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Stadt Linz - Kultur

Hermann Bahr Brunnen

BRUNNEN

KünstlerIn:Fritz Fanta
Standort:Bernardisstraße
Stadtteil:Froschberg
Datierung: 1963

Standort im Stadtplan (neues Fenster)

Hermann Bahr Brunnen

Errichtet 1963 anlässlich des 100. Geburtstages nach Entwurf von Architekt Fritz Fanta. Am leicht ansteigenden Hügelfuß des Bauernberges am Beginn der Guglauffahrt gepflasterte Terrasse mit niedrigen Brüstungsmauern aus Sichtbeton und Nagelfluh. Granitstele mit Namen und Lebensdaten des Dichters, an Stelle einer älteren Bronzetafel nun eine Steintafel mit Zitat aus dem Werk: ÜBERWINDEN WIR DEN HASS NUR, WER SICH IHM MIT UNBEWEHERTER LIEBE STELLT.

Im Nordteil der Terrasse Brunnenanlage, der Abfluss entlang des Hanges als künstliches Bachbett mit Bruchsteinen gestaltet. Ein älteres Metallbecken wurde ebenso wie die Metalltafel nach einem Diebstahl nicht mehr ersetzt.

Quelle: Österreichische Kunsttopographie, Band LV Die profanen Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Linz, III. Teil. Herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung.

Geschichte

Der Sohn eines Linzer Notars wächst in Linz und in Salzburg auf. Hermann Bahr studierte bis 1887 in Wien (relegiert), Graz, Czernowitz und Berlin, anfänglich Philologie und Rechtswissenschaften, zuletzt Nationalökonomie. Er verließ Berlin ohne Abschluss. 1889 verbringt er ein Jahr in Paris, wo sich eine Hinwendung zur Literatur unter dem Einfluss französischer Dichtung vollzieht. 1890 lebt er in Berlin, im Jahr darauf übersiedelt er nach einer Reise nach St. Petersburg dauerhaft nach Wien. Hier bildete er das Sprachrohr der Schriftsteller um "Jung-Wien", zu denen unter anderem Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal gehörten. Zugleich nimmt Bahr eine bedeutende Stellung als Journalist und Theaterautor des deutschsprachigen Raumes ein. Als Regisseur arbeitete er 1906-1908 für Max Reinhardt, als 1. Dramaturg leitete er das Burgtheater während des Zusammenbruchs der Monarchie. In zweiter Ehe war er ab 1909 mit der Wagner-Sängerin Anna von Mildenburg verheiratet. Er starb am 15. Jänner 1934 in München, wo er seit 1922 lebte.




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