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Gesundheitscheck
GESUNDHEIT
Presseaussendung vom 23.05.2017

Jugendgesundheit in der Stadt Linz

Gesundheitserziehung wird immer wichtiger

Einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit der Linzer Kinder und Jugendlichen leistet die Arbeit der 15 Schulärztinnen, die in 58 Pflichtschulen und 89 Kindergärten und Krabbelstuben im Einsatz sind. Sie untersuchen, beraten und betreuen mehr als 11.000 SchülerInnen und 5.500 Kleinkinder in den Kinderbetreuungseinrichtungen.

Zu ihren Hauptaufgaben zählen die Untersuchungen der Schülerinnen und Schüler, Beratung der PädagogInnen in Fragen der Schulgesundheitspflege, eine ärztliche Begleitung in Krisen, aber auch Mitwirkung bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten.

Einen immer stärker werdenden Stellenwert nimmt die Erziehung zu einem gesunden Lebensstil ein. Im Vordergrund stehen dabei die Themen Ernährung, Bewegung und Freizeitgestaltung.

„Die Gesundheitserziehung in den Linzer Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen ist ein wesentliches Instrument, um Kinder und Jugendlichen die Grundlagen für einen gesunden Lebensstil zu vermitteln“, betont Stadträtin Karin Hörzing die Wichtigkeit dieses Angebots.

Die Stadt Linz, Abteilung Jugendgesundheit und Schulsozialarbeit, hat derzeit 15 Schulärztinnen im Einsatz. Es werden 58 Pflichtschulen mit insgesamt zirka 11.100 SchülerInnen und 89 städtische Kindergärten und Krabbelstuben mit etwa 5.500 Kindern betreut. Neben dem Schulärztediplom sind die Linzer Schulärztinnen bestens im sozialmedizinischen Bereich durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen geschult, um den Standard höchstmöglich zu halten.

Neue Herausforderungen durch veränderte Lebensgewohnheiten

Der Anstieg an Kindergarten- und Schulkindern, die Zunahme an Kindern mit chronischen Krankheiten und die veränderten Lebensgewohnheiten stellen die Ärztinnen immer wieder vor neue Herausforderungen. Nur durch engagiertes und gut geschultes Personal gelingt es, einen wichtigen Beitrag zur Kinder- und Jugendgesundheit zu leisten.

Der ärztliche Dienst in der Jugendgesundheit der Stadt Linz passt sich den gesellschaftlichen Veränderungen an. Die ÄrztInnen nehmen im Rahmen des gesetzlichen Auftrags eine präventivmedizinische Aufgabe wahr. Sie widmen sich der Prävention von Krankheiten und der Erziehung der Kinder zu einem gesunden Lebensstil. Waren früher vor allem Infektionskrankheiten und Fragen der Hygiene im Vordergrund, sind es heutzutage vermehrt körperliche und psychische Auffälligkeiten und Belastungen sowie Fragen zum gesunden Lebensstil wie Ernährung – Bewegung – Freizeitgestaltung.

Ärztliche Tätigkeit im Kindergartenbereich

Bei der ärztlichen Tätigkeit im Kindergartenbereich geht es vorwiegend darum, Auffälligkeiten in der körperlichen und psychischen Entwicklung sowie im Sozialverhalten frühzeitig zu erkennen.

„Die vorwiegend präventive Arbeit bei den Kleinsten bietet die Chance, Bedarfe rechtzeitig zu erkennen und gemeinsam mit PädagogInnen, SozialarbeiterInnen und Eltern die passenden Unterstützungsmaßnahmen zu erarbeiten“, betont Stadträtin Hörzing. „Für die weitere Entwicklung des Kindes ist dies entscheidend und erspart in weiterer Folge aufwändigere Angebote und Leistungen im Nachhinein“, erklärt Hörzing.  

Einzeluntersuchungen in der Schule

In der Schule werden die gesetzlich vorgeschriebenen jährlichen Einzeluntersuchungen durchgeführt. Bei diesen wird neben einer umfassenden Anamnese und körperlichen Untersuchung (inklusive Hör- und Sehtest) der Gesundheitsstatus erhoben.

Darüber hinaus werden unter anderem Gutachten im Zusammenhang mit dem Schulbesuch erstellt, Untersuchungen im Rahmen von Eignungsprüfungen durchgeführt sowie ärztliches Begleiten in Krisen und bei chronischen Erkrankungen, Beratung der Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen in gesundheitsbezogenen Fragen angeboten.

Vertrauensverhältnis stärkt Besserung der allgemeinen Befindlichkeit

Die ÄrztInnen begleiten das Kind vom Kindergartenalter bis zur Beendigung der Pflichtschulzeit. Die Schulärztin/Der Schularzt ist für Kinder oft die erstmalige Ansprechperson für medizinische und psychische Fragen wie zum Beispiel akute und chronische Erkrankungen, Essstörungen, Lern- und Konzentrationsprobleme und Fragen zu beziehungsweise in der Pubertät.

Zwischen den Kindern und der Schulärztin/dem Schularzt entsteht ein Vertrauensverhältnis, das zu einer Besserung der allgemeinen Befindlichkeit beiträgt. Gerade in der Schule besteht die Chance, eine Basis an Gesundheitsbildung und -bewusstsein mitzugeben und darüber hinaus Erkrankungen des Körpers und der Seele frühzeitig zu erkennen.

Sollten sich psychosoziale Fragen ergeben, können die in der gleichen Abteilung des Magistrats tätigen SozialarbeiterInnen beigezogen werden.

Ambulanz im Neuen Rathaus

Ein weiteres ärztliches Angebot der Abteilung Jugendgesundheit und Schulsozialarbeit ist die Ambulanz im Neuen Rathaus, die von Montag bis Donnerstag von 7 bis 8.30 Uhr geöffnet ist.

Hier werden Infektionsfreiheitsscheine nach Infektionserkrankungen und vor allem nach Lausbefall ausgestellt. Die Eltern erhalten auch ausführliche Beratung hinsichtlich Läusebekämpfung sowie Informationen zu Präventionsmaßnahmen. Auch Kindergarten-Aufnahmeuntersuchungen sind möglich.

Außerdem steht öffentlichen Pflichtschulen und städtischen Kindergärten bei  medizinischen und psychischen Krisensituationen und medizinischen Fragen ein ärztlicher Journaldienst von Montag bis Freitag von 8.30 bis12 Uhr zur Seite.

Schulärztliche Aufgaben im Überblick

Zu den wichtigsten Aufgaben der Schulärztin / des Schularztes zählen insbesondere:

  • Untersuchungen aller SchülerInnen im Laufe eines Schuljahres zur Vorbeugung und Erfassung von Krankheiten und Entwicklungsstörungen
  • Gutachtenerstellung und Beratung (vorzeitige Einschulung, Turnbefreiung )
  • Untersuchung gemäß Suchtmittelgesetz bei Verdacht auf Suchtmittelmissbrauch
  • Untersuchung im Rahmen von Eignungsprüfungen (Schulen mit sportlichen Schwerpunkt)
  • Beratung der PädagogInnen bei ihrer gemeinsamen Behandlung von Fragen der Schulgesundheitspflege mit dem/der Erziehungsberechtigten (z.B.: Diabetes, Asthma, Epilepsie, Essstörungen, soziale Störungen)
  • Ärztliches Begleiten in Krisen
  • Mitwirkung bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten
  • Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Einrichtungen im Bildungsbereich
  • Gesundheitserziehung
  • Vertrauensarzt/Vertrauensärztin: jede Schülerin/ jeder Schüler kann auf Wunsch in medizinischen Fragen ein vertrauliches Gespräch mit der Schulärztin/dem Schularzt führen
  • Meldung an den Kinder- und Jugendhilfeträger bei Verdacht auf Misshandlung
  • Dokumentation und Statistik
  • Beratung des Schulgemeinschaftsausschusses in gesundheitlichen Fragen der SchülerInnen
  • Überprüfung des Inhalts der Erste-Hilfe-Ausrüstung in Schulen und der hygienischen Verhältnisse

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Sozialreferentin Stadträtin Karin Hörzing zum Thema „Jugendgesundheit in der Stadt Linz“)

Kontakt:
Büro Stadträtin Hörzing
Beate Gotthartsleitner
Tel.: +43 732 7070 2028

KONTAKT

Magistrat der Landeshauptstadt Linz
Hauptstraße 1-5
4041 Linz

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