Medienservice vom: 02.05.2025

Stadt Linz stellt historische Dokumentation zur „Sammlung Gurlitt“ online Ein wichtiger Beitrag zur Provenienzforschung und Erinnerungskultur

Das Archiv der Stadt Linz hat die im Jahr 1999 veröffentlichte Dokumentation zur „Sammlung Gurlitt“ der Neuen Galerie der Stadt Linz (heute Lentos Kunstmuseum Linz) nun online zugänglich gemacht. Damit wird ein bedeutender Beitrag zur Provenienzforschung und zur historischen Aufarbeitung nationalsozialistischer Kunsttransaktionen öffentlich einsehbar.

Die im Auftrag des damaligen Bürgermeisters 1998 begonnene Untersuchung hatte zum Ziel, die Herkunft der von Wolfgang Gurlitt erworbenen Kunstwerke zu klären. Im Zentrum stand die Frage, ob sich Hinweise auf Raubkunst beziehungsweise Werke aus ehemals jüdischem Besitz finden lassen. Darüber hinaus beleuchtet die Dokumentation auch die Biografie Wolfgang Gurlitts, insbesondere seine Rolle während der NS-Zeit sowie das komplexe Verhältnis zur Stadt Linz.

 „Die Online-Stellung der Gurlitt-Dokumentation ist ein klares Zeichen für Transparenz und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit unserer Geschichte. Die Stadt Linz bekennt sich zur aktiven Aufarbeitung ihrer Vergangenheit. Diese Offenlegung ermöglicht nicht nur eine wissenschaftliche Auseinandersetzung, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und zur Gerechtigkeit gegenüber den Opfern des NS-Regimes“, betont Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger die Bedeutung dieser Veröffentlichung.

Damit schafft die Stadt Linz einen niedrigschwelligen Zugang zu einem zentralen Dokument der städtischen Kunst- und Zeitgeschichte. Die vollständige Dokumentation ist ab sofort auf der Website des Archivs der Stadt Linz abrufbar.
 

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