Medienservice vom: 26.11.2025 |Fotos zur Meldung

300 Expert*innen beim Fachkongress „re_use Linz“ Kreislauffähiges Bauen ist Schlüssel für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort

Die Stadt Linz hat beim Fachkongress „re_use Linz“ in der Tabakfabrik eindrucksvoll gezeigt, wie kreislauffähiges Bauen in der Bau‑ und Immobilienwirtschaft gestaltet werden kann. Mit rund 300 Teilnehmer*innen aus Bauwirtschaft, Forschung, Verwaltung und Finanzwesen stand am Kongresstag die Bilanz nach einem Jahr Initiative und der Ausblick auf nächste Schritte im Mittelpunkt. Gemeinsam wurden Impulse für eine ressourcenschonende Zukunft gesetzt.

Ein zentrales Element des Kongresses war die Präsentation von 21 Best‑Practice‑Beispielen, die zeigen, wie Kreislaufwirtschaft konkret funktionieren kann. So demonstriert das Projekt BauKarussell als Pionier des „Social Urban Mining“, wie Bauherr*innen bei der Planung und Durchführung eines verwendungsorientierten Rückbaus begleitet werden und hochwertige Bauteile im Kreislauf bleiben. Die Materialnomaden zeigte Geschäftsmodelle auf. Die ÖGNI zeigte, wie nachhaltige Gebäude und Quartiere nach dem DGNB-System zertifiziert werden. Die PORR präsentierte ihre neue Gips Recycling GmbH und AluKönigStahl steuerte in „Re-Facade“ seine Expertise zu Aluminium- und Stahlsystemen bei und verdeutlichte, wie die Lebensdauer von Gebäuden verlängert werden kann. Diese und viele weitere Beispiele machen deutlich, dass Kreislaufwirtschaft keine ferne Vision mehr ist, sondern gelebte Praxis in Planung, Bau, Rückbau und Immobilienwirtschaft.

Eine vollständige Übersicht aller Best-Practice-Projekte ist unter
https://event.innovationinpolitics.eu/reuselinz#/bestpractices zu finden.

„Die Bau‑ und Immobilienwirtschaft wird sich verändern und Linz nimmt eine aktive Rolle ein. Wir wollen nicht nur reagieren, sondern gestalten. Der Kongress hat eindrucksvoll gezeigt, dass es dafür das Know-how, die Motivation und die richtigen Partner*innen bereits gibt. Jetzt geht es darum, gemeinsam mit der Branche mutig in die Umsetzung zu gehen“, betont Bürgermeister Dietmar Prammer.

„Nachhaltigkeit in allen Facetten ist für die Sparkasse Oberösterreich ein zentrales Anliegen. Auch bei der aktuellen Generalsanierung unseres historischen Haupthauses an der Linzer Promenade setzen wir auf eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie“, sagt Mag. Martin Punzenberger, Vorstandsdirektor CFO, Sparkasse Oberösterreich.

„Bauen bedeutet nicht nur das Errichten von Strukturen. Es bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen: Für Ressourcen, für unsere Gesellschaft und für künftige Generationen. Kreislaufwirtschaft ist dabei kein Zukunftsthema mehr, sondern längst Teil der Bauwirtschaft. Bei Swietelsky beschäftigen wir uns damit, wie wir Materialien effizient wiederverwenden und Prozesse so gestalten können, dass Bauprojekte ökologisch und wirtschaftlich immer besser im Gleichgewicht stehen. Ich freue mich, im Rahmen der re_use Konferenz über konkrete Lösungsansätze zu diskutieren und gemeinsam Wege aufzuzeigen, wie die grüne Transformation in der Bauwirtschaft in Linz und anderswo gelingen kann“, Erwin Fahrnberger, Technischer Geschäftsbereichsleiter Österreich Mitte-West der SWIETELSKY AG.

„Verantwortung gemeinsam zu übernehmen und Lösungen für eine ressourcenschonende Bauwirtschaft zu entwickeln, ist unerlässlich, damit wir echte Veränderungen erreichen. Bei STRABAG sehen wir darin nicht nur ökologische-, sondern auch ökonomische Chancen – für uns und unsere Kund*innen. Genau deshalb sind Initiativen wie re_use Linz so wichtig“, sagt Christian Grottenthaler, Technischer Direktionsleiter für Oberösterreich und Salzburg der STRABAG AG.

LINZ AG-Generaldirektor DI Erich Haider, MBA sagt: „Die erfolgreiche Fortsetzung der Initiative re_use Linz freut mich sehr. Sie zeigt einmal mehr das enorme Potenzial von Kreislaufwirtschaft für die nachhaltige Gestaltung unserer Zukunft. Der Kongresstag in der Linzer Tabakfabrik war geprägt von Austausch, neuen Ideen und vielen mitgebrachten Beispielen. Im Namen der LINZ AG wünsche ich allen bestehenden sowie den neu entstandenen kreislaufdienlichen Ideen und Partnerschaften viel Erfolg!“

Die Initiative „re_use Linz“ wird auch im kommenden Jahr weitergeführt. Im Zentrum stehen dabei konkrete Umsetzungsprojekte und die vertiefte Zusammenarbeit mit Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung. Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die kreislauffähiges Bauen zur wirtschaftlich und ökologisch tragfähigen Alternative machen.

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