Medienservice vom: 17.01.2023

Umfangreiche Begleitmaßnahmen zur Sperre des Mona-Lisa-Tunnels Vizebürgermeister Hajart: „Mit alternativen Wegen und einer umfangreichen Information den Beeinträchtigungen der Tunnelsperre möglichst entgegenwirken“

Für die notwendige Generalsanierung des Mona-Lisa-Tunnels im Linzer Süden ist in diesem Sommer eine dreimonatige Sperre erforderlich. Um die Verkehrsbeeinträchtigung nach Möglichkeiten zu lindern, bereitet die Stadt Linz gemeinsam mit zahlreichen Stakeholdern ein umfassendes Maßnahmenpaket vor. Das Paket beinhaltet Maßnahmen im öffentlichen Verkehr, für den motorisierten Individualverkehr, den Radverkehr sowie Kommunikationsmaßnahmen. 

„Mit dem geschnürten Maßnahmen-Paket soll den Beeinträchtigungen der Sperre des Mona-Lisa-Tunnels entgegengewirkt werden. Dabei werden alle wichtigen Stakeholder in die Planung einbezogen, zusätzlich wird bereits im Vorfeld über Routenpläne und Mobilitätsalternativen informiert. Rechtzeitig zu Schulbeginn kann es dann wieder heißen: Freie Fahrt durch den Mona-Lisa-Tunnel!“, sagt Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart, MBA.

„Die Linienführung der LINZ AG LINIEN ist von den Sanierungsarbeiten grundsätzlich nicht direkt betroffen. Um aber den Verkehrsfluss trotz der zu erwartenden Verkehrsbelastung möglichst aufrecht zu halten, setzen die LINZ AG LINIEN einige Begleitmaßnahmen“, sagt LINZ AG-Vorstandsdirektorin Dr.in Jutta Rinner, MBA.

Die Stadt Linz bereitet sich aktuell auf eine große Baustelle im Linzer Süden in diesem Sommer vor. Die elektromaschinelle Ausrüstung (beispielsweise Lüftung, Notrufanlage) sowie die Leit-, Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen des im Jahr 2000 fertiggestellten Mona-Lisa-Tunnels sind in absehbarer Zeit am Ende ihrer Lebensdauer angekommen. Daher ist es notwendig diese Anlagen einer Generalsanierung beziehungsweise Erneuerung zu unterziehen. Diese Sanierung ist erforderlich, damit die gesetzlich vorgeschriebene Sicherheit im Tunnel weiter gewährleistet werden kann.

Um die Verkehrsbeeinträchtigung möglichst gering zu halten, wurden im Vorfeld verschiedene Bauzeitvarianten hinsichtlich Durchführbarkeit und Kosten untersucht. Aus Gründen der technischen Sicherheit und der optimierten Baukosten wurde die Variante der dreimonatigen Tunnelsperre gewählt. Der Mona-Lisa-Tunnel wird somit im Verlauf der Umfahrung Ebelsberg und den anschließenden Straßenabschnitt bis zur Kreuzung mit der Lunzerstraße von 19. Juni bis 4. September 2023 für den Verkehr gesperrt.

Tunneleinfahrt im Norden, Foto Stadt Linz/DworschakTunneleinfahrt im Norden, Foto Stadt Linz/Dworschak

Fakten zum Tunnel

Der Mona-Lisa-Tunnel ist ein Straßentunnel im Süden von Linz, in den Bezirken Ebelsberg und Pichling. Der Tunnel befindet sich zwischen der Wiener Straße und dem Fluss Traun. Der einröhrige Tunnel mit einer Fahrspur pro Richtungsfahrbahn hat eine Länge von 775 Meter. An der Oberfläche queren Gleisanlagen der ÖBB und der Straßenbahn, die Neufelderstraße, der Panholzweg, die Uferstraße und die Traundorfer Straße den Tunnel. Die nächstgelegene Zufahrt im Westen ist noch vor der Traunquerung die Lunzerstraße, im Osten in Portalnähe die Traundorfer Straße.

Maßnahmen im öffentlichen Verkehr

  • Eine Begleitstraße (Moosfelderstraße) wird für alle bestehenden Buslinien freigegeben, zusätzlich erfolgt eine Freigabe der Blümelhuberstraße
  • Die Buslinie 11/19 wird ebenfalls über die Begleitstraße umgeleitet. In diesem Teilabschnitt fährt sie im 15-Minuten-Takt nur bis zur Haltestelle Simonystraße. Bei dieser Haltestelle wird die Linie in zwei Teilabschnitte aufgeteilt, damit eventuelle Stausituationen sich nicht auf den Regelverkehr auswirken.
  • Zusätzlich werden die OÖVV-Buslinien 400 und 409 über die Begleitstraße umgeleitet.
  • Kapazitätserhöhungen in der Straßenbahn und auf der S-Bahnstrecke werden aktuell geprüft.
  • Ebenfalls in Prüfung befinden sich weitere Buslinien-Umleitungsstrecken zu den Hauptbahnhöfen sowie eine Tarifanpassung.

Verkehrslenkende Maßnahmen für den motorisierten Individualverkehr

  • Die Begleitstraße wird für einspurige Fahrzeuge (Motorräder, Roller, Fahrräder) bei einer maximalen Geschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde freigegeben.
  • In Planung sind aktuell Änderungen der Straßenführungen sowie die Erstellung von alternativen Routenplänen.
  • Straßenpolizeiliche Maßnahmen, wie zum Beispiel Halteverbote
  • Anpassung der betroffenen Ampeln, unter anderem an der B1
  • In Prüfung befindet sich die Integration einer Mitfahr-App
  • Für Einsatzfahrzeuge ist eine Durchfahrt durch den Mona-Lisa-Tunnel während der gesamten Sperre möglich.

Maßnahmen für den Radverkehr

  • Schaffung von zusätzlichen temporären Radverleihstationen für das Linzer Citybike: Geplant sind drei Hauptstationen bei den Bahnhöfen Pichling und Ebelsberg sowie in der Solar City. Weitere sieben bis zehn Stationen werden auf die Wohngebiete verteilt.
  • Information über mögliche Radrouten: Die Stadt Linz erstellt eigene Pläne mit Infos über geeignete Radrouten.
  • Radler-Frühstück: Als Motivation auf das Fahrrad umzusteigen, gibt es die Möglichkeit ein so genanntes Radler-Frühstück anzubieten. Dies kann an bedeutsamen Stellen ausgegeben werden, wie etwa den Bahnhöfen oder entlang der Hauptradroute.
  • Fahrrad-Navigation und Belohnungssystem: Über eine App können für gefahrene Radkilometer Bonuspunkte gesammelt werden. Die Punkte können dann in Gutscheine für den lokalen Handel getauscht werden.
  • Fasanweg und Raffelstettnerstraße: Ertüchtigung zur Fahrradstraße (Zusätzliche Verbindung nach Asten)
  • Baumaßnahmen zur Stärkung der sanften Mobilität werden vorgereiht
  • Themen zum Radverkehr im Rahmen der Infoveranstaltung im Volkshaus Pichling

Die Stadt Linz erstellt eigene Routenpläne für den FahrradverkehrDie Stadt Linz erstellt eigene Routenpläne für den Fahrradverkehr

Kommunikationsmaßnahmen

  • Zentrale Informationsplattform auf www.linz.at/mona-lisa-tunnel mit Routenplänen für die Verkehrsumleitungen (Kfz und Lkw), Auskunftsplänen zu ÖV-Haltestellen und Routen, Citybike-Verleihstationen, Radrouten, FAQs zu Sanierung und Verkehrsmaßnahmen, Zeitpläne der Baumaßnahme, Infos zu Veranstaltungen.
  • Bürger*innen-Informationsveranstaltung in Pichling
  • Vorinformation an bestimmten Straßenabschnitten: Bereits einige Zeit vor der Sperre sollen Informationen zur Verkehrslenkung gegeben werden (zum Beispiel durch Verkehrszeichen oder digitale Überkopfanzeigen)
  • Laufende Information auf den städtischen Kommunikationskanälen (Medienservice, Website, Social Media, Newsletter, Infoscreens)
  • Infomaterial für die WKO für größere Arbeitgeber sowie Frächterinformation
  • Ggf. direkte Information mit angepasstem Infomaterial für sehr große Arbeitgeber
  • EVIS-Meldung über die Sperre (Echtzeit-Verkehrsinformation, auf die unter anderem Navigationssysteme zugreifen)
  • Infomaterial für die Umlandgemeinden

Wichtige Eckdaten

•    Mitte März: alle Auskunftspläne werden auf www.linz.at/mona-lisa-tunnel zu finden sein
•    Mitte Mai: Fertigstellung der Infobeschilderung an den betroffenen Straßenabschnitten
•    Ende Mai: Informationsveranstaltung im Volkshaus Pichling
•    Ende Mai: Fertigstellung Umbau Moosfelderstraße (Verbreiterung Bachquerung sowie Asphaltkeile Busausweichen)
•    Anfang Juni: Einrichtung der Baustellenbeschilderung
•    19. Juni: Baustellenbeginn
•    4. September: Verkehrsfreigabe

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart, MBA und LINZ AG-Vorstandsdirektorin Dr.in Jutta Rinner, MBA zum Thema „Sanierung Mona-Lisa-Tunnel – Begleitmaßnahmen zur Tunnelsperre“)

Weitere Gesprächspartner:
Ing. Mag. Peter Ilchmann, Direktor Gebäudemanagement und Tiefbau
Roman Minke, MSc, Abteilungsleiter Mobilitätsplanung
DI Oliver Wurz, Rosinak & Partner ZT GmbH

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