Projekt Klimafonds der Stadt Linz läuft aus Stadtrat Gegenhuber: “Die Bürger*innen erwarten sich, dass auch eigene Projekte kritisch hinterfragt werden”
Im Zuge der Budgeterstellung hat Finanzstadtrat Thomas Gegenhuber auf der Suche nach Einsparpotenzialen auch in seinen eigenen politischen Wirkungsbereichen jeden Stein umgedreht. Schweren Herzens erfolgte die Entscheidung, den Klimafonds der Stadt Linz auslaufen zu lassen. Der Klimafonds der Stadt Linz ist pro Jahr mit einer Million Euro dotiert. Die dort eingereichten Projekte werden von einer interdisziplinären Fachjury hinsichtlich ihrer Förderwürdigkeit begutachtet. „Es gab in der Vergangenheit viele großartige Projekte, die vom Klimafonds gefördert wurden und mir ist bewusst, dass viele Menschen sehr viel Zeit und Energie investiert haben. Durch die Einreichungen der Projektpartner*innen kamen viele Impulse, die allesamt einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dafür möchte ich mich aufrichtig bedanken!“, betont Stadtrat Gegenhuber.
Sparen im eigenen Ressort
Aufgrund der seit fast drei Jahren andauernden wirtschaftlichen Stagnation, sowie steigenden Ausgaben bei gleichbleibenden Einnahmen stehen die öffentlichen Haushalte unter Druck. „Die Bürger*innen erwarten sich, dass wir auch eigene Projekte auf den Prüfstand setzen. Sparen heißt immer Prioritäten setzen und insbesondere dort zu sparen, wo es die Bürger*innen nicht unmittelbar spüren“, erläutert Finanzstadtrat Gegenhuber seine Entscheidung. „Ich bekenne mich aber weiterhin zu konsequentem Klimaschutz und zur Umsetzung des Klimaneutralitätskonzepts“, versichert Stadtrat Gegenhuber.
Konsequent weiter am Weg zur klimaneutralen Industriestadt
Mit dem Beschluss des Klimaneutralitätskonzepts hat sich die Stadt Linz das ambitionierte Ziel gesetzt, den gesamtstädtischen Treibhausgasausstoß bis 2040 um bis zu 90 Prozent zu senken. Dementsprechend liegt der Fokus auch weiterhin auf Initiativen zur Transformation der Industrie, insbesondere in den Bereichen Wasserstoffwirtschaft und Kreislaufwirtschaft im Bausektor. „Mit Projekten wie der H2-Konvention oder dem re_use-Kongress – die beide im November stattfinden – versammeln wir Expert*innen und Entscheidungsträger*innen zentraler Schlüsselbereiche aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Ziel dabei ist, die zentralen Herausforderungen gemeinsam zu definieren und koordiniert anzugehen. So bewegen wir die größten Hebel mit den stärksten Wirkungsmechanismen gemeinsam mit Bund, Land, Industrie und Wirtschaft,“ erklärt Stadtrat Thomas Gegenhuber. Auch die Linz AG leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. “Bis 2034 werden insgesamt 2,1 Milliarden Euro in die Zukunft investiert. Zentral sind dabei der Ausbau der Stromnetze, die Dekarbonisierung der Wärmeproduktion mit dem Großprojekt Wärmewandler sowie der laufende Ausbau des Fernwärmenetzes, zu welchem jährlich 2.000 neue Anschlüsse kommen,“ betont Gegenhuber.