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KOMMUNALES
Presseaussendung vom 19.03.2018

Meinlinz: 120 Ideen zum Urfahranermarkt-Areal

1.600 Personen beteiligten sich bei Online-Portal

Skizze U-Markt-Areal

Kreativ und schreibfreudig waren jene mehr als 1.600 Internet-Userinnen und User, die auf der in Österreich einzigartigen städtischen Online-Beteiligungs-Plattform www.meinlinz.at ihre Ideen, Bewertungen und Kommentare präsentierten. Nach den Themen Hafenstadt und den öffentlichen Freiräumen ging es in der dritten Runde von Meinlinz um das Urfahranermarkt-Areal. Die findigen Köpfe posteten innerhalb von zwei Monaten insgesamt 120 Geistesblitze zu sechs Bereichen. Jede und jeder konnten sich zu folgenden sechs Themenblöcken Gedanken machen: Spiel & Sport, Ruhe & Gemeinschaft, Riesenrad & Zuckerwatte, Wasser & Wellen, Event & Gastro sowie Ein neuer Name.

Eine Jury nominierte die Preisträgerinnen und Preisträger für jede Sparte. Auch die zehn eifrigsten Userinnen und User können sich über Preise freuen. Der vom Geschäftsbereich Kommunikation und Marketing befüllte Online-Kanal stellt keine repräsentative Umfrage, sondern einen unkonventionellen Blick auf Chancen und Herausforderungen dar. Alle Inhalte der Plattform stehen weiterhin im Netz.

„Die kreative und sehr breit gestreute Ideensammlung zum Thema Urfahranermarkt-Areal zeigt, dass sich viele Linzerinnen und Linzer mit der Zukunft unserer Stadt intensiv auseinandersetzen. Das freut mich sehr. Ich möchte mich bei allen kreativen Köpfen bedanken“, freut sich Bürgermeister Klaus Luger über das große Echo auf die städtischen Online- und Beteiligungs-Kampagne. 

Spiel & Sport

Spaß, Schweiß und Spielerei: Poste deine Ideen!

„Spiel & Sport“ gehörte mit 21 Ideen zu den am meisten diskutierten Themengebieten. Die meisten Vorschläge befassten sich mit der Gestaltung eines Parks. So kam etwa der Vorschlag einen Park für alle zu gestalten. Dieser sollte für Jung und Alt gleichermaßen interessant sein. Das heißt Donaustrand für den Sommer, inklusive Gastronomie und Eis. Im Winter ein Eislaufplatz inklusive Schuhverleih. Ein User schlug vor, die bereits vorhandenen Areale des Donauparks – Spielplatz, Fitnesspark, Beachvolleyball- und Streetballplätze, Skatepark und Verkehrserziehungsgarten – in die neue Planung miteinzubeziehen. Auch ein Motorikpark findet sich unter den Ideen. 30 kreative Übungsplätze für die Fitness – von „Different Walking“, Balance-Parcours, Erdwellenlaufen, Sensorikweg bis Klettertour – sind erwünscht.

Einen weiteren Schwerpunkt stellt Klettern dar. Vom Hochseilklettergarten über einen Kletter & Boulder Turm bis zur Chilling Area & Kletterwand reicht die Palette.

Es kamen auch durchaus kuriose Vorschläge. So wünscht sich eine Userin ein Labyrinth im Urfahrmarktgelände. Dieses soll nach historischen Vorbildern ganzjährig bespielt werden. Auch die Idee eines mobilen Open-Air Kasperltheaters wurde diskutiert.

Ruhe & Gemeinschaft

Welche Möglichkeiten zur Outdoor-Entspannung braucht Linz?

Für den Themenkomplex „Ruhe & Gemeinschaft“ wurden die meisten Ideen eingebracht – insgesamt 34. Die geposteten Vorschläge waren inhaltlich sehr unterschiedlich. Dementsprechend war das Feedback der Userinnen und User auch sehr uneinheitlich.

Die mit Abstand beliebteste Idee beinhaltete Sitzstufen am Donau-Ufer. Hier ging es um ein hochwasserfestes Projekt: Die Errichtung von breiten Sitzstufen an der Uferböschung. Als vorbildgebendes Beispiel wurde Zürich genannt. Beachtliche 43 likes konnte dieser Vorschlag einheimsen.

Ebenfalls beliebt bei der Community war der Strandgarten. Der Vorschlag: Ein Großteil der Fläche sollte als eine Mischung aus Sand-, Stein- und Rasenflächen angelegt werden. Diese drei Arten wechseln einander ab, wobei es mehrere kleinere Bereiche derselben Art gibt. Mit den verschiedenen Stücken und Arten könnte man auch ein sehr schönes Muster gestalten, etwa in Wellenformen. Die Fläche könne ganzjährig genutzt werden. In der wärmeren Jahreszeit beispielsweise als chilliger Sitz-/Liegebereich. In der kälteren Jahreszeit laden die schön gestalteten Flächen zum Spazierengehen ein.

Auch die Adria vor der Haustüre kam gut an. Auf Höhe der Stadtwerkstatt soll ein Kanal parallel zur Donau gegraben werden, der Rückfluss zur Donau solle vor dem Fußballplatz erfolgen. Der Wasserstand müsse niedrig bleiben, so dass Kinder dort baden, im Wasser spielen können und die Temperatur im Sommer angenehm ist. Dank dem Aufschütten von Sand sei die Donauadria perfekt.

Riesenrad & Zuckerwatte

Wie soll sich der Urfahranermarkt weiter entwickeln?

Der Bereich „Riesenrad & Zuckerwatte“ war mit neun Ideen jener mit den wenigsten Vorschlägen. Interessanterweise haben sich von diesen gleich drei mit dem Thema Aussicht beschäftigt.

Laut einem Vorschlag soll ein Aussichtsrad aus voestalpine-Stahl als neue Sehenswürdigkeit von Linz gebaut werden. Mithilfe eines Designwettbewerbs könnte ein visionäres Wahrzeichen an der Donau entstehen.

Eine andere Idee nimmt sich den „i360“ in England als Vorbild. Der British Airways i360 ist ein 173 Meter hoher Aussichtsturm im südenglischen Brighton. Die gleichzeitig als Aufzug genutzte verglaste Kanzel fährt bis zu einer Höhe von 138 Metern. Das Bauwerk mit einem Breiten-Höhen-Verhältnis von mehr als 1:40 ist der schlankste Turm der Welt und der höchste Aussichtsturm mit beweglicher Aussichtskanzel. Ein ähnliches Bauwerk wäre in Linz wahrlich eine einzigartige Aussichtsplattform.

Die dritte Idee zum Thema Aussicht scheint ein Insider eingereicht zu haben. Laut diesem würden viele Schausteller abseits Ihrer Veranstaltungen Aussichtsplattformen, Riesenräder, Hochschaubahnen und Co herumstehen haben. Das Urfahraner Marktareal wäre groß genug, diesen temporär eine Heimat zu bieten. Abseits von Veranstaltungen könnte so ein weiterer Anreiz geschaffen werden, Linz zu besuchen und in Urfahr auch außerhalb der Jahrmarktzeiten mit einem Riesenrad zu fahren, die Aussichtsplattform zu besuchen oder sonst ein spannendes Erlebnis mit der Familie zu haben.

Eine durchaus kontrovers aufgenommene Idee sei noch angesprochen: „Jahrmarkt hat sich überholt – Chance für Neugestaltung“. 200 Jahre Jahrmarkt seien genug, ein völlig neues Areal solle geschaffen werden, so die Forderung von User Linzer1000.

Wasser & Wellen

Jetzt eintauchen und Ideen freien Lauf lassen!

Die meisten Vorschläge des Kapitels „Wasser & Wellen“ beschäftigten sich mit Schiffen. Die Idee „Historische Schiffe zum Besichtigen“ schlägt eine Kooperation zur Bündelung der Kräfte vor. Die Schiffswerft, der Verein zum Unterhalt historischer Schiffe sowie der Stahlrecycler, der alte Schiffe verwertet, sollen zusammenarbeiten. Wenn die Stadt Linz gemeinsam mit diesen Partnern eine Zusammenarbeit gelänge, könnte ohne große Kosten eine tolle Ausstellung mehrerer älterer Schiffe zentral an der Donau einem Publikum zur Besichtigung gezeigt werden.

Die Schiffsanlegestellen zu modernisieren, steht bei der zweiten Idee im Fokus. Photovoltaik-Segeldächer sollten zusätzlich aufgestellt werden. Diese würden gleichzeitig Energie liefern und im Sommer etwas Schatten spenden.

Eine weitere Idee widmet sich dem Dampfschiff Schönbrunn. Das Schiff, das vor der Verschrottung bewahrt und wieder fahrtüchtig ist, liegt unweit des Ars Electronica Center vor Anker, geht aber nur zu einzelnen Terminen auf Fahrt. Es sollte mit einem Museum sowie einem Kaffee aufgewertet werden.

Viele Diskussionen löste folgende Idee aus: Die Schaffung eines Surfspots an der Donau steht beim Wavegarden im Mittelpunkt. Die Idee wurde heiß diskutiert und mehrheitlich abgelehnt.

Event & Gastro

Essen, Trinken und Vergügen am Donauufer

„Event & Gastro“ stieß auf reges Interesse. Beachtliche 29 Ideen wurden online gestellt. Die Bandbreite der Vorschläge war sehr breit.

Zwei Ideen beschäftigten sich intensiv mit Street Food. So soll der 1. Street Food Park Österreichs in Linz entstehen. Street Food Markets haben über den asiatischen Raum längst Metropolen wie Berlin, London, New York, Wien und seit etwa drei Jahren auch Österreich erreicht. Mit Food Trucks, Garküchen und kleinen Essensständen ist der Street Food Trend längst in Europa angekommen. Ziel ist es, an der Donau gemeinsam mit lokalen, nationalen und internationalen Gastronomen eine kulinarische Plattform für neue und bewährte Street Food Konzepte zu schaffen.

Die Esszone-Urfahr wiederum schlägt einen Food Truck Park vor, in welchem einfach und nach Belieben mobile Imbiss-Stände aufgestellt und betrieben werden können. Irgendwo zwischen dem Urfahr-Jahrmarktgelände, Kirchengasse, Ars-Electronica-Straße und Donauradweg. Die Stellplätze für die Streetfood-Betreiber sollen mit Wasser/Abwasser- und Stromanschlüssen ausgestattet sein. Einfache Sitzgelegenheiten zum Essen soll es ebenfalls geben.

Auch einige andere Ideen sorgten bei der Community für rege Beteiligung: Von einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über ein Badeschiff bis hin zu einem Biergarten direkt an der Donau.

Ein neuer Name

Urfahrmarktgelände... oder doch ganz anders?

Namensvorschläge waren der Community kein großes Anliegen. 17 Ideen wurden gepostet. Jene mit der meisten Zustimmung lautete: „Urfahrmarktgelände ist Urfahrmarktgelände und heißt so“. Der Name ist Programm. Schließlich gelte der Jahrmarkt als ältester und größter in Österreich und existiere seit 1817. Darauf könne Linz stolz sein. Das Urfahrmarktgelände sei gleichzeitig Freifläche für (Jahrmarkt-)Veranstaltungen sowie befestigtes Open-Air-Gelände an der Donau in der Stadt. Dies solle so bleiben.

Die geposteten Namensvorschläge wie etwa Donaupark Urfahr oder AEC-Park stießen auf geringes Interesse.

Jury Gewinner

Die Gewinner der einzelnen Themengebiete wurden durch eine Jury mit Hilfe eines Punktesystems ausgewählt. Folgende Ideen wurden zu den besten ihres Themengebietes gewählt:

Spiel & Sport:

Sieger in der Kategorie Spiel & Sport ist der Vorschlag Park für alle. Für die Einreicherin JanoJudi wäre er schön, wenn das Urfahranermarkt Areal in einen Park für Jung und Alt transformiert wird. Das heißt Donaustrand für den Sommer, inklusive Gastronomie und Eis. Im Winter ein Eislaufplatz samt Schuhverleih.

Ruhe & Gemeinschaft

Die mit Abstand beliebteste Idee bei den Userinnen und Usern im Bereich Ruhe & Gemeinschaft war Sitzstufen am Donau-Ufer von werner.linz. Die Jury schloss sich dieser Meinung an. Hier ging es um ein hochwasserfestes Projekt: Die Errichtung von breiten Sitzstufen an der Uferböschung. Als vorbildgebendes Beispiel wurde Zürich angeführt.

Riesenrad & Zuckerwatte

Laut dem User Giftkäfer soll am Urfahranermarkt Areal ein Aussichtsrad aus voestalpine-Stahl als neue Sehenswürdigkeit von Linz gebaut werden. Mithilfe eines Designwettbewerbs könne ein visionäres Wahrzeichen an der Donau entstehen. Der Jury gefiel diese Vorstellung: Kategorie-Sieg!

Wasser & Wellen

Die Idee Historische Schiffe zum Besichtigen von Chris.Mitterlehner schlägt eine Kooperation zur Bündelung der Kräfte vor. Die Schiffswerft, der Verein zum Unterhalt historischer Schiffe sowie das Stahlwerk, das alte Schiffe verwertet, sollen zusammenarbeiten. So könne ohne große Kosten eine tolle Ausstellung mehrerer älterer Schiffe umgesetzt werden.

Event & Gastro

User Xandl84 schlägt ein dauerhaftes Badeschiff vor. An heißen Tagen könne man sich dort abkühlen, ohne in die Donau gehen zu müssen. Damit ist auch für Kinder das sichere Planschen ohne Strömung möglich. Eine Bar sowie eine Chill Area sollen das Angebot abrunden. Das Ganze solle kostenlos für alle Bürgerinnen und Bürger möglich sein.

Ein neuer Name

Die Kategorie „Ein neuer Name“ wartet mit einer Besonderheit auf. Hier fand die Jury zwei Ideen hervorragend. Deshalb wurde der erste Platz zweimal vergeben. Einmal an Urfahrmarktgelände ist Urfahrmarktgelände und heißt so. Die Bezeichnung ist selbsterklärend. Sowie für den Namen Donaupark Urfahr.

Engagement wird belohnt

Die zehn eifrigsten Nutzerinnen und Nutzer von www.meinlinz.at erhalten für ihr Engagement prall gefüllte Goodie-Bags.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger über die kreativen Ideen auf der Online-Plattform www.meinlinz.at zum Thema Urfahranermarkt Areal.
Weitere GesprächspartnerInnen: Dr. Jürgen Tröbinger, Direktor Geschäftsbereich Kommunikation und Marketing und Stephanie Groiß, MA, Kommunikation und Marketing/Abt. Online-Services)

www.meinlinz.at

Informationsunterlage (PDF, 380 kB) (neues Fenster).
Abschlussbericht 2018 meinlinz.at (PDF, 3,8 MB) (neues Fenster).

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