Drei Jahre nach dem Bau des Linzer Konzerthauses, dem Brucknerhaus, setzte das forum metall einen weiteren wichtigen Schritt in der Entwicklung von der Industriestadt hin zur Kulturstadt. Am 12. September 1977 wurde im Linzer Donaupark das erste Freilichtmuseum eröffnet, das erstmals einen repräsentativer Querschnitt der abstrakten Plastik der sechziger und siebziger Jahre versammelte. Zugleich bot forum metall einen umfassenden Einblick, welche Möglichkeiten Eisen, Stahl und Aluminium dem Bildhauer bieten.
Konzept, Organisation und künstlerische Leitung von forum metall lagen bei Helmuth Gsöllpointner, dem damaligen Rektor der Kunstuniversität Linz und Professor der Meisterklasse Metall und bei Peter Baum, dem früheren Leiter der Neuen Galerie der Stadt Linz. Mit forum metall sprengten die Organisatoren bewusst die konventionellen Wege üblicher Ausstellungspraxis. Mit Wahl des Werkstoffs Metall wurde zugleich die Bedeutung dieses Materials für die ‚Stahlstadt’ Linz unterstrichen. Ein perfektes Zusammenspiel von Kunst und Wirtschaft machte es möglich, dieses unvergleichliche Open-Air-Ensemble moderner Kunst zu realisieren.
Zu forum metall waren international namhafte plastischen Künstler aus sieben Nationen eingeladen worden. Nach ihren Entwürfen sowie unter ihrer Mitarbeit und teilweise sogar Überwachung der Fertigung wurden sämtliche Plastiken eigens für Linz konzipiert und in österreichischen Betrieben hergestellt. Die Aufstellung der Plastiken war zunächst für mindestens zwei Jahre vorgesehen. In vielen Fällen wurden, dank des spontanen Entgegenkommens der beteiligten Künstler, hieraus Dauerleihgaben.
Das große Medienecho rund um forum metall übertraf alle Erwartungen. Keine Ausstellung aus dem Bereich moderner Kunst hatte zuvor in Österreich ein derartiges Interesse bei Medien wie Publikum erweckt. Damit gelang es forum metall die Stadt Linz als aufstrebende Kunstmetropole überaus erfolgreich in das internationale Blickfeld zu rücken.
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