Medienservice vom: 13.02.2024 |Downloads zum Medienservice

Freiwillige Konzernbilanz 2022 der UGL Stadt Linz Unternehmensgruppe Stadt Linz - Garant für die sichere Versorgung aller Linzerinnen und Linzer

  • Bilanzsumme von 6,5 Milliarden Euro – 364 Millionen Euro investiert

Als einer der wichtigsten „Wirtschaftsmotoren“ der Landeshauptstadt wirkt die Unternehmensgruppe Stadt Linz (UGL), zu der neben dem Magistrat auch eine Reihe von Gesellschaften wie die Linz AG, die GWG, die Seniorenzentren, die LIVA oder die Tabakfabrik zählen. Mit mehr als 9.000 Mitarbeiter*innen bietet die UGL ein großes Leistungsspektrum für die Linzer Bürger*innen sowie für die Wirtschaft. Die Unternehmen dieses Konzern-Netzwerkes sorgen unter anderem dafür, dass die Energie- und Stromversorgung oder etwa ein stabiles öffentliches Verkehrsnetz gesichert sind. Ebenso stellen sie den Bürger*innen Freizeit- und Kulturmöglichkeiten sowie die Betreuung von Kindern und Senior*innen zur Verfügung. Zudem löschen sie Brände, halten die Stadt sauber und bieten leistbaren Wohnraum.  

Die UGL ist eine der größten Arbeitgeber*innen im Zentralraum und nach der voestalpine die zweitgrößte Lehrlingsausbildnerin der Landeshauptstadt. Die Stadt Linz erstellt seit 2007 einen freiwilligen Konzernabschluss für ihre Unternehmensgruppe mit Stichtag 31. Dezember. Dargestellt werden das Vermögen, das Eigen- und Fremdkapital sowie die daraus ableitbaren betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Der Konzernabschluss erfolgt zudem auf freiwilliger Basis. 

Die jüngste Konzernbilanz für das Jahr 2022 weist ein Vermögen von 6,5 Milliarden Euro aus. Die Eigenmittelquote von knapp 39 Prozent ist als „sehr gut“ einzustufen. Die Unternehmensgruppe investierte mit 364 Millionen Euro annähernd so viel wie die voestalpine in deren Linzer Standort und trug in der Krisenzeit des Jahres 2022 nach Ausbruch des Ukrainekriegs wesentlich zur Stabilisierung der Wirtschaft im oberösterreichischen Zentralraum bei.

Zudem war das Jahr 2022 von zunehmender Energieverknappung geprägt, wobei sich die Unternehmensgruppe Linz durch die weiterhin gewährte Leistbarkeit von Strom, Gas, Fernwärme etc. ebenfalls als Stabilisator sowohl für die heimische Industrie als auch für die Bevölkerung erwies.

„Die Unternehmensgruppe Stadt Linz leistet durch ihre enormen Investitionen einen bedeutenden Beitrag zur Festigung des Wirtschaftsstandorts Linz - sowohl in den wirtschaftlich schwierigen Jahren der Coronazeit als auch während der darauffolgenden krisenhaften Entwicklungen durch den russischen Angriff auf die Ukraine. Dieser hatte eine Verknappung und Verteuerung von Energie zur Folge. Zudem erbringt die UGL unentbehrliche Dienstleistungen, von denen neben den Linzer*innen in Summe bis zu 400.000 Menschen im oberösterreichischen Zentralraum profitieren. Die UGL wirkt darüber hinaus stützend für die Energiepreissituation des starken Wirtschaftsraums in und um die Landeshauptstadt“, unterstreicht Bürgermeister Klaus Luger den Stellenwert der UGL.

„Mit ihrem beträchtlichen Investitionsvolumen – 2022 waren das mehr als 360 Millionen Euro – leistet die Unternehmensgruppe auch einen Beitrag zur Stärkung der heimischen Bauwirtschaft, die aufgrund der gestiegenen Energiepreise ins Stocken kam“, sagt Luger weiters. Trotz dieser enormen Investitionen hat sich das Eigenkapital der UGL um 109 Millionen Euro oder 6 Prozent auf exakt 2,07 Milliarden Euro erhöht.

Die Unternehmensgruppe im Überblick (Stichtag: 31.12.2022)

Firmenwortlaut Rechtsform Anteile
Stadt Linz inkl. Unternehmen nach Statut (Kinder- und Jugend-Services) Gebietskörperschaft 100 %
Linz AG für Energie, Verkehr, Telekommunikation und Kommunale Dienste (Linz AG; Teilkonzern) AG 100 %
SZL Seniorenzentren Linz GmbH (SZL) GmbH 100 %
Ordnungsdienst der Stadt Linz GmbH (OSL) GmbH 100 %
IKT Linz GmbH (IKT) GmbH 99 %
DIH Arbeitswelt KMU GmbH (DIH) GmbH 60 %
Linzer Lokalbahn AG (LILO) AG 54,1 %
Flughafen Linz GmbH (FLG) GmbH 50 %
GWG Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft der Stadt Linz GmbH (GWG) GmbH 100 %
Immobilien Linz GmbH (ILG GmbH) GmbH 100 %
Immobilien Linz GmbH & Co KG (ILG KG) KG 100 %
Tabakfabrik Linz Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft mbH (TFL) GmbH 100 %
Donauparkstadion Linz Errichtungs- und Verwaltungs GmbH & Co KG (DPS) KG 100 %
City Management Linz GmbH (CML) GmbH 74,9 %
Linzer Veranstaltungsgesellschaft m.b.H (LIVA) GmbH 100 %
Ars Electronica Linz GmbH & Co KG (AEC) GmbH 100 %
Design Center Linz Betriebsgesellschaft mbH & Co KG (DCB) GmbH 85 %
Creative Region Linz & Upper Austria GmbH (Crea) GmbH 50 %
Museen der Stadt Linz GmbH (MUS) GmbH 100 %

 

Kennzahlen

2022
Bilanzsumme 6,5 Mrd. €
Eigenkapital 2,07 Mrd. €
Eigenmittelquote 38,8 %
Sachanlagevermögen 5,4 Mrd. €
Anlagenintensität 82 %
Finanzanlagevermögen 284,3 Mio. €
Fiktive Schuldentilgungsdauer 17,9 Jahre
Verbindlichkeiten 3,2 Mrd. €

Die Stadt Linz zählte 2022 zu den größten Investoren in die Infrastruktur - im Bild die Baustelle für das Donauparkstadion; Foto: PTU/H.P. Die Stadt Linz zählte 2022 zu den größten Investoren in die Infrastruktur - im Bild die Baustelle für das Donauparkstadion; Foto: PTU/H.P. 

Die Linz AG erbringt wichtige Ver- und Entsorgungsleistungen und zählt zu den bedeu-tendsten Investoren, unter anderem für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs; Foto: Linz AG Die Linz AG erbringt wichtige Ver- und Entsorgungsleistungen und zählt zu den bedeutendsten Investoren, unter anderem für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs; Foto: Linz AG 

Das Projekt „Poschacherpark“ ist ein Paradebeispiel für die Investitionstätigkeit der GWG; Grafik: GWG Das Projekt „Poschacherpark“ ist ein Paradebeispiel für die Investitionstätigkeit der GWG; Grafik: GWG 

Die Tabakfabrik expandiert als Hotspot für innovative Unternehmen weiter.  Foto: TFLDie Tabakfabrik expandiert als Hotspot für innovative Unternehmen weiter.  Foto: TFL

Der Flughafen Linz bietet zahlreiche Ziele an und ist das „Tor zur Welt“. Foto: Stadt LinzDer Flughafen Linz bietet zahlreiche Ziele an und ist das „Tor zur Welt“. Foto: Stadt Linz

Bilanz der Unternehmensgruppe Stadt Linz (Stichtag: 31.12.2022)

AKTIVA 2021 (T€) 2022 (T€) Veränderung in Prozent
Immaterielle Vermögensgegenstände 30.602 33.417 +9,2 %
Sachanlagen 5.307.889 5.364.140 +1,1 %
Finanzanlagen 286.364 284.324 -0,7 %
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 5.624.885 5.681.880 + 1,0 %
Vorräte 58.095 128.167 +120,6 %
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 345.388 493.201 42,8 %
Wertpapiere und Anteile 35.189 32.831 -6,7 %
Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 110.416 156.809 +42,0 %
SUMME UMLAUFVERMÖGEN 549.098 811.008 47,7 %
Rechnungsabgrenzungsposten 12.269 12.468 +1,6 %
Aktive latente Steuern 4.710 335 -92,9 %
BILANZSUMME 6.190.932 6.505.691 +5,1 %
       
PASSIVA 2021 (T€) 2022 (T€) Veränderung in Prozent
Eigenkapital 1.960.357 2.069.187 +5,6%
(davon Anteile anderer Gesellschaften) 50.126 33.744 -32,7 %
Investitionszuschüsse 271.602 278.265 +2,5 %
Bau- und Anschlusskostenbeiträge 173.996 174.693 +0,4 %
Rückstellungen 815.993 738.800 -9,5 %
Verbindlichkeiten 2.950.295 3.225.376 +9,3 %
Rechnungsabgrenzungsposten 18.689 19.371 +3,6%
BILANZSUMME 6.190.932 6.505.691 +5,1 %

Eigenkapital erhöht

Das Eigenkapital erhöhte sich exakt um 108,8 Millionen Euro oder 5,6 Prozent auf 2,07 Milliarden Euro. Die Rückstellungen lagen bei rund 740 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten lagen bei 3,2 Milliarden Euro. Zum Vergleich lagen sie im Vorjahr bei 2,95 Milliarden Euro. Innerhalb der Verbindlichkeiten stiegen die reinen Finanzverbindlichkeiten um 57,3 Millionen Euro oder 2,2 Prozent auf rund 2,65 Milliarden Euro an. Grund dafür ist vor allem die hohe Investitionstätigkeit in der Linz AG, der ILG und der Donauparkstadion-Gesellschaft (DPS).

Die Eigenmittelquote betrug rund 38,8 Prozent und ist damit gegenüber dem Vorjahr stabil. Werte von mehr als 30 Prozent gelten in Fachkreisen als „sehr gut“. Die Anlagen-intensität ist mit 87 Prozent (Vorjahr 91 Prozent) als hoch einzustufen und unterstreicht die hohe Investitionstätigkeit in der UGL.

Der Anlagendeckungsgrad (zeigt die Finanzierung des Anlagevermögens durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital) beläuft sich auf eine Quote von 90,2 Prozent (VJ 95,2 Prozent). Dieser hohe Anlagendeckungsgrad zeigt, dass das langfristige Vermögen im Sinne der „Goldenen Bilanzregel“ überwiegend langfristig finanziert wird. Betriebswirtschaftliche Autoren beurteilen Unternehmen mit einer Eigenmittelquote von über 30 Prozent mit „sehr gut“.

Die fiktive Schuldentilgungsdauer betrug 18 Jahre (2021: 19,6 Jahre), das bedeutet, dass die Nettoschulden (=Schulden abzüglich der liquiden Mittel) bei angenommen unveränderter Ertragskraft in diesem Zeitraum getilgt werden könnten. Der Wert lag 2022 somit besser als im vorangegangenen Jahr.

Sachanlagevermögen der UGL von 5,4 Milliarden Euro

Das Sachanlagevermögen lag 2022 bei 5,4 Milliarden Euro, um 1,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Es stellt einen Wert für Generationen dar.

Spitzenreiter beim Sachanlagevermögen 2021 (Mio. €) 2022 (Mio. €)
Stadt Linz 1.759 1.745
Linz AG (Teilkonzern) 1.580 1.610
ILG KG 832,1 849,4
GWG 733,8 731,9
Seniorenzentren 60,2 54,8
Tabakfabrik 55,8 65,6
LILO 52,3 55,9
Flughafen 40,9 41,5
Donauparkstadion 6,7 28,9

364 Millionen Euro investiert

Investitionen von 364 Millionen Euro stärkten 2022 das städtische Vermögensfundament und trugen in Zeiten der multiplen Krisen beträchtlich zur Stabilisierung der Wirtschaft bei. So gelang es, die Preise für Energie für Konsument*innen moderat zu halten und einen überdurchschnittlichen Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen zu verhindern.

Beispielsweise wurden im Jahr 2022 folgende Investitionen getätigt: 

Linz AG 162 Millionen Euro (2021: 152,7 Millionen Euro), darunter das Projekt „Neuland / Hafenbahnhof“; Errichtung Netzgebäude (vormals Wick-Areal); Anschaffung von Elektro-Hybrid­Bussen, 5G-Ausbau, Fernwärme- und Fernkälteausbau, diverse Netzbau-Projekte sowie Entwicklung von Projekten zur Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung sowie Projektstart „Wärmewandler" Kraftwerk Mitte.

Stadt Linz 71 Millionen Euro (2021: 111 Millionen Euro), davon rd. 23 Millionen Euro für Straßenausbau inklusive Radwege (unter anderem Restfinanzierung Neue Eisenbahnbrücke, Umfahrungsstraße Ebelsberg, Westring A 26) sowie rund 6,7 Millionen Euro für Soziales (insbesondere für Investitionen für Senior*innenzentren und Lifteinbauten).

GWG 44 Millionen Euro (2021: 52 Millionen Euro), davon 15 Millionen in Neubauprojekte, darunter die Projekte „Am Weidingerbach", Wiener Straße / Zeppelinstraße", „Poschacherpark", „Adolf-Dietl-Weg", „Derfflingerstraße" (3. Etappe) bzw. „Wimhölzel-Hinterland". 2022 war der Baubeginn für 54 Wohnungen, weitere 174 Wohnungen waren in Bau und 232 Wohnungen wurden fertig gestellt.

ILG Immobiliengesellschaft 29 Millionen Euro (2021 31,7 Millionen Euro), unter anderem Adaptierung der Sport-MS Kleinmünchen und der Ballsporthalle, VS und Hort Pichling (Sanierung und Ersatzbau), VS / MS und Hort Rennerschule (Erweiterung), Krabbelstube Löwenfeldvilla (Ausbau), VS Aubrunnerweg (Sanierung und Horteinbau) sowie VS und Hort Goethestraße (Sanierung), Sicherheitseinrichtungen im Neuen Rathaus (Schleuse). 

Donauparkstadion Linz Errichtungs- und VerwaltungsGmbH & Co KG 22 Millionen Euro für die Errichtung des neuen Donauparkstadions (Fertigstellung Rohbau sowie Ausbau). 

Tabakfabrik: 12 Millionen Euro (2021: 15 Mio. Euro) für die Generalsanierung der denkmalgeschützten Gebäude am Tabakfabrik-Areal, die Sanierung des ehemaligen Kraftwerkes und Umnutzung in eine Brauerei mit Gastronomiebereich und Veranstaltungssaal.

Größte Investoren 2021 (Mio. €) 2022 (Mio. €)
Linz AG 152,7 162,1
Stadt Linz 111 70,5
GWG 51,8 43,5
ILG KG 31,7 28,9
Donauparkstadion 6,7 22,2
Tabakfabrik 15,3 11,6

9.294 Mitarbeiter*innen

Im Jahr 2022 waren 9.294 Personen im Ausmaß von 8.089 Vollzeitkräften, jeweils im Jahresdurchschnitt, für die Unternehmensgruppe Stadt Linz tätig.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Konzernbilanz der Unternehmensgruppe Stadt Linz für das Jahr 2022“

Weiterer Gesprächspartner:
Dr. Christian Schmid, Geschäftsführer UGL

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