Medienservice vom: 25.06.2024 |Fotos zur Meldung

Wärmster Frühling in der Linzer Messgeschichte Klimastadträtin Mag.a Eva Schobesberger: „Wir müssen Linz klimagerecht umbauen“

Die Auswertungen des Linzer Stadtklimatologen Dr. Johannes Horak zeigen, dass auf den zweitwärmsten Winter für Linz der bislang wärmste Frühling folgte. Seit den 1960er Jahren, hat es keinen wärmeren Frühling gegeben. So lange reichen die Datensätze in Linz zurück. Auch wenn die Datenlage hier nicht vollständig ist, gab es mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen wärmeren Frühling seit 1931. Frühlingsrekorde fallen durch die global ansteigenden Temperaturen seit etwa 30 Jahren ein bis zwei Mal alle zehn Jahre.

„Das zeigt einmal mehr, dass wir handeln müssen. Die steigenden Temperaturen führen auch zu mehr Starkregenereignissen und Hochwassersituationen. Wärmere Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und führt zu mehr und stärkeren Regenereignissen. Wir müssen den klimagerechten Umbau unserer Stadt also weiter konsequent vorantreiben. Das bedeutet: Den Grüngürtel um die Stadt schützen und innerstädtisches Grün ausbauen. Mit Maßnahmen wie der Linzer Baumoffensive zeigen wir, wie es geht. Wir brechen Asphalt auf und pflanzen Bäume. So kühlen wir die Stadt und gleichzeitig bringen wird das Wasser in den Boden und nicht in die Keller. Daran arbeiten wir mit aller Kraft weiter,“ so Klimastadträtin Mag.a Eva Schobesberger. 

Insgesamt gab es 2024 von den 92 Frühlingstagen nur zwölf deren mittlere Temperatur unterdurchschnittlich ausfiel, 80 Tage lagen darüber (Abbildung unterhalb)

Insbesondere fiel der März deutlich zu warm für die Jahreszeit aus, auch dieser rangiert unter den wärmsten März-Monaten auf Platz 1:

Während April und Mai zwar auch in der Vergleichsperiode 1991-2020 überdurchschnittlich warm waren, trifft dies für 1961-1990 umso mehr zu, hier würde es sich um den 2. wärmsten April und den heißesten Mai handeln. 

Warum der Frühling 2024 in Linz dennoch für viele vermeintlich zu kühl ausgefallen ist, lässt sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf die Gewöhnung der jeweils eigenen Wahrnehmung an ein heißeres Klima erklären – ein durchschnittlicher Frühling der letzten 30 Jahre wäre einer der heißesten zwischen 1961 und 1990 gewesen. Weiteren Einfluss auf die Wahrnehmung als „zu kühl“ könnten der niederschlagsreiche April sowie der sehr feuchte anschließende Juni (welcher meteorologisch allerdings nicht mehr zum Frühling zählt) mit der anfänglich vorherrschenden Hochwasserlage gehabt haben.

Mehr Niederschlag und steigende mittlere Temperaturen sind übrigens kein Widerspruch – wärmere Luft kann, salopp formuliert, mehr Feuchtigkeit halten. Das Mehr an Wasser in der Luft fällt schließlich bei passenden Bedingungen als Niederschlag zu Boden. Es ist in etwa mit 6 bis 7 Prozent mehr Niederschlag zu rechnen pro zusätzlichem Grad Lufttemperatur.

Verantwortlich für die immer weiter zunehmenden Temperaturen ist die durch menschliche Aktivitäten verursachte und weiter befeuerte Klimakrise. Um diese zu bewältigen, bedarf es einerseits der Klimawandelanpassung. Diese hat als Ziel die bereits eingetretenen und prognostizierten Auswirkungen der Klimakrise zu mindern. Andererseits ist Klimaschutz, das Reduzieren von Treibhausgasen auf Netto-Null, dringend notwendig, um eine weitere Verschärfung der Klimakrise zu verhindern.

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