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Linzer Energienutzplan 2008

Die Stadt Linz hat sich zur nachhaltigen Stadtentwicklung verpflichtet. Ein Teilaspekt dieser nachhaltigen Stadtentwicklung ist, dass mit den vorhandenen Ressourcen so sparsam wie möglich umgegangen wird. Neben dem Effekt, dass die klimawirksamen Emissionen vermindert werden und damit dem Kyoto-Ziel näher zu kommen, hat der sparsame Umgang mit Energie auch andere umweltschutztechnische Vorteile, weil auch weniger Schadstoffe emittiert werden.

Bereits 1991 wurde für die Stadt Linz ein Energienutzplan von der Österreichischen Energieverwertungsagentur erstellt. Eine wesentliche Konsequenz daraus war die forcierte Umstellung von Heizungsanlagen auf Gas und Fernwärme im gesamten Stadtgebiet. Diese Maßnahmen hatten neben dem energietechnischen Effekt auch eine sehr positive Wirkung auf die Luftsituation über das Stadtgebiet von Linz hinaus.

In den 18 Jahren seit der Erstellung des letzten Energienutzplans haben sich die Rahmenbedingungen und technischen Erkenntnisse jedoch deutlich verändert, die eine Neufassung erforderlich machten.
Der Bereich der Energiebeschaffung und des Energieverbrauchs standen in den 90er-Jahren nicht so sehr im Mittelpunkt, mittlerweile sind diese Themen jedoch von zentraler Bedeutung. Deshalb wurde die Österreichische Energieagentur mit der Neuerstellung unter Berücksichtigung heutiger Gegebenheiten und bis zum Jahr 2020 erwartbarer Bedingungen beauftragt. Der nunmehr vorliegende Energienutzplan wurde in enger Zusammenarbeit mit Dienststellen des Magistrates Linz und der LINZ AG erstellt.

Ziele

Der neue Energienutzplan verfolgt im Wesentlichen drei Ziele:

  • Senkung des Energiebedarfs in der Stadt Linz gegenüber einer Entwicklung, die ohne besondere Einflussnahme (=Business As Usual) zu erwarten ist. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Bedarf an und die Versorgung mit Raumwärme.
  •  Damit verbunden ist auch automatisch eine Senkung der CO2-Emissionen in der Stadt Linz. Da sich die Stadt Linz der Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung verpflichtet hat, werden die Erkenntnisse des Energienutzplans auch diesem Ziel sehr entgegen kommen
  •  Ausbau des Einsatzes nachhaltiger Energieträger für die Aufbringung des Energiebedarfs. Mit der Installation des Biomasse-Heizkraftwerks der LINZ AG wurde schon in der jüngsten Vergangenheit ein bedeutender Schritt in diese Richtung gesetzt.
     

Analysierte Sektoren

Der Energienutzplan 2008 analysierte den Energieverbrauch im Wesentlichen in folgenden Sektoren:

  • Haushalten
  • Betrieben
  • öffentlichen Gebäuden und Verwaltung
  • Verkehr

Nachstehende Grafik zeigt als Beispiel, welche Energieträger für den Bereich Haushalte eingesetzt und für welche Zwecke sie letztlich verwendet werden. 85 Prozent der eingesetzten Energie werden für Heizung und Warmwasser beansprucht (Basisjahr für die Analyse ist 2001, da für dieses Jahr die letzten publizierten Gebäude- und Wohnungsbestandsdaten vorliegen; davon ausgehend erfolgte eine Hochrechnung auf den aktuellen bzw. zukünftigen Verbrauch):


Grafik zeigt welche Energieträger für den Bereich Haushalt eingesetzt und für welche Zwecke letztlich verwendet werden.

Energieverbrauch nach Energieträgern und Anwendungskategorien, Haushalte, Linz 2001

 

Prognose des zukünftigen Energieverbrauchs bis 2020

a) Business-As-Usual

Als Business-As-Usual-Szenarien sind im Zusammenhang mit dem Energienutzplan Entwicklungen zu verstehen, bei denen der energietechnische Stand der Gebäude nicht auf dem derzeitigen Niveau „eingefroren“ wird. Von den GebäudeeigentümerInnen werden übliche Maßnahmen zur Energieeinsparung gesetzt, wie sie mit den bereits zurzeit existierenden Vorschriften und Fördermechanismen erwartbar sind.  Damit wäre auch ohne besondere weitergehende Maßnahmen – zumindest im Heizenergiebereich - eine gewisse Verminderung des Energieverbrauchs bis 2020 gegeben.

b) Effizienzszenarien am Beispiel des Sektors „Wohngebäude“

Im Zuge der Analyse des Bereichs „Wohngebäude“  können jedoch gegenüber dem Business-As-Usual-Szenario noch zusätzliche Maßnahmen gesetzt werden, um eine noch stärkere Verminderung des Endenergieverbrauchs bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Solche Maßnahmen wären zum Beispiel:

  • Verbesserung der thermischen Qualität der Gebäudehülle beim Neubau
  • Steigerung der Sanierungsrate sowie Verbesserung der Qualität der thermischen Sanierungen der Gebäudehülle bei bestehenden Gebäuden
  • Steigerung der Kesseltauschrate sowie Verbesserung der Qualität der Heizungssysteme
  • Steigerung des Fernwärmeanteils am Energieträgermix beim Gebäudebestand sowie beim Neubau


Der Energienutzplan zeigt ganz klar auf, welche Maßnahmen am effektivsten zur CO2-Reduktion beitragen und auch am kosteneffizientesten sind. Es handelt sich dabei vor allem Investitionen in die thermische Sanierung des Gebäudebestandes sowie in die weitere Forcierung der Fernwärme (weitere Umstellung der Energieträger Öl und Gas auf Fernwärme). Die kürzlich beschlossene Fernwärmeoffensive (Link Fernwärmeoffensive!) ist daher ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung.

Umsetzung des Energienutzplanes 2008

  • Eine interne Expertengruppe analysiert die Erkenntnisse des Energienutzplanes aus der Sicht der Städtischen Bereiche.
  • Erstellung eines Maßnahmenkataloges
  • Erstellung eines Energieleitbildes
  • Umsetzung der Maßnahmen

 

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