, Wissensturm
  • Ab 28.9.: Ausstellung „WER WAR 1968?“, LENTOS, NORDICO
  • 18.10., 18 Uhr: Buchpräsentation „Linz 1918/1938 – Jüdische Biographien“, Altes Rathaus
  • Ab 19.10.: Ausstellung TATIANA LECOMTE, LENTOS
  • 22./29.10., 19 Uhr: Vorträge zu Flucht und Menschenrechte, Wissensturm
  • Ab 8.11.: Ausstellung „Linz 1918/1938 – Jüdische Biographien“, Wissensturm
  • 12.11., 19 Uhr: Vortrag „100 Jahre Republik“ von Anton Pelinka, Wissensturm
  • 16.11., 17 Uhr: Gemeinderatssitzung mit Vortrag von Walter Schuster
  • 23.11.: 1918-2018 „The Sounds of Austria“-Konzert der Musikschule der Stadt Linz, Brucknerhaus
  • 10.12.: 70 Jahre Menschenrechtserklärung, Menschenrechtsbrunnen am Friedensplatz

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger, Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger und Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer zum Thema „Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018“)

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