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Ergebnisse der Flechtenexposition - Feststellung der Luftqualität in Linz

Im Zuge der zunehmenden Belastung der terrestrischen Ökosysteme mit Luftfremdstoffen aller Art kommt der Bioindikation zur Klärung der Frage nach der biologischen Wirksamkeit von Immissionen eine immer größere Bedeutung zu.

HASELOFF (1982) bezeichnet Bioindikatoren als "Lebewesen, die in sichtbarer Weise auf Umweltbelastungen aufmerksam machen oder die auf Grund von messbaren Veränderungen Belastungssituationen anzeigen". Bioindikatoren können die Wirksamkeit von Schadstoffen, die flächenmäßige Ausdehnung von immissionsbelasteten Gebieten und die Intensität von Schadstoffimmissionen aufzeigen. Somit ergänzen die Bioindikatoren die Informationen stationärer Messstationen, die zwar Daten über die Konzentration bestimmter Schadstoffe liefern, nicht aber über deren biologische Wirksamkeit. Flechten sind als Bioindikatororganismen besonders gut geeignet, da sie im allgemeinen viel empfindlicher auf Luftschadstoffe reagieren als höhere Pflanzen.

Diese Tatsache ergibt sich aus ihrer Organisationsform und Lebensweise.

  1. Flechten sind durch ein kompliziertes, physiologisches Gleichgewicht der Symbiosepartner Alge und Pilz charakterisiert. Dieses kann sehr leicht durch den Einfluss von Schadstoffen gestört werden.
  2. Flechten haben keine Cuticula, die das Eindringen von Schadstoffen in den Thallus verhindert.
  3. Flechten sind langlebige, langsam wachsende Organismen ohne Ausscheidungssystem, Schadstoffe können im Thallus akkumuliert werden.
  4. Flechten sind poikilohydre Pflanzen und können nur bei entsprechendem Feuchtegehalt der Thalli physiologisch aktiv sein. Besonders in den Wintermonaten, die in unseren Breiten eine erhöhte Luftfeuchtigkeit und die höchsten Luftschadstoffkonzentrationen - bedingt durch Heizperiode und häufige Inversionswetterlagen - aufweisen, ist die physiologische Aktivität erhöht.
Publikation (PDF, 4,4 MB) (neues Fenster).

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