Air Quality Data in 2004

Am vorliegenden Städtevergleich nahmen 12 österreichische und 37 sonstige europäische Städte und Regionen teil. Ziel war es unter anderem die Entwicklung der Luftschadstoff-Immissionen in Europa seit 1992 zu verfolgen und gleichzeitig zu ermitteln, wo in einzelnen Regionen die Probleme liegen und wo sich die Stadt Linz bezüglich der Luftqualität positionieren kann.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass sich die einzelnen Städte und Regionen immer mehr in ihren Belastungen annähern. Die Zeit der großen Abnahmen der Luftbelastungen in den Städten der ehemaligen DDR, wie sie in den 90er-Jahren beobachtet wurden, ist vorbei. Die dort registrierten Belastungen entsprechen nunmehr weitgehend dem europäischen Mittelfeld.

Nach wie vor besonders herausragende Belastungen (im Jahresmittel) weisen folgende Städte auf:

 Messwerte

Städte 

 SO2

 Rotterdam, Madrid, Sofia

 Feinstaub (PM10)

 Graz, Barcelona, Budapest, Kopenhagen, Lissabon, Mailand, Riga, Sofia

 NO

 Innsbruck, Barcelona, Bristol, Lyon, Madrid, Mailand, Riga

 NO2

 Barcelona, London, Luxemburg, Madrid, Maila

 CO

 Mailand, Sofia

 Ozon

 Hallein, Wien, Göteborg, Riga, Stockholm


International gesehen darf für die Immissionssituation in Linz Folgendes kurz zusammengefasst werden (Basis: Jahresmittelwerte):

 

 Messwerte

 National (Landeshauptstädte und
andere Regionen Österreichs)

 international 

 Belastungstendenz 2000 - 2003 

 SO2

durchschnittlich

durchschnittlich

gleich bleibend

 Feinstaub

durchschnittlich

durchschnittlich

gleich bleibend

 NO2

durchschnittlich

durchschnittlich

leicht steigend

 CO

durchschnittlich

durchschnittlich

gleich bleibend

 Ozon

durchschnittlich

durchschnittlich

gleich bleibend

Man kann - grob gesprochen - sagen, dass in Linz das Belastungsniveau der Langzeitbelastungen bereits so niedrig liegt, dass seit einigen Jahren kaum mehr Änderungen zu verzeichnen sind. Meteorologische Besonderheiten haben schon einen größeren Einfluss auf die Entwicklung der Luftbelastung als leichte Verbesserungen bei den Emissionen der einzelnen Betriebe. Im übrigen werden betriebsseitige Emissionsminderungen durch die Emissionen des ständig steigenden KFZ-Verkehrs wieder wett gemacht.

Bei Spitzenbelastungen (zum Beispiel maximale Tagesmittelwerte) nimmt Linz keine negativ herausragende Stellung mehr ein (dies gilt national als auch international).

Erwähnenswert ist, dass praktisch in ganz Europa die meteorologische Situation im Jahr 2004 wesentlich günstiger für die Luft war als 2003. Dies wirkte sich zwar nicht so sehr bei der mittleren Jahresbelastung aus, jedoch war die Anzahl der Tage mit starken Luftbelastungen im allgemeinen wesentlich geringer. Dies zeigte sich unter anderem auch an einer deutlich geringeren Anzahl von Tagen mit Grenzwertüberschreitungen für Feinstaub gegenüber den Vorjahren (2001: 62 Tage, 2002: 66 Tage, 2003: 80 Tage, 2004: 46 Tage).

Publikation (PDF | 2,59 MB)

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