Erfolgreicher Kampagnen-Start von Cop & Che in Linz Meet & Greet, Experteninterviews und Videodrehs mit den Alltagshelden am 10. Mai auf der Donaulände
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Videos für Prävention, Respekt und gesellschaftlicher Zusammenhalt bereits 35 Millionen Mal geklickt
Die Stadt Linz startete im März 2025 eine wegweisende Social-Media-Kampagne, die sich auf die Prävention von Extremismus und der Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und gegenseitigen Respekt konzentriert. Mit „Cop & Che in Linz“ spricht die Stadt Linz insbesondere Jugendliche mit Videos direkt auf TikTok und Instagram an, fördert so unmittelbar den Dialog, will Vorurteile abbauen, gesellschaftliche Spaltungen überwinden und eine friedliche Gemeinschaft stärken. Die Kampagne bringt spannende Inhalte und Mitmach-Aktionen auf Social Media und an Linzer Schulen, bei denen sich Schüler*innen aktiv in die Diskussion einbringen können. In den sozialen Medien wird somit den Jugendlichen ein bewusster Gegenentwurf zu radikalisierenden Inhalten angeboten.
35 Millionen Mal wurden die Videos von „Cop & Che“, die nicht nur mit ihrem ganz eigenen Stil kommunizieren, sondern auch oft mit einem Augenzwinkern aufklären, mittlerweile angeklickt. Für Erwachsene ist das Duo größtenteils unbekannt, aber für Jugendliche ist der 25-Jährige Ahmad aus Tschetschenien ein Star, vor allem seit er dem Wiener Grätzel-Polizisten Uwe auf TikTok all die Fragen stellt, die der Community unter den Nägeln brennen. Gemeinsam mit der Journalistin Edith Meinhard, zeitgleich auch die Autorin des 2024 erschienen Buches mit dem „Titel Cop & Che“, dem Fotograf und Videoproduzent Christopher Glanzl und dem Jugendsozialarbeiter Fabian Reicher, bestreiten die beiden jetzt eine neue Challenge, nämlich Linz „besser und sicherer zu machen“!
Die Kampagne bringt zwei kontrastierende Figuren zusammen: Uwe, ein Grätzlpolizist aus Wien, und Ahmad, ein junger Mann aus Tschetschenien, der in eine Parallelwelt aus religiösem Extremismus und Jugendkriminalität geraten war. Ihr Weg zur Zusammenarbeit ist ein beeindruckendes Beispiel für Respekt und Verständigung auf Augenhöhe. Gemeinsam stellen sie humorvolle und interaktive Videos auf TikTok und Instagram, die Fragen aus der Community beantworten und gesellschaftliche Stereotype hinterfragen. Die Videos, die seit 2022 mehr als 35 Millionen Aufrufe erzielt haben, zeigen, wie das Überwinden von Ängsten und Vorurteilen zu einem produktiven Dialog führen kann.
„Mit ‚Cop & Che in Linz‘ bieten wir eine positive Alternative, die Wissen vermittelt, Diskussionen anregt und für Respekt, Demokratie sowie auf gesellschaftlichen Zusammenhalt sensibilisiert. Die hohen Zugriffszahlen zeigen deutlich, wie erfolgreich die Kampagne bis jetzt ist, und dass wir genau den ‚Puls‘ der Zeit treffen. Besonders wichtig ist dabei der direkte Kontakt mit den Jugendlichen – sowohl online als auch vor Ort. Diese Initiative zeigt, wie moderne Kommunikationsmittel genutzt werden können, um gesellschaftlich relevante Themen wie Extremismusprävention und Gewaltfreiheit zu vermitteln. Bildung, Aufklärung und der offene Dialog bilden das Fundament für ein respektvolles Miteinander – und genau das brauchen wir, um einer Spaltung der Gesellschaft wirksam entgegenzutreten“, sagt Integrationsreferentin Vizebürgermeisterin Tina Blöchl.
„Cop und Che bedeutet für mich, dass meine Stimme und die der Jugendlichen endlich laut genug ist, um nicht mehr überhört zu werden. Und das ist leider notwendig, weil wir ihnen zu selten wirklich zuhören. Wie man trotz Meinungsverschiedenheiten gut miteinander auskommt, ist unser Motto. Und obwohl es ‚in Linz beginnt‘, fing es in Wien an und geht hier weiter“, freut sich Ahmad alias „Che“ über den breiten Zuspruch und das große Interesse und berichtet über seine Erfahrungen in Linz „Die Unterstützung die wir bei unserer neuen Challenge, Linz nach Wien zur lebenswertesten Stadt der Welt zu machen, und zwar für alle, ist überwältigend! Egal ob an den Schulen oder bei den Video-Drehs auf der Straße, das Interesse am Austausch mit uns war immens groß. Auch unser Buch kam sehr gut an. Wir wurden bei unseren Aktionen in Linz so oft wie noch nie getagged, geliked und unsere Beiträge so oft wie noch nie geshared und wir haben auch viele neue Follower gewonnen. Das macht uns eine große Freude, und zeigt uns, dass wir gemeinsam am richtigen Weg sind. Wir wollen eine gute, gemeinsame Zeit verbringen mit den Jugendlichen, das ist es, worauf es am Ende ankommt!“.
„Ich empfinde es als Berufung den Kids in unseren Videos zu erklären, was sie dürfen, was erlaubt ist und was nicht. Nach Wien ist es uns auch in Linz wichtig zu zeigen, dass Gespräche auf Augenhöhe und das Akzeptieren von anderen Meinungen die bedeutendste Basis für ein friedliches Zusammenleben sind“, so „Cop“ Uwe über die Relevanz von gegenseitigem Respekt. Über den Austausch in Linz sagt er: „Mehr Fußball- oder Sportvereine, mehr Freiheiten, mehr Orte wo sich die Jugendlichen aufhalten können, gratis Öffis für junge Menschen, vor allem auch ein respektvollerer Umgang miteinander sind die größten Wünsche Jugend. Auch dass die Menschen ein bisschen positiver sind, aber damit haben wir in Wien ja auch unsere Erfahrungen. Aber einfach, dass wir da waren und zugehört haben, wenn und wo der Schuh drückt, war wirklich dringend notwendig. Als Gesellschaft machen wir das zurzeit einfach zu wenig.“
Ziele der Kampagne
- Vorurteile abbauen und kritisches Denken fördern
- Den Dialog zwischen Jugendlichen und lokalen Persönlichkeiten stärken
- Jugendlichen ansprechend und verständlich Wissen über rechtliche Rahmenbedingungen und Konsequenzen vermitteln
Formate der Kampagne
- Straßenumfragen und Q&A-Videos zu den Themen Integration & Vorurteile
- Lesungen und Events in Schulen mit Ahmad, Uwe und der Autorin Edith Meinhard
- Meet & Greets an jugendrelevanten Orten in Linz für direkte Gespräche mit Jugendlichen
Umsetzung und Reichweite
- Social Media: Über 40 TikTok-Videos sowie begleitende Inhalte auf Instagram (Reels, Stories, Fotos) wurden bereits produziert.
- Schulevents: Zwei Lesungen und interaktive Workshops in Linzer Schulen wurden organisiert zur Buchpräsentation: „Cop und Che. Wie ein Tschetschene und ein Polizist zu TikTok-Stars wurden“
- Partizipation: Jugendliche sind aktiv in die Erstellung der Inhalte involviert, was eine nachhaltige Wirkung gewährleistet.
- Nachhaltige Wirkung und Verfügbarkeit: Die Kampagneninhalte bleiben auf den Social-Media-Kanälen zugänglich unter den Hashtags #CopUndChe und @CopUndChe sowie @a._mtv begleitet.
„Unsere Stadt lebt von Vielfalt und einem respektvollen Miteinander. Damit das Zusammenleben gelingen kann, braucht es Bildung, Aufklärung und Dialog. Junge Menschen werden in sozialen Medien immer häufiger mit extremistischen Botschaften konfrontiert, deshalb ist es so wichtig, sie genau dort, in ihren Lebensrealitäten abzuholen. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie moderne Kommunikation genutzt werden kann, um mit Jugendlichen über gesellschaftliche Herausforderungen zu sprechen und eine positive, respektvolle Auseinandersetzung zu fördern“, betont Integrationsreferentin Vizebürgermeisterin Tina Blöchl.
Upcoming Events mit „Cop & Che“:
Meet & Greet an der Donaulände am 10. Mai 2025 um 15 Uhr: Ein großes Highlight für die „Cop & Che“ Community wird der 10. Mai. An diesem Tag haben die Linzer Fans die Chance ihre Alltags-Idole hautnah zu erleben, kennenzulernen, zu treffen, ihre Fragen zu stellen. Mittels Online-Voting wurde die Donaulände als „the place to be“ ausgewählt. Linzer Jugendliche können die Chance ergreifen und ihre Alltagshelden „Cop & Che“ auf der Donaulände höchstpersönlich kennenlernen. Der Treffpunkt wurde von ihren Fans über Social-Media-Kanäle abgestimmt. Auch auf der Landstraße, am Bahnhof, im Volksgarten, am OK Platz und bei der Goethekreuzung sind weitere Q&A – Sessions, Expert*innentalks und Videodrehs geplant.
„Wir wollen hautnah zur Verfügung stehen, miteinander quatschen, die Kids können und sollen uns ihre Fragen stellen, wir wollen für sie da sein. Wir werden Straßeninterviews für unsere Videos aufnehmen. Und natürlich können die Jugendlichen auch Selfies mit uns machen oder Autogramme holen. Im Grunde geht es darum, dass wir eine schöne Zeit miteinander verbringen, denn das ist das Wichtigste im Leben“, freuen sich „Cop & Che“ auf das Treffen mit ihren Followern.
„Cop & Che“ live on Stage beim: River of Change II (Woche der Vielfalt), Donaulände, 10. Mai 2025, 18 Uhr
Das Festival bleibt seiner Tradition treu: Vielfältige künstlerische Darbietungen, die nicht nur unterhalten, sondern das Publikum auch zum Nachdenken anregen und die zentrale Botschaft von „River of Change“ kreativ und eindrucksvoll vermitteln. Am 10. Mai von 18 bis 22 Uhr startet die „Woche der Vielfalt“ mit der Musikveranstaltung „River of Change II“. In einer Gesellschaft, die zunehmend durch kulturelle und soziale Vielfalt geprägt wird, ist es besonders wichtig, Jugendliche frühzeitig für zentrale Themen wie Frieden, Rassismus und Gleichberechtigung zu sensibilisieren. Diese bedeutenden Themen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung und werden auf vielfältige Weise aufgegriffen.
„River of Change II“ bietet eine einzigartige Plattform, die durch künstlerische Beiträge und Performances zur Diskussion über diese gesellschaftlich relevanten Themen anregt. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und das Bewusstsein für die Bedeutung von Vielfalt zu stärken. Das Herzstück der Veranstaltung bilden die vielfältigen künstlerischen Darbietungen, die von Künstler*innen unterschiedlicher Disziplinen präsentiert werden. Auf der Bühne an der Donaulände erwartet uns ein abwechslungsreiches Programm mit Performances, die zum Nachdenken anregen und den Dialog über die behandelten Themen fördern.
Das Herzstück des Festivals bilden die vielfältigen künstlerischen Beiträge, die von Künstler*innen aller Art dargeboten werden (Aist Connexion, Snessia x Unrat, Urban Cult, Dj Selectress Coco, Urban Dance Club, Ungarischer Tanzverein Ne-Felejts)
(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Integrationsreferentin Vizebürgermeisterin Tina Blöchl)
Fotos
- Druckdatei (JPEG | 5,95 MB) 45 x 30 cm mit 300 dpi Foto: Andreas Brugger
Integrationsreferentin Vizebürgermeisterin Tina Blöchl und die Alltagshelden Cop & Che freuen sich über den Erfolg ihrer Kampagne für Respekt und Dialog in Linz.
Foto: Stadt Linz/Brugger
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