Medienservice vom: 20.11.2025 |Fotos zur Meldung

Kreislauffähig Bauen: Ein Jahr re_use Linz Neue Impulse für die Bauwirtschaft beim Fachkongress am 25. November

Die Bauwirtschaft zählt zu den größten CO₂-Verursachern weltweit und damit zugleich zu den Bereichen mit der größten Hebelwirkung für Klimaschutz. Rund 40 Prozent der globalen Emissionen entstehen durch Bau, Betrieb und Rückbau von Gebäuden. Für eine Industriestadt wie Linz, die sich das Ziel gesetzt hat, bis 2040 klimaneutral zu werden, ist dieser Sektor daher von zentraler Bedeutung.

Mit re_use Linz hat die Stadt im Herbst 2024 eine Initiative gestartet, die genau hier ansetzt: Beim Übergang von einer linearen Bauweise hin zu echten Kreisläufen. Denn nur wenn Materialien, Flächen und Energie in der Bauwirtschaft effizient genutzt und wiederverwendet werden, kann Linz sein Klimaneutralitätsziel erreichen, ohne die notwendige Stadtentwicklung auszubremsen.

Der Fachkongress re_use Linz am 25. November liefert dafür wichtige Impulse. Er bringt die entscheidenden Akteur*innen zusammen. Von kommunalen Betrieben über Bauunternehmen und Forschungseinrichtungen bis hin zu Finanzpartner*innen. Der Kongress zeigt, warum eine Stadt wie Linz solche Plattformen aktiv braucht: Um neue Standards zu setzen, bestehende Systeme zu hinterfragen und klimarelevante Entscheidungen auf eine solide, gemeinsame Wissensbasis zu stellen.

Ein Jahr nach dem Start zieht die Stadt Linz gemeinsam mit der LINZ AG sowie Partnern aus Bauwirtschaft und Finanzwesen Bilanz. Die Ergebnisse zeigen, dass kreislauffähiges Bauen weit mehr ist als ein ökologisches Ideal: Es ist ein konkreter, wirksamer Weg, um Emissionen massiv zu reduzieren, Ressourcen im Kreislauf zu halten und wirtschaftliche Potenziale zu nutzen.

„Mit dem Fachkongress re_use Linz schaffen wir wichtige Impulse für die Transformation hin zur Kreislaufwirtschaft. Hier kommen alle relevanten Akteur*innen zusammen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Die Stadt Linz setzt bewusst auf Kooperation von Unternehmen, Forschung und Verwaltung. Denn nur so können wir innovative Wege gehen und nachhaltige Wirkung entfalten“, betont Bürgermeister Dietmar Prammer.

„Die LINZ AG unterstützt die Stadt Linz auf ihrem Weg in die Klimaneutralität. Ein Schwerpunkt ist dabei das Thema ‚Kreislaufwirtschaft und Wiederverwertung‘. Genau hier setzt re_use_Linz mit Fokus auf die Bauwirtschaft an. Auch für die LINZ AG, die selbst immer wieder große Bauprojekte umsetzt, ist der Kongress ein wertvoller Impulsgeber. Dabei freut es mich besonders, dass unser Geschäftsbereich Abfallwirtschaft ein spannendes Produkt mitentwickeln konnte, das am Kongress präsentiert werden wird. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufbereitung von Rückständen der thermischen Abfallverwertung in unserem Reststoffheizkraftwerk – der sogenannten Schlacke. Im Rahmen einer Kooperation von Industrie, Forschung und Kommunen ist es erstmals gelungen, einen zertifizierten Baustoff aus Schlacke zu gewinnen. Das innovative Recycling-Beispiel unterstreicht das enorme Potenzial von Kreislaufwirtschaft, wenn es um die nachhaltige Gestaltung unserer Zukunft geht. Im Namen der LINZ AG wünsche ich allen Teilnehmenden einen guten Austausch und spannende Erkenntnisse am zweiten re_use_Linz Kongress“, sagt DI Erich Haider, MBA, Generaldirektor der LINZ AG.

„Für Swietelsky gehören verantwortungsvolles Bauen und Kreislaufwirtschaft eng zusammen. Wir sehen darin nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern eine strategische Orientierung für die Zukunft. Materialien im Kreislauf zu halten und Prozesse ressourcenschonend zu gestalten, kann sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Ziele unterstützen. Klar ist aber auch: Das gelingt uns nur gemeinsam. Die Vernetzung mit Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Stadt, Land und Bund ist entscheidend, um tragfähige Lösungen zu entwickeln und nachhaltiges Bauen in Linz und darüber hinaus Realität werden zu lassen“, sagt Erwin Fahrnberger, Technischer Geschäftsbereichsleiter Österreich Mitte-West der SWIETELSKY AG.

„STRABAG baut heute für das klimaneutrale Morgen. Dafür setzen wir zahlreiche Nachhaltigkeitsinitiativen um und bringen unser Know-how beim Bauen im Bestand, bei CO2-reduzierten Baustoffen und im kreislaufgerechten Bauen ein. Wir verfolgen das Ziel, entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis 2040 klimaneutral zu werden. Unsere Niederlassung in Linz verbindet uns eng mit der Stadt – ihre Weiterentwicklung und die Lebensqualität ihrer Menschen sind uns ein besonderes Anliegen, sagt Christian Grottenthaler, Technischer Direktionsleiter für Oberösterreich und Salzburg der STRABAG AG.

„Nachhaltigkeit in allen Facetten ist für die Sparkasse Oberösterreich ein zentrales Anliegen. Auch bei der aktuellen Generalsanierung unseres historischen Haupthauses an der Linzer Promenade setzen wir auf eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie“, sagt Mag. Martin Punzenberger, Vorstandsdirektor CFO, Sparkasse Oberösterreich.

Die Art, wie wir bauen, prägt unsere Städte, unsere Umwelt und unsere Zukunft. Angesichts von Klimakrise, Ressourcenknappheit und steigendem Flächenverbrauch wird deutlich, dass es neue Antworten auf alte Bauweisen braucht – aus sozialen, ökologischen wie auch volkswirtschaftlichen Gründen.

Die Stadt Linz hat mit der Initiative re_use Linz das Ziel gesetzt, klimaneutrales und kreislauffähiges Bauen zur gelebten Praxis zu machen. Das gelingt im Bestand ebenso wie im Neubau nur im Zusammenspiel eines breiten Netzwerks aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung.

Seit dem Start im Oktober 2024 hat sich vieles bewegt. Der erste Kongress damals hat wichtigen Input geliefert, auf dem die Initiative ihre bisherigen Inhalte aufgebaut hat. In mehreren Arbeitsgruppen wurde an nachhaltigen Kriterien für Rückbauprojekte gefeilt, Vergleichsprojekte mit CO2-Bilanzen aufgesetzt und Förderanträge für ein neuartiges Innovationslabor eingereicht. Die Initiative lebt vom praktischen Austausch und von einer gemeinsamen Haltung. Kreislaufdenken soll zur Regel werden, damit ökologisch und wirtschaftlich tragfähige Lösungen entstehen können.

Kongress 2024 im Lentos Kunstmuseum; (Foto: © fotokerschi)

Auch auf Partnerseite hat sich die Initiative im ersten Jahr deutlich verbreitert. Mit 
Sparkasse Oberösterreich und AluKönigStahl sind zwei starke regionale Unternehmen hinzugekommen. Die Sparkasse engagiert sich nicht nur inhaltlich, sondern auch strukturell und ist mittlerweile Teil der Steuerungsgruppe. Darüber hinaus unterstützt das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur die Initiative finanziell, nachdem Bürgermeister Prammer das Projekt in diesem Jahr Bundesminister Hanke vorstellen konnte.

Der zweite re_use Kongress am 25. November 2025 in der Tabakfabrik Linz bringt erneut zentrale Akteur*innen aus ganz Österreich und darüber hinaus zusammen. Ziel ist es, Ergebnisse sichtbar zu machen, Erfahrungen zu teilen und die nächsten Schritte in Richtung einer zukunftsfähigen Baukultur zu setzen. Das Programm bietet Fachvorträge, Diskussionspanels, Einblicke in zahlreiche Best-Practices und interaktive Workshops, die der Initiative neue Inhalte liefern. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Ansätze für zirkuläres Bauen sowie der Austausch über aktuelle Entwicklungen in Planung, Rückbau und Finanzierung.

Arbeitsgruppen: Vom Konzept zur konkreten Anwendung

Seit dem Kick-off-Kongress im Oktober 2024 arbeiteten mehrere Arbeitsgruppen, besetzt mit Fachexpert*innen der Partnerunternehmen und -einrichtungen, an konkreten Fragestellungen: Die AG Daten und Messung sowie die AG Planung und Finanzierung entwickelten gemeinsam ein Vergleichsprojekt auf dem Areal Wimhölzel-Hinterland, das erstmals CO2-Bilanz, Kreislauffähigkeit und Kosten verschiedener fiktiver Planungsvarianten zum tatsächlich umgesetzten Neubau gegenüberstellt, wobei bewusst einschränkende Auflagen wie die oö. Wohnbauförderung außen vorgelassen wurden, um Handlungsspielräume aufzuzeigen.


Die fertiggestellte Entwurfsplanung für den gemeinnützigen Neubau von Haus A im Wimhölzel-Hinterland wurde gemeinsam mit dem ursprünglichen Planungsbüro transparadiso erneut überprüft. Dabei wurden eine CO₂-optimierte sowie eine kreislaufoptimierte Variante gegenübergestellt und die jeweiligen Entwurfskosten direkt verglichen. Ökonomische Hürden – etwa einschränkende Vorgaben der Landeswohnbauförderung – die derzeit eine nachhaltige Bauweise in der Praxis erschweren, wurden bewusst ausgeklammert, um ohne Einschränkungen planen zu können. Die Ergebnisse werden am 25. November auf dem Kongress mit Expert*innen diskutiert (Grafik: © Stadt Linz).

Die AG Rückbau widmete sich der Frage, wie Ausschreibungskriterien so angepasst werden können, dass sie kreislauffähiges Bauen forcieren - vom Billigstbieter hin zum nachhaltigen Bestbieter. Als Vorbild dienten erste Pilotversuche der LINZ AG in diese Richtung. Wesentliches Element für die bessere Bewertung von Einreichungen sind darin Mengen an recycelten oder zum Re-Use verwendeten Baumaterialien. 

„re_use hub“ als Drehscheibe für zirkuläres Bauen geplant

Im Rahmen des Pionierstadtprojekts „Linz mit Ambitio3xn“ hat die Stadt Linz beim Bund ein umfassendes Nachhaltigkeitsvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 1,5 Millionen Euro eingereicht. Herzstück des Projekts ist der Aufbau eines städtischen Innovationslabors mit dem Arbeitstitel „re_use hub“, das als öffentlich betriebene Drehscheibe für zirkuläres Bauen fungieren soll. Geplant ist eine enge Verknüpfung mit der Initiative re_use Linz sowie die Finanzierung mehrerer Fachstellen bei der Stadt Linz und der BOKU Wien. Die Förderentscheidung wird im Dezember erwartet.

BEST PRACTICE BEISPIELE

„Reallabor“-Projekt Demonstrativbau Herbert-Bayer-Platz in Linz

Die Kunstuniversität Linz und die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) haben gemeinsam untersucht, wie man ein Gebäude aus den 1960er Jahren, und zwar jenes am Herbert-Bayer-Platz in Linz, zu einem innovativen Demonstrativbau entwickeln kann. Das Ziel ist ambitioniert: Das Gebäude soll den gesellschaftsrelevanten Anforderungen einer Universität entsprechen und auf progressive Standards in der Bedarfsermittlung, Transformation und auf nachhaltige Entwicklung von Bestandsgebäuden setzen.

Mit diesem Projekt soll gezeigt werden, wie bestehende Gebäude klimafit gemacht werden können. Statt Abriss und Neubau steht hier Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Fünf mögliche Szenarien, von minimalen Eingriffen bis hin zu einem vollständigen Neubau unter Wiederverwendung bestehender Materialien, wurden im Juni 2025 vorgestellt. Ein Dialogprozess und digitale Planungswerkzeuge halfen, den tatsächlichen Raumbedarf der Universität in Abstimmung mit dem baulichen Eingriff abzuwägen. Hybride Raumstrukturen und flexible Arbeitsplätze sollen künftig dafür sorgen, dass Ressourcen geschont und Leerstände vermieden werden.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Einbindung unterschiedlicher Expert*innen, Akteur*innen und Nutzer*innen. Auch die Stadtgesellschaft aus Politik, Wirtschaft und Bürger*innen wurde aktiviert und eingebunden. Denn das Gebäude soll als Reallabor für multifunktionale Nutzung dienen, die Verbindung zwischen der Universität und der Stadt Linz stärken, einen Begegnungsort schaffen und demokratische Werte einer offenen Gesellschaft fördern.

Das Gebäude am Herbert-Bayer-Platz könnte nicht nur eine Antwort auf die Klimakrise geben, sondern auch ein Vorbild sein, wie Architektur klimafreundlich, gesellschaftlich relevant und ästhetisch anspruchsvoll gestaltet werden kann.

Abfall wird zum Baustoff: Meilenstein für nachhaltiges Bauen

Durch die Zusammenarbeit von der Wiener Magistratsabteilung 48, der LINZ AG (Bereich Abfall), der Firma Brantner green solutions, Wopfinger Transportbeton und dem Christian-Doppler-Labor der TU Wien wurde ein echtes Novum in der heimischen Bauwirtschaft geschaffen: Erstmals können Rückstände aus der thermischen Abfallverwertung, die sogenannte Schlacke, für den Einsatz als normierter und CE-zertifizierter Baustoff in der Betonproduktion aufbereitet werden. Statt ausschließlich auf die natürlichen Ressourcen Sand und Kies zurückzugreifen, ermöglicht das innovative Verfahren, bis zu 20 Prozent dieser Primärrohstoffe durch die gewaschene und aufbereitete Gesteinsmischung zu ersetzen. Damit schont der neue Baustoff nicht nur Ressourcen und senkt das Deponievolumen, sondern reduziert auch CO₂-Emissionen sowie den Bedarf an aufwendigem Materialtransport.

Projektpartner*innen: v.l. Jakob Lederer (Leiter CD Labor für Recyclingbasierte Kreislaufwirtschaft an der TU Wien), Wolfgang Moser (kaufm. Geschäftsführer Wopfinger Transportbeton), Linda Peer (Bereichsleiterin LINZ AG Abfall), Josef Thon (Abteilungsleiter der MA 48) und Josef Scheidl (Geschäftsführer Brantner green solutions) (Foto: © Brantner/David Assinger)

Im Recycling-Prozess wird der Schlacke neues Leben eingehaucht: In mehreren Aufbereitungsschritten in der Anlage der Firma Brantner entsteht eine hochqualitative Glas- und Gesteinsmischung – ohne Verunreinigungen durch Salze oder Metalle. Die Gesteinskörnung (etwa 45 Prozent) wird als Zusatz-Stoff für die Betonerzeugung verwendet, das Gas findet in der Verpackungsglasindustrie Wiederverwendung. Da auch restliche Metalle abgetrennt werden können, bleiben von der eingesetzten Schlacke lediglich rund 10 Prozent für die Deponieentsorgung übrig. Diese nahezu vollständige Verwertung macht das Projekt zu einem Paradebeispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft. Die enge Kooperation zwischen Industrie, Kommunen und Forschung zeigt, wie durch innovative Ansätze hochwertige und nachhaltige Baustoffe entstehen.

Swietelsky AG: Abbruch ehemaliges Quelle-Gebäude Linz

Auf dem Gelände der ehemaligen Quelle in der Linzer Industriezeile realisiert die Swietelsky AG eine Produktionshalle mit einer Gesamtfläche von 12.500 Quadratmetern und einer Höhe von rund 21 Metern. Im Vorfeld der Arbeiten wurde das ehemalige Quelle-Gebäude mit einem umbauten Raum von ca. 65.000 Kubikmetern von Swietelsky rückgebaut. Ca. 20.000 Tonnen Beton und ca. 3.000 Tonnen Bauschutt wurden dabei mittels einer mobilen Brecheranlage vor Ort aufbereitet. Sämtliche Recyclingmaterialen wurden zu 100 Prozent im Stadtgebiet von Linz für Unter- bzw. Oberbaubauarbeiten wieder verwertet. Dies bedeutet eine wesentliche Reduktion von Transportwegen, Deponievolumen, Verbrauch von Primärrohstoffen und CO2-Emissionen.

Ein weiteres Highlight des Bauprojektes ist neben dem nachhaltigen Abbruchkonzept das Gründach, das zur Energieeffizienz beiträgt, Regenwasser zurückhält und die Luftqualität verbessert. Gleichzeitig fördert es die Biodiversität und verlängert die Lebensdauer der Dachkonstruktion. Mit diesem Projekt entsteht ein zukunftsweisender Produktionsstandort, der sowohl funktionale als auch nachhaltige Aspekte miteinander vereint.

Das ehemalige Quelle-Gebäude während des Abbruchs (Foto: © Swietelsky AG)

STRABAG: Kreislaufgerechtes Bauen bedeutet Bauen im Bestand

Die Bauwirtschaft steht vor einem Paradigmenwechsel. Derzeit steht sie global gesehen zusammen mit dem Gebäudebetrieb für 37 Prozent des CO₂-Ausstoß und die Hälfte des Rohstoffbedarfs. Angesichts des Klimawandels, der Ressourcenknappheit, des demografischen Wandels und der zunehmenden Urbanisierung ist klar, dass der Fokus nicht länger ausschließlich auf dem Neubau liegen kann. Stattdessen rückt das Bauen im Bestand – also die Sanierung, Modernisierung und Umnutzung bestehender Gebäude und Infrastrukturen – zunehmend in den Mittelpunkt nachhaltiger Stadtentwicklung.

Gerade in Ballungsräumen, wo Bauland knapp und teuer ist, bietet das Bauen im Bestand großes Potenzial. Durch die intelligente Revitalisierung und Verdichtung bestehender Gebäude lassen sich neuen Wohnraum oder gewerblich genutzte Flächen zu schaffen, ohne zusätzlichen Flächenverbrauch. Zudem leistet das Bauen im Bestand einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: Die Verlängerung der Lebenszyklen von Gebäuden reduziert CO₂-Emissionen und schont wertvolle Ressourcen.

Generalsanierung Haupthaus der Sparkasse OÖ

Seit 1892 prägt das Haupthaus der Sparkasse OÖ an der Promenade das Linzer Stadtbild und ist damit ein bedeutender Teil der regionalen Geschichte. Über viele Jahrzehnte wurde das Gebäude den Anforderungen seiner Zeit angepasst und mehrfach weiterentwickelt. Mit der aktuellen Generalsanierung erfährt das historische Haus nun eine umfassende Modernisierung und wird für die Zukunft gerüstet – eine Verbindung aus Tradition und Innovation. „Unser Ziel ist es, eine möglichst lange Nutzungsdauer zu sichern und gleichzeitig neue Maßstäbe in den Bereichen Nachhaltigkeit, Arbeitskultur und Kundenerlebnis zu setzen“, erklärt Mag. Martin Punzenberger, Vorstandsdirektor der Sparkasse OÖ.

Die Sanierung folgt der ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie der Sparkasse OÖ, die sowohl ökologische als auch gesellschaftliche Verantwortung umfasst. Das Gebäude wird nach den DGNB/ÖGNI-Gold-Standards zertifiziert, der Innenhof an der Promenade 15 als Biodiversitätsraum gestaltet und mit dem Cradle to Cradle® – Building Circularity Pass die Kreislauffähigkeit der Bauweise sichergestellt. Intelligente Energiemanagementsysteme, energieeffiziente technische Anlagen, die thermische Aufwertung der denkmalgeschützten Außenhülle, die Erweiterung der Photovoltaikanlage sowie die konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft sind nur einige der Maßnahmen, die die Generalsanierung zu einem Vorzeigeprojekt in Sachen Nachhaltigkeit machen sollen. „Als verantwortungsbewusste Bank wollen wir Vorreiterin sein – nicht nur in der Umsetzung eigener Projekte, sondern auch in der Begleitung unserer Kund*innen. Wir unterstützen nachhaltige Bau- und Sanierungsvorhaben und teilen unser Wissen mit anderen. So leisten wir gemeinsam einen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft“, so Punzenberger.

Ausblick auf 2026

Ausgehend von den Inputs des Fachkongresses Ende November erfolgt eine inhaltliche Weiterentwicklung der Initiative. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen sowie auch neue Themen aus den Workshops sind dabei wertvoller Input.

Im kommenden Jahr werden neue Partner*innen dazustoßen, die noch mehr Potenziale öffnen, beispielsweise hinsichtlich Förderungen und Regulatorik. Hinzu kommt das Land Oberösterreich, das mit der Business Upper Austria bereits eigene Initiativen für nachhaltiges Bauen betreibt und zusätzlich die Steuerungsgruppe ergänzen wird. Darüber hinaus liegt ein besonderer Fokus auf der Ansprache großer Bauträger*innen und Immobilienentwickler*innen, da sie als zentrale Entscheidungsträger maßgeblich über die Umsetzung künftiger Bauprojekte bestimmen.

Im Zuge der Teilnahme des Landes Oberösterreich wird der Kongress künftig zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden und auch die Initiative selbst eine Namensanpassung erfahren, da sie künftig über die Stadt Linz hinaus wirken wird.

Bei positivem Förderzuschlag durch den Bund ist wie erwähnt die Einrichtung eines re_use hubs geplant, der den fachlichen Austausch mit Akteur*innen in ganz Österreich vertiefen soll. Eine breite Front an Interessensbekundungen etablierter Einrichtungen begleitet die Einreichung. Das Potenzial neue Leuchtturmprojekte in den unterschiedlichen Bereichen zirkulären Bauens aufzustellen, wird damit maßgeblich erhöht.

Der Kongress am 25. November 2025 wird veranstaltet vom Innovation in Politics Institute im Auftrag von Stadt Linz, LINZ AG, Strabag, Swietelsky und Sparkasse Oberösterreich in Partnerschaft mit AluKönigStahl, GWG, ILG, ÖGNI, Porr, Wohlschlager Redl und Habau.
 

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Dietmar PrammerDI Erich Haider, MBA, Generaldirektor LINZ AG, Erwin Fahrnberger, Techn. Geschäftsbereichsleiter Österreich Mitte-West SWIETELSKY AG, Christian Grottenthaler, Technischer Direktionsleiter für Oberösterreich und Salzburg, STRABAG AG, Mag. Martin Punzenberger, Vorstandsdirektor CFO, Sparkasse Oberösterreich)

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