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Garten der Lebensräume

Ohrwurmnisthilfe 

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Übersichtsplan

Auf der Wiese oberhalb des Rosengartens werden Tieren, die allgemein als Nützlinge gelten, da sie die so genannten Schädlinge dezimieren, Lebensräume bereitgestellt. Diese Lebensräume bieten den Tieren Voraussetzungen als Wohnstätten für die Vermehrung oder zur Überwinterung. Dadurch kann der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verhindert werden.

Eine Steinmauer bietet Schutz für viele Tierarten wie Ameisen, Spinnen, Weberknechte, Zauneidechse, Wildbienen, Schwebfliegen u. a. Durch die unterschiedliche Besonnung sowohl für wärme- als auch kühlere Bereiche liebende Tiere. Ein Haufen aus Feldsteinen bietet mit den vielen Hohlräumen Schutzbereiche für Hermelin, Mauswiesel, Laufkäfer, Fliegen und Spinnen. Manche dieser Tiere dienen wiederum als Nahrung für Rotkehlchen und Eidechsen. Der Steinhaufen kann auch Lurchen und Kriechtieren als Überwinterungsplatz dienen. Ein Asthaufen kann in jedem Garten bereitgestellt werden da meist genügend Schnittgut anfällt. Er dient vor allem als Winterquartier für Igel und als Lebensraum für Zaunkönig und Spitzmaus.

Hummelnistkasten - Alle in Mitteleuropa vorkommenden Hummelarten sind in ihrer Existenz gefährdet. Hummeln sind unersetzlich auf Grund ihrer besonderen Eigenschaften. Die kurzrüsseligen Hummeln fliegen bei niedrigen Temperaturen zwischen +5° C und -5° C, gleichzeitig ermöglichen die kurzrüsseligen Hummeln den Honig- und Wildbienen durch das Anbeißen der nektarhältigen Kronröhre bei manchen Blüten den Weg zum Nektar im zeitigen Frühling.

Florfliegen- und Ohrwurmquartier

Die Florfliege ist ein natürlicher Feind der Blattläuse und Milben, ihre Larven verzehren kleine Insektenarten. Innerhalb der zweiwöchigen Entwicklungsphase können sie 400 bis 500 Blattläuse vertilgen.

Die Überwinterung erfolgt als ausgewachsenes Tier, sie benötigt dafür ein schützendes Quartier. Da sie die rote Farbe bevorzugen, ist dieses Florfliegenquartier in dieser Farbe gehalten. Der Ohrwurm ist ein Insekt, welches mit Vorliebe Blattläuse, Spinnmilben, Larven und Eier von Insekten sowie Kleintiere verzehrt, die vom Menschen als Schädling bezeichnet werden. Für die Blattlausbekämpfung ist dieser sehr nützlich. Die Ohrwürmer sind nachtaktiv und besiedeln tagsüber die Ohrwurm-Schlafröhren. Die Besiedlungszeit erstreckt sich von Anfang Mai bis in den Spätherbst. Die Schlafröhre soll an beschatteter Stelle in Bodennähe oder in Gehölzen angebracht werden. Bei Gemüsebeeten etwa 3-5 cm über dem Boden über einen Stock stülpen.

Insektenhotel

Das Insektenhotel bietet Quartier für viele verschiedene Nützlinge, wie Bienen, Wespen und andere Hautflügler, die in die verschiedenen Löcher und Öffnungen ihre Eier ablegen. Je nach Material (Holz, Ziegel, Lehm, Schilf) und Lochgröße nisten sich verschiedene Arten ein. Viele dieser Arten füttern ihre Brut mit gelähmten Blattläusen. Dadurch tragen sie zur natürlichen Schädlingsbekämpfung bei. Durch den Einsatz dieses Nützlingshotels kann ein 400-500 großer Garten giftfrei gehalten werden.
Nisthilfen für solitär lebenden Insekten wie Insekten-Nistholz, Insekten-Nistschilf, Insekten-Nistblock werden von mehreren Arten angenommen, da hier verschiedenen Ansprüchen gerecht wird.

Diese Nisthilfen können überall an sonnigen windgeschützten Lagen untergebracht werden, auch auf Balkonen von mehrstöckigen Häusern erfüllen sie ihre Aufgabe. Ein Insekten - Kombi dient der Förderung von Nutzungen. Das darin befindliche Waben, -und Lamellensystem stellt ein Wohnungsangebot für viele Insekten dar. Es wird von Florfliegen, Ohrwürmer, Marienkäfer, Wildbienen, Raubwanzen, Raubfliegen, solitären Wespen etc. angenommen. Durch den Einsatz dieses „Insektenhotels" (JPG, 168 KBkönnen 400-500 m2 giftfrei gehalten werden, es werden bis 90% der Schädlinge dezimiert. Der Aufstellplatz sollte wetterabgewandt SO-seitig sein. Wo keine natürlichen Sitzgelegenheiten vorhanden sind, bietet eine Sitzkrücke für Eulen und Greifvögel einen idealen Platz zur Beobachtung des Umfeldes. Dadurch kann der Bestand an schädlichen Nagetieren sehr klein gehalten werden.

Tatsächlich gibt es keine Schädlinge, denn jedes Tier hat in der Natur eine Aufgabe zu erfüllen!

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