Digitalisierung braucht Menschlichkeit – Generationen im Dialog Beim Panel „Zwischen Fortschritt und Fürsorge – Altersgrenzen im digitalen Raum“ im Linzer Ars Electronica Center diskutierten Vertreter aus Politik, Bildung und Gesellschaft über Chancen im digitalen Wandel.
Wie gelingt „Digitalisierung für alle“? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt des generationsübergreifenden Panels im Linzer Ars Electronica Center, das am Freitag, den 17. Oktober 2025, zahlreiche Interessierte und Experten zusammenführte. Unter dem Titel „Zwischen Fortschritt und Fürsorge – Altersgrenzen im digitalen Raum“ diskutierten Staatssekretär Alexander Pröll, Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer, Gerfried Stocker (Ars Electronica), Martina Gaisch (FH Hagenberg), Josef Pühringer (Seniorenbund OÖ) und Julia Peinbauer (Kindergartenpädagogin) über Chancen, Risiken und gesellschaftliche Verantwortung im digitalen Wandel.
Im Zentrum stand die Frage, wie digitale Technologien so gestaltet werden können, dass sie Zugang, Bildung und Teilhabe über alle Altersgruppen hinweg ermöglichen. Von den ersten digitalen Lernschritten im Kindergarten bis zu den Herausforderungen älterer Menschen im Umgang mit E-Government und KI – deutlich wurde, dass Digitalisierung kein Selbstzweck ist, sondern Werkzeug und Verantwortung zugleich.
Alexander Pröll, Staatssekretär für Digitalisierung: „Unser Ziel ist, dass Menschen aller Altersgruppen von den Chancen der Digitalisierung profitieren – sei es im täglichen Leben, im Bildungsbereich oder im Austausch mit Behörden. Damit das gelingt, müssen wir sie darin bestärken, digitale Technologien sicher zu nutzen, und ihnen deutlich machen, welchen persönlichen Nutzen sie daraus ziehen können.“
Doris Lang-Mayerhofer, Stadträtin für Kultur, Tourismus und Kreativwirtschaft: „Digitalisierung bedeutet Fortschritt, aber auch Verantwortung. Gerade auf kommunaler Ebene müssen wir darauf achten, dass niemand ausgeschlossen wird. Weder die Jüngsten noch die Ältesten. Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es ein klares Bekenntnis zu Innovation und Zusammenarbeit. Dazu gehört auch eine digitale Grundbildung bereits in der Schule, damit die nächste Generation die notwendigen Kompetenzen für die Zukunft erhält.“
Gerfried Stocker, Co-CEO & Artistic Director Ars Electronica: „Technologie entwickelt sich in atemberaubender Geschwindigkeit. Die eigentliche Herausforderung liegt darin, Schritt zu halten, ohne uns selbst zu verlieren. Digitalisierung soll Werkzeuge schaffen, keine Mauern. Sie muss uns verbinden, nicht trennen.“
Dr. Josef Pühringer, Landeshauptmann a.D.; Landesobmann Seniorenbund OÖ: „Digitalisierung darf nicht zu einer neuen sozialen Grenze werden. Gerade ältere Menschen müssen aktiv mitgenommen werden – durch niederschwellige Angebote, Schulungen und Begegnung. Technik kann verbinden, wenn wir sie richtig einsetzen.“
Das Panel zeigte eindrucksvoll, dass Digitalisierung weit mehr ist als technischer Fortschritt, denn sie ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die nur im Miteinander gelingt. Bildung, Politik und Kultur tragen gleichermaßen Verantwortung, digitale Chancen allen zugänglich zu machen und Ängste abzubauen. Gerade im Spannungsfeld zwischen Innovation und Menschlichkeit wird sich entscheiden, ob Digitalisierung zu mehr Lebensqualität für alle führt.
Fotos
- Druckdatei (JPG | 2,57 MB) 30 x 20 cm mit 300 dpi Foto: BKA/Wenzel
Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer
Foto: BKA/Wenzel - Druckdatei (JPG | 2,32 MB) 30 x 20 cm mit 300 dpi Foto: BKA/Wenzel
Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer & Staatssekretär Alexander Pröll
Foto: BKA/Wenzel
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