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Stadt Linz - Kultur

NS-Bauten Froschberg

WOHNSIEDLUNGEN

KünstlerInnen:Armin SturmbergerHerbert Rimpl
Standort:Ziegeleistraße 49
Stadtteil:Froschberg
Datierung: 1940

Standort im Stadtplan (neues Fenster)

NS-Bauten Froschberg

Monumentale Wohnanlage (Ziegeleistraße 49 -77) am Hang des Froschberges, die durch die aufgelockerte zwei- und dreigeschossige Reihenhausverbauung an der Ziegeleistraße, Brahmsstraße, Händelstraße, Hugo-Wolf-Straße und Johann-Strauß-Straße dominiert wird, während die lockeren kleinteiligen Häusergruppen etwa an der Johann-Sebastian-Bach-Straße und in Teilen der Händelstraße sowie mehrere frei stehende Einzelhäuser eher vorstädtischen Kleinsiedlungsbau imitieren.

Der riesige Block der "Froschbergkrone" an der Händelstraße bzw. Minnesängerplatz von Philipp Holzmann überragt stadtburgartig die gesamte Siedlung und suggeriert die Fiktion eines mächtigen Mauerwalls.

Die einheitliche vom oberösterreichischen Architekten Armin Sturmberger entworfene Blockverbauung Ziegeleistraße / Brahmsstraße weist auffallend starke stilistische Ähnlichkeiten mit Linzer, aber auch Wiener Gemeindebauten der Zwischenkriegszeit auf.

Die Verbauung begann hufeisenförmig am Fuße der Froschbergkrone und näherte sich dieser stufenweise. Wie bei kaum einer anderen NS-Siedlung in Linz reicht hier das Spektrum von wuchtig-megalomanischen über aufgelockerte Häusergruppen bis hin zu zweigeschossigen Reihenhäusern und bungalowartigen Einfamilienhäusern.

Geschichte

Hier zeigt der Vergleich zwischen Armin Sturmberger Roderich Fick und Herbert Rimpl die durchwegs modernere Architekturauffassung der österreichischen Architekten im Vergleich zur gleichgeschalteten Architektur in Deutschland. Bauträger war überwiegend die Reichsbahnsiedlungsgesellschaft (620 Wohnungen), in geringerem Maße auch die Reichsbahn selbst, die Reichsautobahn, die Deutsche Wehrmacht und die Stadt Linz. Vor allem am Westrand der Siedlung schließen Häusergruppen der Hüttenwerke und ein ursprünglich zum geplanten städtischen Krankenhausneubau gehörender Wohnbau der Stadt an (Johann-Sebastian-Bach-Straße 28).

Der Großteil der Pläne für die Siedlung stammte von Armin Sturmberger und Herbert Rimpl. Das zweigeschossige Doppelhaus Brahmsstraße 4 - 6 hingegen von Mauriz Balzarek. Erst nachträglich, als bereits mit den Bauarbeiten begonnen worden war, versuchte Reichsbaurat Roderich Fick ein Gesamtkonzept zu entwickeln und die vorliegende Planung umzuändern.




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