Barrierefreiheit auf www.linz.at

Mit barrierefreien Seiten wollen wir alle Inhalte einer Webseite allen Nutzerinnen und Nutzern zugänglich machen. 
Barrierefreie Angebote sind für alle einfacher zu bedienen, und zwar unabhängig davon, ob die AnwenderInnen eine Behinderung haben, als AnfängerInnen die ersten Schritte im Netz wagen oder sich einfach nur schnell und unkompliziert im weltweiten Netz zurechtfinden wollen.   

Seit 1.1.2008 ist der barrierefreie Zugang zu behördlichen Webauftritten in Österreich gesetzlich vorgeschrieben. Die Homepage der Stadt Linz wurde über die gesetzlichen Vorgaben hinaus an die besonderen Bedürfnisse von blinden BenutzerInnen, Gehörlosen und Personen mit motorischen Einschränkungen oder Lernschwierigkeiten angepasst.

Anpassbar an die persönlichen Bedürfnisse
Screenreader  
Motorische Einschränkungen
Gebärdensprache
Technische Details: Besonderheiten im Code
Unterstützung durch Web-Tech
Auszeichnungen für Barrierefreiheit  

 

Anpassbar an die persönlichen Bedürfnisse

Da alle Menschen unterschiedliche Bedürfnisse beim Surfen im Netz haben, kann man die Ansicht der Website auf die eigenen Vorlieben und Bedürfnisse optimieren.

Schriftgrößen-Verstellung

Eine stufenlose Vergrößerung und Verkleinerung der Seiten ist über die Browser-Funktionen möglich.

Dazu gehen Sie in den unterschiedlichen Browsern (Ihrem Programm, in dem Sie surfen) folgendermaßen im Menü vor:

  • Internet Explorer
    Menü "Ansicht" – "Textgröße" – geeignete Größe ausprobieren
  • Firefox
    Menü "Ansicht" – "Zoom"
  • Chrome
    Menü "Ansicht" – "Zoomen"
  • Safari
    Menü "Ansicht" – "Vergrößern" oder "Verkleinern"
  • In den meisten modernen Browsern können Sie bei gedrückter Strg-Taste mit dem Mausrad die Darstellung vergrößern bzw. verkleinern. Alternativ dazu können Sie auch die Tastenkombinationen "Strg" und "+" bzw. "Strg" und "-" verwenden.

Kontraste

Auf der Website wurde auf die richtige Komposition von Kontrasten geachtet, um die Lesbarkeit nicht einzuschränken.

Screenreader

Blinde oder fast blinde Menschen lesen die Seiten mit einem Screenreader, einem  Programm, das Texte und Bildbeschreibungen vorliest und Grafiken erläutert. Dies funktioniert aufgrund von Zusatzinformationen, die von den Web-AutorInnen ergänzt werden, etwa die Erklärung von Grafiken und kurze Bildbeschreibungen. Abkürzungen werden mit der Langform ergänzt, der Screenreader buchstabiert dadurch nicht die einzelnen Buchstaben, sondern spricht das Wort nach Möglichkeit als Ganzes aus. Wechsel der Sprache innerhalb des Textes werden entsprechend markiert, damit der Screenreader für blinde Menschen den Text in der richtigen Sprache vorlesen kann. 

Motorische Einschränkungen

Der Seitenaufbau so programmiert, dass mit Tastaturen und Maus gleichwertig gesurft werden kann. Damit sind die Seiten auch mit Spezialtastaturen oder Maus-Ersatzgeräten benutzbar. Die Stadt verzichtet weiters auf den Einsatz von Technologien, die ein Surfen mit Screenreadern oder anderen Hilfsmitteln unmöglich machen oder unnötig erschweren.

Gebärdensprache auf www.linz.at

Auf allen Internet-Seiten befindet sich am oberen Rand ein Symbol, das die Hände eines gebärdenden Menschen darstellt. Diese Schaltfläche verweist auf die aktuell verfügbaren Videos. Diese sind auch über die Adresse http://www.linz.at/gebaerdensprache.asp direkt erreichbar.

Mit diesem Service wird der Gruppe der gehörlosen BürgerInnen ein leichterer Zugang zu den städtischen Angeboten ermöglicht

Informationen in Text-Form sind für Gehörlose nicht ausreichend. Das Erlernen der deutschen Laut- und Schriftsprache hängt sehr stark mit dem Hören zusammen. Wenn ein Mensch nicht hören kann, dann kann er sich die deutsche Sprache nicht "automatisch" durchs Mithören über das Ohr aneignen. Deutsch stellt daher für viele Gehörlose eine Zweit- oder Fremdsprache dar. Die Muttersprache gehörloser Menschen in Österreich ist die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS). Nur die Kommunikation in ÖGS ermöglicht gehörlosen Menschen volle Information, die barrierefrei wahrgenommen und verstanden werden kann.
Die deutsche Sprache ist für Gehörlose in etwa so schwer erlernbar wie Japanisch. Wie gut können Sie sich auf einer Behörde in Englisch ausdrücken?

Technische Details: Besonderheiten im Code

  • Wenn eine neue Seite geöffnet wird, werden BenutzerInnen darüber mittels eines Icons, im TITLE des Links und zusätzlich im Linktext (versteckter SPAN) informiert. Bei Download-Links werden Datei-Format und Datei-Größe im Linktext integriert. 
  • Auf sinnvolle und eindeutige Linktexte wird geachtet. Falls aus „Layout-Gründen“ ein kurzer Linktext gewünscht ist - z.B. „Details“ bei den Teasern - wird in einem versteckten SPAN der Titel des Teasers im Linktext ergänzt.
  • Abkürzungen werden entweder ausgeschrieben oder als ACRONYM ausgezeichnet.
  • Sprachwechsel im Inhalt werden ausgezeichnet.
  • Tabellen werden nur für tabellarische Daten verwendet und mit Überschriften und Summary ergänzt (Einschränkungen bei tagesaktuellen Pressemeldungen).
  • Javascript wird nur eingesetzt, wenn die Funktionalität auch ohne Javascript gegeben ist.

Unterstützung durch Web-Tech Coaching

Zur Planung und Ausführung dieser Anforderungen zog die Stadt Linz die Firma web-tech coaching heran. Diese ist unter anderem spezialisiert auf Accessibility-Überprüfungen und die entsprechende prozessbegleitende Beratung.

Homepage von Web-Tech  (neues Fenster)

Auszeichnungen für Barrierefreiheit

Silberne Biene für www.linz.at

Am 30. Jänner 2009 zeichneten die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen zum fünften Mal die besten barrierefreien Webseiten im deutschsprachigen Raum aus. Der städtische Internetauftritt www.linz.at erhielt dabei in der Kategorie „Komplexe Informations- und Kommunikationsangebote“ eine BIENE in Silber. In der Laudatio wurde die Website als Vorbild für kommunale Internetauftritte genannt.

BIENE, die Abkürzung von „Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten“ steht für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander.  Die BIENE zeichnet Unternehmen, Organisationen, Behörden, Ministerien und Kommunen, Vereine und Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol für Internetseiten, die nicht nur gesetzliche Anforderungen und technische Vorgaben erfüllen, sondern innovativ und kreativ Lösungen auf deren Basis anbieten, aus. Insgesamt hatten sich 340 AnbieterInnen teils großer Websites in sieben Kategorien um die BIENE 2008 beworben. 19 Angebote wurden ausgezeichnet, darunter auch ein Sonder- und ein Förderpreis.

PreisträgerInnen BIENE 2008 (neues Fenster)

ebiz egovernment award 2008

Im Jahr 2008 erhielt der Webauftritt der Stadt Linz den Sonderpreis "Barrierefreiheit in der IT" in Oberösterreich und konnte sich auch im Bundeswettbewerb des ebiz egovernment awards durchsetzen. Das Bundeskanzleramt und der Report Verlag zeichnen mit diesem Preis Unternehmen, Institutionen und Initiativen aus, welche die Richtlinien für ein barrierefreies Auftreten einhalten und Hilfsfunktionen für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen eingebaut haben.
Das Urteil der Fachjury lautete: www.linz.at kann man österreichweit als einen der besten Webauftritte in Bezug auf Zugänglichkeit und Benutzbarkeit bezeichnen. Die Stadt Linz hat in einer klar strukturierten und allgemein gut benutzbaren Webseite die Accessibility-Anforderungen nach aktuell bestehenden Standards und praktischen Nutzen hervorragend umgesetzt. Accessibility wurde in Konzeption, Design, Redaktion und technischer Umsetzung in hohem Maße Rechnung getragen.

PreisträgerInnen des ebiz egovernment award 2008 (neues Fenster)