Medienservice vom: 01.12.2025

Bauen ohne Papier Stadt Linz setzt Bauverfahren erstmals vollständig digital um

Die Stadt Linz setzt mit Anfang Dezember 2025 einen Meilenstein in der Verwaltungsmodernisierung: Erstmals wird das gesamte Bauverfahren – von der Einreichung bis zur Archivierung – vollständig digital abgewickelt. Nach mehr als drei Jahren Entwicklungsarbeit ersetzt das neue System die bisherigen analogen Abläufe und bildet die Grundlage für weitere digitale Services.

„Mit dem digitalen Bauverfahren beweist die Stadt Linz, dass wir Digitalisierung nicht nur ankündigen, sondern aktiv umsetzen. Wir vereinfachen Abläufe, erhöhen die Transparenz und stärken die Servicequalität für Bürger*innen und Unternehmen. Besonders im Bauwesen zählt jeder klare Schritt und jede schnelle Information. Unser System sorgt dafür – und setzt einen neuen Standard für zeitgemäße Verwaltungspolitik“, so Bürgermeister Dietmar Prammer.

Jährlich werden in Linz rund 1.200 Bauverfahren durchgeführt. Bisher führten unvollständige Einreichungen und komplexe interne Abläufe häufig zu Verzögerungen. Das neue digitale System begegnet diesen Herausforderungen mit einem dynamischen Online-Formular, Automatisierung und paralleler elektronischer Bearbeitung durch alle beteiligten Fachbereiche. Bürger*innen und Unternehmen profitieren zudem von einer elektronischen Akteneinsicht vor Bauverhandlungen.

„Hinter dem neuen System steht eine große organisatorische Leistung. Es ist das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit über viele Abteilungen hinweg. Unser Ziel war es, ein Verfahren zu schaffen, das sowohl fachlich als auch technisch überzeugt. Die Verwaltung der Zukunft denkt digital, vernetzt und proaktiv. Dieser Schritt ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir diesen Anspruch ernst nehmen", betont Magistratsdirektorin Mag.a Ulrike Huemer.

Zur Unterstützung wurden neue Beratungsangebote geschaffen, darunter online buchbare Termine hinsichtlich Bebauungsgrundlagen und einzureichender Unterlagen (möglich auch via Videokonferenz), sowie spezielle Services für Großprojekte. Analoge Einreichungen bleiben möglich, werden jedoch eingescannt und ins digitale Verfahren überführt – mit potenziell längeren Bearbeitungszeiten.

Mehr Transparenz, höhere Servicequalität und Nachhaltigkeit zählen zu den zentralen Zielen. Die digitale Dokumentation verbessert die Nachvollziehbarkeit, während der reduzierte Papierverbrauch und weniger physische Wege zur CO-Einsparung beitragen.

Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit der städtischen Geschäftsbereiche sowie mit externen Partnern und anderen Städten. Nach dem ersten Halbjahr 2026 ist eine umfassende Evaluierung vorgesehen, um das System gemeinsam mit den Nutzer*innen weiterzuentwickeln.

Mit dem neuen Bauverfahren zeigt die Stadt eindrucksvoll, welchen Beitrag sie zur Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung leistet. Das Projekt zählt zu den umfassendsten Digitalisierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre und demonstriert, wie konsequent Linz moderne Services für Bürger*innen und Unternehmen umsetzt. Die vollständig elektronische Abwicklung, neue Beratungsangebote und transparente digitale Einblicke beweisen, dass Verwaltung innovativ, effizient und serviceorientiert gestaltet werden kann.

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