Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz und EU zieht Bilanz Ein erfolgreiches Jahr 2024 und ein spannender Ausblick auf 2025
„Mit der Abteilung Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz und EU (WIKE) der Stadt Linz blicken wir auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr 2024 zurück. Zahlreiche wegweisende Projekte, innovative Initiativen und bedeutende Auszeichnungen prägten das vergangene Jahr und unterstreichen die Rolle von Linz als Vorreiterin für nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Innovationskraft“, so der geschäftsführende Vizebürgermeister Dietmar Prammer einleitend.
Höhepunkte des Jahres 2024
1. Klimaschutz und Wasserstoff – vom Klimaneutralitätskonzept bis zum re_use-Kongress
Ein wesentlicher Meilenstein war der Beschluss des Klimaneutralitätskonzeptes im März-Gemeinderat. Das Konzept „Klimaneutrale Industriestadt Linz 2040“ dient als strategische und fachliche Grundlage für ein klimaneutrales Linz. Dieses gesamtstädtische Konzept wurde zusammen mit Stakeholder*innen innerhalb wie auch außerhalb der Stadt Linz sowie mit Bürger*innen entwickelt. Mit dem Pionierprojekt „Linz mit Ambitio3xn“ geht Linz ebenso mit gutem Beispiel voran. Damit will Linz den Weg zur Klimaneutralität beschleunigen, dafür wurde die Stadt Linz vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) im Rahmen der Mission "Klimaneutrale Stadt" gefördert. Die H2 Convention bediente sich bereits zum zweiten Mal positiver Resonanz. Bei dieser großen Fachtagung treffen zahlreiche Entscheidungsträger*innen und Expert*innen aufeinander, um kollaborativ und erfolgreich in die Zukunft zu gehen. Über 1.000 Personen besuchten Ende November 2024 die Wasserstoff-Tagung. Eine weitere wichtige Initiative startete die Stadt Linz mit dem „re_use Linz“-Kongress, bei dem es sich um die emissionsarme Kreislaufwirtschaft im Bausektor handelt. Damit stellt die Stadt Linz gemeinsam mit der Bauwirtschaft die Weiche für klimaneutrales Bauen.
Neben der Fortsetzung dieser zentralen Projekte beschäftigte sich der Bereich „Klimaschutz und Wasserstoff“ auch in diesem Jahr mit dem städtischen Klimafonds und den Project Labs Wasserstoff.
„Unser Ziel ist es, bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Diese Herausforderung lässt sich nicht über Nacht bewältigen, sondern erfordert die gemeinsame Anstrengung aller Kräfte in unserer Stadt. Linz nimmt diese Verantwortung ernst und setzt sowohl Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel als auch umfangreiche Schritte zur Erreichung der Klimaneutralität um“, ist sich Prammer sicher.
2. Der Innovationshauptplatz und seine vielfältigen Projekte
Das wohl schönste Highlight: der Innovationshauptplatz feierte im Juli 2024 bereits 5 Jahre Bestehen!
Vom Digitalen Elternabend über „Linz hACkT“ bis hin zu „Create your City!“ – der Innovationshauptplatz setzt auf eine Bandbreite von Projekten, um die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen abzuholen. Große Erfolge verzeichneten Veranstaltungen wie etwa Create your City!, die Tour der Linzer Innovation sowie Sciencity am Hauptplatz. Über 550 Kinder und Jugendliche konnten bei Create your City! seit 2023 erreicht werden, bei der Tour der Linzer Innovation seit fünf Jahren über 5.000. Neben vielfältigen interaktiven Projekten betreut der Innovationshauptplatz auch das Gründer*innenstipendium, welches 2024 bereits zum dritten Mal vergeben wurde. Auch der Pop-Up-Store direkt am Hauptplatz (Ecke Pfarrgasse) gibt Projekten, Unternehmen, Initiativen und Organisationen die Möglichkeit, ihr Angebot zu präsentieren. Seit Eröffnung im Jahr 2020 waren bereits 37 Projekte im Store vertreten.
Auf der Bürger*innenbeteiligungsplattform, welche 2021 mit dem Österreichischen Verwaltungspreis ausgezeichnet wurde, reichen zahlreiche Bürger*innen laufend ihre Projektideen für Linz ein.
„Dies zeigt einmal mehr, wie sehr wir auf die Einbindung der Bürger*innen bedacht sind. Dadurch kann die Entwicklung unserer Stadt gemeinsam gestaltet werden. Das sehen wir bspw. auch beim Innenstadtkonzept – mit der Unterstützung der Bevölkerung können Konzepte noch zielgerichteter erstellt und in Folge umgesetzt werden“, betont der gf. Vizebürgermeister Dietmar Prammer.
All das u.v.m. ebnete den Weg ins Finale des „The European Capital Innovation Awards“ (iCapital). Der zweite Platz als „Rising Innovation City“ bestätigt die Linzer Innovationskraft. Mit dem Preisgeld in Höhe von € 50.000,- wurden Ende des Jahres Ideen für den Stadtteil 4030 gesucht. Beinahe 50 Ideen reichten Bürger*innen, Initiativen oder Vereine ein. Noch im Jänner kommt es zu einer Auswertung durch eine Fachjury und ein Communityvoting sowie der Verleihung.
3. Wirtschaft und EU
Linz zählt als zentraler Wirtschaftsmotor – sowohl in Oberösterreich als auch auf nationaler Ebene. Umso wichtiger ist es, diesen weiter voranzutreiben. Rund 1.000 Neugründungen von Unternehmen jährlich zeigen, dass Linz ein attraktiver Standort ist.
Die Wirtschaftsabteilung fördert gezielt die Vernetzung von Start-ups mit Linzer Unternehmen und der Linzer Unternehmen untereinander. Gleichzeitig bietet sie umfassende Unterstützung seitens der Stadt für Großbetriebe, kleine und mittlere Unternehmen (KMUs), den Handel und das Gewerbe in Linz. Ein Beispiel dafür sind etwa die städtische Jungunternehmer*innen-Förderung im TechCenter, der Neuen Werft und Tabakfabrik Linz sowie im Open Innovation Center (OIC). 60.000 Euro in Form von Mietzuschüssen konnten dadurch gewährt werden. Unterstützung gibt es aber auch bspw. durch die Veranstaltungsreihe „Expats Café“. Dieses hilft Fachkräften, die in Linz vorübergehend arbeiten, in Linz Fuß zu fassen. „Linz Connects“ wiederum verbindet die Linzer Wirtschaftsbetriebe mit IT-Unternehmen.
„Ich denke mit dem Expats Café, mit welchem wir bereits 350 Expats erreichten, entlasten wir insbesondere große Unternehmen, indem wir durch unsere städtischen Expert*innen eine Reihe an Informationen bieten können“, betont Prammer.
Eine der zentralsten Aufgaben wird nun die Erarbeitung eines neuen Wirtschafts- und Innovationsprogrammes, welches die strategische Ausrichtung der Stadt Linz für die nächsten Jahre stellen soll. „Angesichts der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation in Europa ist es unerlässlich, die regionale Wirtschaft optimal auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten. Nur durch ein tiefgreifendes Verständnis der unternehmerischen Bedürfnisse und Perspektiven – von großen Unternehmen bis hin zu KMUs – können wir gemeinsam nachhaltige und zukunftsweisende Strategien entwickeln, um Linz als Wirtschaftsstandort langfristig zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit zu halten“, so Prammer und Zuljevic unisono.
Gemeinsam in eine nachhaltige und innovative Zukunft
„Das Jahr 2024 war ein Beweis dafür, was möglich ist, wenn Wirtschaft, Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen“, so der Geschäftsführende Vizebürgermeister Dietmar Prammer. „Die Abteilung Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz und EU hat einmal mehr bewiesen, dass Linz ein Zentrum für zukunftsweisende Ideen und nachhaltige Entwicklung ist. Wir sind stolz auf das Erreichte und freuen uns auf die Herausforderungen und Chancen im heurigen Jahr“, konkludiert Ana Zuljevic, Abteilungsleiterin WIKE.
Mit diesen Errungenschaften ist Linz bestens gerüstet, um auch 2025 eine Vorreiterrolle in den Bereichen Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz und Wasserstoff einzunehmen.