Das engagierte Betätigungsfeld der Kulturinitiativen und –vereine ist breit gestreut: Sie organisieren Kulturveranstaltungen von Musik über Theater, Literatur bis hin zum Film. Es wird mit aktuellen künstlerischen Tendenzen experimentiert und das auch außerhalb der städtischen Ballungsräume.
Kulturinitiativen und -vereine schaffen so einerseits die Möglichkeit, sich auch in ländlichen Regionen mit zeitgenössischer Kultur auseinandersetzen zu können. Durch ihr zum Teil kulturelles Alternativ-Angebot wollen sie ein anderes Publikum, jenseits der klassischen Hochkultur ansprechen – und so gleichzeitig auch möglichen Berührungsängsten entgegenwirken.
Die Stadtwerkstatt wurde 1979 von StudentInnen der Kunstuniversität gegründet. Zunächst als Reaktion auf die ‚Zubetonierung des Hauptplatzes’ ins Leben gerufen, entwickelte sich die Stadtwerkstatt zum Kultur- und Kommunikationszentrum, das seit 1990 in Alt-Urfahr beheimatet ist. Hier werden regelmäßig wechselnde Musikveranstaltungen, aber auch andere Kunst- und Kulturaktivitäten organisiert. Die Stadtwerkstatt beteiligt sich immer wieder mit großen Performances, Installationen und Aktionen an der Gestaltung des öffentlichen Stadtraumes. Innerhalb des Gebäudes der Stadtwerkstatt ist ebenfalls das Studio des freien Linzer Lokalradios FRO und der Kunst- und Kulturserver-Server servus.at untergebracht.
Die Kulturplattform Oberösterreich entstand 1982 und ist die älteste noch bestehende Organisationsstruktur unter den Kulturinitiativen in Österreich. 1984 schließlich als Dachverband, Interessensvertretung und Netzwerk von Kulturinitiativen in Oberösterreich von zunächst drei Vereinen gegründet, stieg die Mitgliederzahl bereits im ersten Jahr auf 25 Kulturinitiativen an. Mittlerweile sind 106 Kulturinitiativen aus den verschiedensten Bereichen der Zeitkultur in der KUPF versammelt. Ziel der KUPF ist die ständige Verbesserung der Rahmenbedingungen für freie Kulturarbeit.
Die ausgeprägte Vielfalt und das große künstlerische Potenzial der Freien Szene sind in Oberösterreich ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens. Als einer der Schwerpunkte Linzer Kulturpolitik wurde die Freie Szene deshalb im Kulturentwicklungsplan der Stadt Linz (KEP) verankert. Verschiedene Förderungen, Preise und Stipendien vom Land Oberösterreich und der Stadt Linz unterstützen die freien KulturaktivistInnen in ihrem Betätigungsfeld.
Tel: +43 732 7070
Fax: +43 732 7070 1955
E-Mail: lk@mag.linz.at