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Linzer GSM/UMTS-Kataster ("Handykataster"), Stadtteile Bindermichl, Spallerhof, Keferfeld

An 117 ausgewählten Punkten im Bereich Bindermichl, Keferfeld und Spallerhof erfolgte die Aufnahme von Feldwerten der Immissionsbelastung an elektromagnetischer Strahlung. Es wurden die Gesamtspektren im Bereich von 87,5 MHz bis 2,48 GHz in einem Zeitraum von ca. 6 Minuten gemessen (Mittelwert der Leistungsflussdichten). Zusätzlich wurden spezielle Frequenzbereiche aus dem Gesamtspektrum herausgefiltert. Diese sind Rundfunk / TV – Band, GSM 900/1800, DECT, UMTS und WLAN. Die restlichen Frequenzen werden jeweils unter der Rubrik „Sonstiges“ zusammengefasst.

Gesundheitliche Wirkung

Die meisten Studien über die Wirkung der elektromagnetischen Strahlung werden mit einer Leistung durchgeführt, die im Bereich der Mobiltelefone bei voller Leistung liegen. Da die Leistungen in physikalischer Sicht sehr gering sind, ist eine Isolierung der Auswirkung durch  magnetische Felder auf den Menschen sehr schwierig. Bisher ist es nicht gelungen, einen Beweis für die Gesundheitsgefährdung zu führen. Im Gegenzug ist es aber auch nicht gelungen, eine gesundheitliche Unbedenklichkeit nachzuweisen.
Grundsätzlich stellt sich die Frage, wo Grenzwerte oder Vorsorgewerte anzusetzen sind. Bei den zurzeit vorhandenen Grenzwerten wird versucht, Effekte oder Beeinträchtigungen auf Grund der Einwirkung einer bestimmten „Strahlendosis“ zu berücksichtigen (Erwärmung des Kopfes – thermische Effekte) und durch entsprechende Sicherheitsfaktoren für Kinder und gebrechliche bzw. ältere Menschen die daraus resultierenden Vorsorgewerte zu erhalten. Ein wissenschaftlich fundiertes Modell über mögliche Wirkmechanismen im nicht thermischen Bereich ist jedoch nicht vorhanden, sodass die in diesem Bereich angesprochenen Effekte immer wieder zu Diskussionen und Ablehnung der daraus resultierenden sehr niedrigen Vorsorgewerte führen.

Wenn man den Wert von 1 mW/m² für die Betrachtung der Messergebnisse heranzieht (sehr strenger Salzburger Vorsorgegrenzwert), erkennt man, dass die Summe der Leistungen aller Mobilfunkfrequenzen in Linz im Durchschnitt deutlich unter 1 mW/ liegt. Es gibt jedoch auch einige Punkte, wo diese Werte deutlich höher liegen.
Zu beachten ist, dass es sich bei den ermittelten Werten um Momentanwerte handelt und diese nicht unbedingt den Maximalwert widerspiegeln (keine Worst-case-Betrachtung!). Durch die Position der Messantenne in einer Höhe von ca. 1,5 m über Erdniveau ergeben sich ebenfalls niedrigere Messwerte, da in der Regel die Ausrichtung der Hauptabstrahlrichtung der Mobilfunkantennen über die Gebäude hinweg erfolgt. Im Bodenbereich sind daher normalerweise niedrigere Werte zu finden.
Allgemein bestätigen die Messungen, dass der elektromagnetischen Gesamtfeldbelastung seit 14 - 16 Jahren stetig erhöht, die Einwirkung der elektromagnetischen Felder von Sendeanlagen auf Personen ist in der Regel deutlich geringer als jene von Mobiltelefonen selbst.

Aufgrund der Neuentwicklung ist auch in Zukunft mit einem Anstieg der Mobilfunkanwendungen und der damit verbundenen Sendeanlagen und dem prozentuellen Anteil der Mobilfunkfrequenzen im Bereich der hochfrequenten Felder zu rechnen. Die einzige Möglichkeit diesen Anstieg zu reduzieren bestünde darin, die Frequenzbereiche GSM 900 und 1800 stillzulegen oder zumindest mit einer neuen Übertragungstechnik zu betreiben, die mit einer geringeren Sendeleistung auskommt. Vor allem die Anwendung GSM 900 ist veraltet und bringt nur einen geringen Nutzen (7 Gespräche pro Antenne). 

Die Übertragungstechnik ändert sich in immer kürzeren Abständen, wodurch eine Beurteilung von athermischen Effekten erschwert wird. Die neuen Techniken kommen mit einer geringeren Leistung aus. Da sie jedoch gemeinsam mit der alten Technik eingesetzt werden, ergibt sich daraus keine Reduktion der Gesamtleistung.

Publikation GSM/UMTS-Kataster (PDF, 4,1 MB) (neues Fenster).

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