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Stadt Linz - Kultur

Franz Schubert

GEDENKTAFELN

Standort:Landstraße 15
Stadtteil:Innere Stadt
Datierung: 1928

Standort im Stadtplan (neues Fenster)

Franz Schubert

Am Hause Landstraße 15 befindet sich eine hochrechteckige Marmortafel mit Porträtmedaillon des Komponisten und der Inschrift: FRANZ SCHUBERT 1819 1823 1825 IN DER FAMILIE SEINES JUGENDFREUNDES JOSEF VON SPAUN. SÄNGERBUND FROHSINN 1928.

Geschichte

Franz (Peter) Schubert (*1797 + 1828 Wien) war der zweitjüngste Sohn des Schulmeisters Franz Theodor Schubert und dessen Frau Maria Elisabeth Vietz. Er wurde musikalisch in der Familie gebildet

und soll mit acht oder neun Jahren die ersten Kompositionen geschrieben haben. Mit zehn Jahren wurde er Sängerknabe der Wiener Hofkapelle. Dort lernte er viele seiner späteren Freunde kennen.

Wegen Stimmbruchs mußte er aus dem Konvikt ausscheiden und wurde Privatschüler bei Antonio Salieris und absolvierte das "Lehrer-Präparandum".

Im Jahr 1816 quittierte er den Schuldienst und begann seine Tätigkeit als freischaffender Komponist. Ein Jahr später lernte er den Maler Moritz von Schwind kennen, der Schuberts Leben in Landschaftsbildern und Portrais dokumentierte.

Die letzte Zeit seines Lebens war vor allem durch Krankheit, aber auch durch eine erstaunliche Schaffenskraft gekennzeichnet. Ein Jahr nach dem Tod Beethovens (26. März 1828) erzielte er seinen größten Erfolg: er organisierte ein Privatkonzert, das nicht nur ein großer musikalischer sondern auch ein finanzieller Erfolg wurde. Am 19. November 1828 starb Franz Schubert 31jährig.

In Linz konstituierte sich Schuberts erster wichtiger Freundeskreis, in dessen Mittelpunkt die Familie Spaun stand (Josef Kenner, Johann Mayrhofer, Anton Ottenwalt und Albert Stadler). Dieser literarisch und philosophisch Interessierte Kreis veranstaltete Lesungen und gesellige Zusammenkünfte nach dem Vorbild des „Preußischen Tugendbundes“. Dabei wurde Schuberts Musik immer mehr einbezogen, so dass dieser Zirkel spätere „Schubertiaden“ vorwegnahm. 1823 trug hier der Hofopernsänger Johann Michael Vogl u. a. den Erlkönig vor, 1825 präsentierte Schubert zusammen mit Ottenwalt neue Lieder und

Märsche für Klavier. Die Häuser von Ottenwalt und Friedrich Ritter von Hartmann waren weitere Aufführungsstätten.

Die Linzer Gesellschaft der Musikfreunde, die einige Erstaufführungen des Komponisten organisierte, ernannte Schubert zu ihrem Ehrenmitglied.






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