Medienservice vom: 26.05.2025

Sozialhilfe: Anstieg setzt sich fort Steigende Lebenshaltungskosten und angespannter Arbeitsmarkt sind existenzbedrohend

Im 1. Quartal 2025 verzeichnet die Stadt Linz erneut einen Anstieg der Sozialhilfebezieher*innen. Insgesamt 2.175 Personen erhielten in diesem Zeitraum Unterstützung – ein Anstieg gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres (1.882 Personen).

„Diese Zahlen sind Ausdruck einer Realität, die viele Menschen in Linz derzeit spüren: Die wirtschaftliche Lage verschärft sich weiter, insbesondere für Haushalte mit geringen oder instabilen Einkommen“, erklärt Sozialreferentin und Vizebürgermeisterin Karin Hörzing. „Steigende Lebenshaltungskosten, hohe Energiepreise und ein zunehmend angespannter Arbeitsmarkt wirken sich unmittelbar auf die finanzielle Stabilität vieler Familien und Einzelpersonen aus.“

Ein Anstieg der Sozialhilfebezieher*innen ist in allen Bevölkerungsgruppen zu verzeichnen. Sowohl bei österreichischen Staatsbürger*innen als auch bei anerkannten Flüchtlingen stieg die Zahl der Unterstützungsbeziehenden an. Auffällig ist zudem der Zuwachs bei Minderjährigen sowie bei volljährigen Personen, die trotz Einkommen auf Sozialhilfe angewiesen sind. Auch bei Haushaltsgrößen ab zwei Personen ist ein Anstieg erkennbar. Die größte Gruppe unter den Bezieher*innen bleiben jedoch weiterhin die Einpersonenhaushalte.

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen Menschen nicht nur kurzfristig unterstützen, sondern Perspektiven schaffen – durch Qualifizierung, gezielte Integrationsmaßnahmen in den Arbeitsmarkt (beispielsweise durch das städtische Programm "Jobimpuls") und eine starke soziale Infrastruktur“, so Hörzing. „Soziale Sicherheit ist kein Almosen, sondern eine Investition in eine gerechtere Gesellschaft.“
 

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