Vizebürgermeister Hajart: „Weichenstellung für die Mobilität von morgen“ Erstmals investiert die Stadt mehr in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs als in den Straßenbau
Linz leidet besonders zu Stoßzeiten unter Staus und Parkplatzmangel. Attraktive öffentliche Verkehrsmittel reduzieren die Menge an PKWs und sorgen damit für flüssigeren Verkehr – auch für jene, die weiterhin aufs Auto angewiesen sind. Vizebürgermeister und Mobilitätsreferent Martin Hajart setzt daher auf eine noch nie dagewesene Öffi-Offensive.
2026 beginnt in Linz eine neue Ära für die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs. Mit 14,5 Millionen Euro wird heuer ein absoluter Rekordbetrag aus dem städtischen Budget in den Ausbau der Öffis – konkret in die Planungen und Anschaffung der Busse für die Linien 13 und 14 sowie die O-Buslinie 48 – investiert. Das sonstige Investitionsbudget in den Bereich „Straßenbau und Verkehr“ (inkl. Rad- und Gehwege, Beleuchtung, etc.; ohne ÖV) beträgt 12,9 Millionen Euro. „Wir investieren damit erstmals mehr in den öffentlichen Verkehr als in den Straßenbau. Das Zusatzbudget für die Linien 13, 14 und 48 ist ein Quantensprung in der städtischen Verkehrspolitik“, freut sich Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart als Mobilitätsreferent.
„Die Entscheidung für die O-Buslinie 48 und vor allem der einstimmige Grundsatzbeschluss für die Schnellbuslinien 13 und 14 im Oktober des Vorjahrs waren eine politische Weichenstellung für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Linz. Das Zusatzbudget von heuer 14,5 Millionen Euro ist natürlich ein finanzieller Kraftakt und wird es langjährig auch bleiben. Doch der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist für die Stadtentwicklung und für die Lebensqualität der Stadt eine Grundvoraussetzung“, ist Vizebürgermeister Hajart überzeugt.
2024 gingen die beiden neuen Stadtteilbuslinien 108 (Kleinmünchen bis Industriegebiet) und 150 (Pöstlingberg) in Betrieb. 2025 wurden die Busse für die Linien 48 sowie 13/14 bestellt, die Ende 2027 den Betrieb aufnehmen werden.
Und mit all dem ist es nicht getan: 2026 soll Klarheit über weitere Ausbauschritte im Öffi-Verkehr bringen:
- Bis 2032/33 wird seitens der ÖBB der 4-gleisige Ausbau der Westbahnstrecke abgeschlossen sein. Bis dahin braucht es die bereits seit langem angekündigte Verlängerung der Straßenbahnlinie von der Solar City in den Südpark und weiter bis zum Bahnhof Pichling. Damit wäre nicht nur das Freizeitareal Pichlinger See bequem mit der Straßenbahn erreichbar, sondern es wäre dort auch die Chance für einen großen Park & Ride Parkplatz gegeben.
- Zudem soll heuer noch die mögliche Verlängerung der Stadtteilbuslinie 194 (Froschberg nach Leonding) zur Erschließung der Neuen Heimat geprüft werden.
Als außergewöhnliche Projekte im heurigen Jahr freut sich Vizebürgermeister Hajart besonders auf die beiden neuen breiten Fuß- und Radwegverbindungen von der Nibelungenbrücke zur Donau. Einerseits wird die bestehende Fußgängerrampe beim AEC heuer auf eine Breite von 3,5 Meter ausgebaut und kann daher auch als gemeinsamer Rad- und Fußweg in beide Richtungen benutzt werden. Die Fertigstellung erfolgt noch vor den Sommerferien.
Andererseits erfolgt ebenfalls noch heuer der Baustart für einen neuen barrierefreien 3,5 Meter breiten Rad- und Fußwegsteg von der Nibelungenbrücke zur Donau auf der Lentos-Seite. Dieser Steg, der sowohl für Schifffahrtsgäste als auch für freizeitsuchende Linzerinnen und Linzer den Weg hinunter zur Donaulände erleichtern soll, wird bis Mitte 2027 fertig gestellt.
Zusätzlich zum jährlichen Radwegebudget von einer Million Euro kann mit den beiden Rad- und Fußweg-Rampen heuer und nächstes Jahr ein finanzieller Sonderschwerpunkt gesetzt werden. Die Kosten für diese Radweg-Sonderprojekte liegen bei vier Millionen Euro und werden vom Land OÖ mit 50 Prozent unterstützt. Heuer wird auch das zweite Teilstück des insgesamt 3,3 Kilometer langen Donauradwegs von der Nibelungenbrücke bis St. Margarethen fertig gestellt.
2026 soll auch mit dem Masterplan Parken ein für die Bevölkerung und für den Wirtschaftsstandort besonders sensibles Thema systematisch angegangen werden. Erstmals werden ressortübergreifend fachliche Grundlagen geschaffen, um gemeinsam Lösungen zu finden und die Weichen für die Zukunft zu stellen.
Rückblick ins Mobilitätsjahr 2025
Im vergangenen Jahr 2025 wurden durch Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart als Mobilitätsreferent der Stadt Linz zahlreiche Akzente gesetzt. Die inhaltlichen Schwerpunkte lagen auf einer zukunftsorientierten Verkehrsplanung, der Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie gezielten Infrastrukturverbesserungen. Ziel ist und bleibt ein ausgewogener Mobilitätsmix aus öffentlichem Verkehr, Rad- und Fußverkehr sowie dem motorisierten Individualverkehr – für mehr Lebensqualität in der Stadt.
Wichtige Projekte im Jahr 2025 waren:
Generalsanierung Pachmayrstraße (Urfahr)
Die Pachmayrstraße ist eine zentrale Strecke sowohl für Mühlviertler als auch Linzer. Das bisherige Nadelöhr entsprach nicht mehr den Anforderungen an die Verkehrssicherheit und wurde 2025 entschärft. Mit Investitionen von 1,34 Millionen Euro erfolgte eine umfassende Sanierung inklusive Ausweichstellen. Dadurch werden hinkünftig Schäden an Banketten vermieden und der laufende Reparaturaufwand reduziert.
Ein Schwerpunkt wurde im Zuge dieses Projektes auf die Schulwegsicherheit gelegt: Der bestehende Zebrastreifen auf dem Weg zur Harbachschule wurde mit einer Beleuchtung ausgestattet. Zudem sorgen Geschwindigkeitsanzeigen vor und nach dem Fußgängerübergang sowie deutliche Bodenmarkierungen für eine Temporeduktion der Fahrzeuge und erhöhte Sicherheit für die Fußgänger.
2025 wurden zahlreiche Projekte verwirklicht – wie hier bei der Pachmayrstraße
Radweg Lederergasse – zweite Bauetappe
Das im Linzer Osten gelegene Kaplanhofviertel sowie das Hafenviertel sind von reger Hochbautätigkeit geprägt. Zahlreiche neue Firmen siedeln sich an und bestehende Unternehmen erweitern – insbesondere aus dem IT-Bereich. Auch neuer Wohnraum entsteht. Dadurch entsteht erhöhter Bedarf an Mobilität, der aufgrund der schon belasteten Verkehrsinfrastruktur nicht mehr nur durch den motorisierten Individualverkehr abgedeckt werden kann. Neben dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel soll auch die Nutzung des Fahrrades eine größere Rolle spielen.
Der Radweg in der Lederergasse spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Dieser verlief bisher baulich getrennt als so genannte „Protected Bikelane“ zwischen Kaisergasse und Honauerstraße. 2025 erfolgte die zweite Bauetappe bis zur Petzoldstraße. Damit ist eine sehr gut ausgebaute Radachse – vom Pfarrplatz in der Innenstadt bis zur Autobahn im Osten der Stadt – fertiggestellt.
Bewusst ausgenommen aus dem Radhighway-Projekt wurde vorerst der Bereich vor der Kirche St. Severin. Hier werden die Radfahrer über eine Begleitstraße geführt. Die Frage der Gestaltung in diesem Abschnitt soll im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens vereinbart werden.
Masterplan Gehen
In Linz werden 25 Prozent aller Wege zu Fuß zurückgelegt. Mit einem eigenen Masterplan Gehen soll das Zu-Fuß-Gehen in der Stadt Linz weiter gefördert und die Lebensqualität insgesamt verbessert werden. Im Mai 2025 hat der Linzer Gemeinderat den Masterplan verabschiedet. Darin sind klare Ziele, ein Soll-Fußwegenetz sowie konkrete Umsetzungsmaßnahmen enthalten.
Die Bedürfnisse aller Generationen, vor allem aber jene der ganz jungen oder älteren Menschen, stehen dabei im Fokus. Konkrete Umsetzungsvorschläge und Leitprojekte im Masterplan zeigen auf, wo Potenziale zur Stärkung des Zu-Fuß-Gehens sind.
Politik, Verwaltung und Stakeholder – sprich Interessenvertretungen, Initiativen, Wirtschaft und Tourismus – haben den Masterplan gemeinsam erarbeitet. Es wurden über 200 Schwachstellen für Zu-Fuß-Gehende benannt, beispielsweise im Hinblick auf noch fehlende Barrierefreiheit für beeinträchtigte Menschen.
Neue Brücke beim Chemieknoten
Mit der Ende 2025 erfolgten Freigabe der neuen Fußgänger-Brücke beim Chemieknoten setzte die Stadt Linz einen weiteren Meilenstein für nachhaltige Infrastruktur im Industriegebiet. Das Bauwerk aus CO₂-reduziertem „greentec“-Stahl der voestalpine vereint modernes Design, hohe Funktionalität und ökologische Verantwortung. Auf zirka 55 Metern Länge bietet es eine komfortable Verbindung mit zwei Metern Gehwegbreite und integrierter LED-Beleuchtung in den Handläufen. Das zentrale Element ist ein stabiler Stahlkern, kombiniert mit einer rostbeständigen Edelstahldeckschicht, was in dieser Materialkombination österreichweit erstmals im Brückenbau eingesetzt wurde.
Neue Brücke beim Chemieknoten, Foto: Stadt Linz
Beleuchtungsoffensive 2025 – Für mehr Sicherheit
Die öffentliche Beleuchtung wurde im Jahr 2025 umfassend modernisiert. Ziele waren die Reduktion sogenannter Angsträume, die Verbesserung der Verkehrssicherheit sowie eine Verringerung der Lichtverschmutzung durch intelligente Steuerung.
Ein Schwerpunkt lag im Linzer Süden: In Pichling wurde ein neues sensorgesteuertes Beleuchtungssystem getestet.
Auswahl an Beleuchtungsprojekten im Jahr 2025: Wiener Straße (Kreuzung Salzburger Straße/Kremplstraße), Pichling: Haltestelle – Südpark, 25er-Turm, Wimhölzel-Hinterland, Martin-Luther-Platz, Schulwegsicherungen (u. a. Löwenfeldschule), Dallingerstraße (Fahrbahnteiler), Querungsbeleuchtung Bernaschekplatz (Urfahr), Pachmayrstraße, Pichlinger Straße, Pulvermühlenstraße, Gehweg Lederergasse.
Top-Projekte des Mobilitätsressorts im Jahr 2026
Linzer Öffi-Offensive: 2026 als das Jahr der wichtigen Vorbereitungen
2025 konnten im Bereich der Mobilität entscheidende Fortschritte erzielt werden, die nun die Grundlage des Handels im Jahr 2026 sind. „Besonders die Gemeinderat-Allianz für die Buslinien 13 und 14 bringen eine besondere Dynamik für den Öffi-Ausbau in Linz. In den nächsten Jahren tut sich extrem viel – in Summe ein noch nie dagewesener Entlastungsfaktor für den Verkehr in Linz“, so Vizebürgermeister und Mobilitätsreferent Martin Hajart, auf dessen Initiative die Beschlussfassung der Linien 13 und 14 zurückgeht.
Vizebürgermeister Martin Hajart: „Der Verkehr in Linz muss funktionieren – und das insbesondere für die Menschen, die arbeiten. Eine gute Verkehrsinfrastruktur ist einer der wesentlichen Wirtschaftsfaktoren für eine Stadt.“
Buslinie 13 (Inbetriebnahme 2027): Öffi-Anbindung an die Industrie
Die Inbetriebnahme der neuen Buslinie 13 ist für Herbst 2027 vorgesehen. Sie verbindet den Linzer Süden vom Pichlingersee mit dem Industriegebiet (Voest, Chemiepark, Industriezeile) und führt weiter bis nach Urfahr (Karlhof).

Vizebürgermeister Martin Hajart ist überzeugt von der Notwendigkeit dieser Verbindung: „Prognosen sagen uns für die Linie 13 ein Fahrgastpotenzial von rund 3.000 Fahrten sowie für die Linie 14 weitere 1.000 Fahrten täglich voraus, sobald die neuen Angebote bei der Bevölkerung voll etabliert sind.“ Die Buslinie 14 soll in Betrieb gehen, sobald das Wohnbauvorhaben am ehemaligen Kasernenareal Ebelsberg umgesetzt wird.
Da durch die Linie 13 mehr Busse über die neue Eisenbahnbrücke fahren, ist eine neue Führung der Linie 12 sinnvoll. Die neugeführte Linie 12 verbindet den Hauptbahnhof direkt mit den Betrieben an der Digitalen Meile östlich der Tabakfabrik. Diese kostenneutrale Maßnahme ermöglicht die Fahrt vom Hauptbahnhof zur Digitalen Meile innerhalb von 19 Minuten.
Die Zukunft dieser Linien wurde mit Beschlüssen der zuständigen Kollegialorgane Stadtsenat bzw. Gemeinderat im vergangenen Jahr gesichert. „Nun gilt es, diese dringend benötigten Projekte für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Linz voranzutreiben und zügig umzusetzen, um bis 2027 das ÖV-Netz in Linz zukunftsfähig zu gestalten. Gerade durch die Planung und den Bau neuer Wohnungen im Linzer Süden hat die Stadt Linz hier Handlungsbedarf“, betont Vizebürgermeister Martin Hajart die Dringlichkeit, den ÖV in Linz zu forcieren und auch zu realisieren.
Gestartet wird im Jänner mit einer gemeinsamen Befahrung der gesamten Strecke durch die Verantwortlichen der Linz Linien sowie der städtischen Mobilitätsplanung. Es geht dabei um die gemeinsame Besichtigung der künftigen Haltestellenbereiche und erforderlicher baulicher Adaptierungen. Schon heuer ist beispielsweise ein Kreuzungsumbau in der Schwaigaustraße für eine solche Haltestelleneinrichtung geplant.
Die Buslinie 13 kostet inklusive Investitionen 48 Millionen Euro für einen Betrieb von vorerst 5 Jahren.
O-Bus-Linie 48 (Inbetriebnahme 2027): Entlastung der Straßenbahn
Parallel dazu laufen intensive Vorbereitungen für die O-Bus-Linie 48, die ebenfalls ab Herbst 2027 den Betrieb aufnehmen soll.
„Diese Linie ist Teil eines langfristig gedachten Gesamtkonzepts und wird gemeinsam mit den geplanten S-Bahn-Linien S6 und S7, die ab dem Jahr 2032 Pendlerinnen und Pendler aus dem östlichen und westlichen Mühlviertel nach Linz bringen sollen, das Rückgrat des künftigen öffentlichen Verkehrs bilden. Es sollen mit den Linien S6, S7 und der O-Bus-Linie 48 vor allem auch die bestehende Straßenbahnachse entlastet werden“, betont Hajart. Hervorzuheben ist die konstruktive Zusammenarbeit mit allen Projektpartnern – vom Land Oberösterreich über den Bund bis hin zu den Linz Linien und der Schiene OÖ.
Geführt wird die O-Bus-Linie 48 vom Karlhof, über die Eisenbahnbrücke, die alte Gleistrasse hinter dem Schlachthof, das Krankenhausviertel, das Franckviertel, die Grüne Mitte, den Bulgariplatz bis zum WIFI bzw. der Linz AG.
„Die Linie 48 erschließt die östlichen Linzer Stadtteile und bietet viele neue Umstiegs- und Anbindungsmöglichkeiten. Sie stellt eine nachhaltige Entlastung der Landstraße, der Nahverkehrsdrehscheibe und des Hauptbahnhofs dar und schafft eine Ausgleichsstrecke bei erforderlichen Sperren. Angesichts des wirtschaftlichen Wachstums im Osten von Linz und der steigenden Zahl an Arbeitsplätzen in diesem Bereich ist der ÖV-Ausbau hier besonders wichtig. Das ÖV-Netz in Linz wird also durch die Buslinie 48 im östlichen Stadtgebiet und im Gegenzug durch die Linie 13 in Richtung Linzer Süden leistungsfähiger gemacht. Diese ÖV-Offensive fördert das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel und entlastet das Straßennetz vom motorisierten Individualverkehr“, betont Hajart.

Laut Verkehrsstudien werden langfristig mehr als 20.000 Fahrgäste täglich die neue Obus-Linie 48 nutzen.
Die Konzession für die O-Bus-Linie 48 wurde erteilt. Im 1. Quartal 2026 soll die eisenbahnrechtliche Einreichung erfolgen, mit deren Bewilligung im 2. Quartal 2026 gerechnet wird. Der Baubeginn der Trasse soll im 3. Quartal 2026 erfolgen. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 vorgesehen.
Die O-Buslinie 48 umfasst für 15 Betriebsjahre einen Finanzbedarf von 192 Millionen Euro, davon 72 Millionen Euro für Investitionen.
S-Bahnen S6 (Mühlkreisbahnhof – Hauptbahnhof) und S7 (Richtung Gallneukirchen/Pregarten): Entlastung vom Pendlerverkehr im Norden
Mit voraussichtlich knapp 40.000 Fahrgästen pro Werktag wird die Regional-Stadtbahn Linz zu einer neuen Hauptschlagader des Öffentlichen Verkehrs im Ballungsraum Linz und darüber hinaus. Bei beiden Projekten wird an der Einreichplanung gearbeitet. Über die beeindruckenden Detailplanungen haben sich bei einer großen Projektausstellung im November 2025 über 2.000 Interessierte informiert. Die Inbetriebnahme der S6, die Verbindung zwischen Mühlkreisbahnhof und Hauptbahnhof, ist 2032 vorgesehen.

Mit dem neuen Nahverkehrskonten Urfahr-Ost wird künftig einer der größten Umsteigepunkte in Oberösterreich mit rund 20.000 Fahrgästen täglich entstehen.
Die Regionalstadtbahn wird von der Schiene OÖ gebaut, wofür ein Kostenrahmen von 939 Millionen Euro durch eine Artikel 15a-Vereinbarung von Bund und Land OÖ abgesichert ist. Der Kostenanteil der Stadt Linz ist mit 50 Millionen Euro gedeckelt.
„Die Regional-Stadtbahn ist gerade jetzt ein enorm wichtiger Impuls für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Linz. Vor allem das Universitätsviertel bekommt mit dieser Anbindung eine zusätzliche Entwicklungsperspektive,“ so Hajart.
Befahren wird die neue Regional-Stadtbahn Linz mit sogenannten Tram-Train-Fahrzeugen. Das sind Fahrzeuge, die in der Stadt und dicht bebauten Siedlungsgebieten als Straßenbahn und im Freiland als Eisenbahn unterwegs sind. 2026 sollen die ersten neuen Tram-Train-Fahrzeuge ausgeliefert werden und ab 2027 auf der S5 der LILO im Einsatz sein.
4-gleisiger Ausbau der Westbahnstrecke (Inbetriebnahme 2032 / 2033): Entlastung vom Pendlerverkehr im Süden
Noch endet die viergleisige Weststrecke von Wien aus kommend in Linz-Kleinmünchen. Von dort bis zur Osteinfahrt des Linzer Hauptbahnhofs stehen im Moment nur zwei Weststreckengleise zur Verfügung. Bis 2032/33 soll diese letzte Engstelle auch viergleisig ausgebaut werden. Dann wird auch ein rascheres und dichteres Zug-Angebot mit mehr S-Bahnen zwischen Amstetten beziehungsweise St. Valentin und Linz sowie mehr Fernzügen möglich sein.
Der dichtere Takt der Nahverkehrszüge wird auch die Bahnhöfe Ebelsberg und Pichling enorm aufwerten. Im Zuge des Streckenausbaus wird mit der neuen Haltestelle Linz-Franckviertel ein neuer Umsteigeknotenpunkt (O-Buslinie 48) geschaffen. Mit ca. 10.000 Fahrgästen täglich wird diese Haltestelle auch zur Entlastung des Linzer Hauptbahnhofs beitragen.
Verlängerung Straßenbahnlinie bis zum Pichlinger See mit einer Park&Ride Anlage (Ziel: Inbetriebnahme 2033)
Der Gemeinderat hat 2023 im Mobilitätskonzept Linz-Süd als langfristige Maßnahme die Verlängerung der Straßenbahnlinie 2 bis zum Bahnhof Pichling, bei der auch das Gewerbegebiet Südpark angebunden wird, mitbeschlossen. Die Realisierung sollte dabei auf den viergleisigen Ausbau der Weststrecke und den dann möglichen dichten S-Bahn-Takt an der Bahnhaltestelle Pichling abgestellt werden, der nach derzeitigen Planungsstand 2033 möglich sein wird. Diese Straßenbahnverlängerung wurde seitens der Stadt Linz in den letzten beiden Jahrzehnten bereits mehrmals angekündigt, aber aufgrund der Verzögerung beim viergleisigen Ausbau der Weststrecke bisher noch nicht umgesetzt.
„Ich habe daher die Linz-Linien ersucht, ihre Planungen und Kostenkalkulation für die Straßenbahnverlängerung zu aktualisieren. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten für so ein Projekt, sollten heuer noch die Entscheidung für diese Straßenbahnverlängerung vorbereitet werden. Ziel sollte sein, dass 2033 mit der Aufwertung der Bahnhaltestelle Pichling auch die verlängerte Straßenbahnlinie in Betrieb gehen kann. Gemeinsam mit den ÖBB sollte auch eine große Park&Ride-Anlage in ein Gesamtkonzept integriert werden“, betont Vizebürgermeister Hajart, dass auch heuer die Weichen für die Mobilität von morgen gestellt werden müssen.
Die Errichtung einer Park&Ride-Anlage bei der Bahnhaltestelle Pichling ist auch Teil des beschlossenen Mobilitätskonzept Linz-Süd. Eine Realisierung im Zusammenhang mit dem viergleisigen Ausbau der Westbahnstrecke und der Verlängerung der Straßenbahnlinie wird darin als naheliegend empfohlen. Bei einer Verlängerung der Straßenbahnlinie wird im Mobilitätskonzept auch eine darauf abgestimmte Anpassung des Busnetzes hingewiesen.
In der Pressekonferenz-Unterlage vom April 2010 zur Straßenbahnverlängerung nach Pichling wurden die Kosten für die rund drei Kilometer lange Strecke mit rund 20 Millionen Euro und für die notwenigen Fahrzeuge mit rund 3,3 Millionen Euro angegeben.
Foto: Stadtplanung/Hr. Pertlwieser
Prüfung der Verlängerung der Stadtteilbuslinie 194 (Froschberg nach Leonding) zur Erschließung der Neuen Heimat
Im Stadtteilverkehrskonzept „Linz Neue Heimat Nordwest“ ist als Maßnahme die Verbesserung der ÖV-Erschließung durch eine Stadtteilbuslinie oder durch Buslinienverlängerungen enthalten. Konkret wird in Anknüpfung der Stadtteilbuslinie 194, die von Leonding kommend an der Salzburgerstraße endet, eine Erschließung der Neuen Heimat (über die Siemensstraße und Flötzerweg zum Bäckermühlweg) und Anbindung an den Bahnhof Wegscheid vorgeschlagen.
Die Linz Linien wurden bereits ersucht, ein fachliches Konzept für die Verlängerung der Buslinie 194 in den Stadtteil Neue Heimat auszuarbeiten sowie die zu erwartenden Investitions- und laufenden Betriebskosten zu kalkulieren. „2026 sollte in der Stadt Linz Klarheit geschaffen werden, wie und wann eine solche Stadtteilbuslinie in der Neuen Heimat angeboten werden kann“, so Vizebürgermeister Martin Hajart.
Die Stadtteilbuslinie 194 (Froschberg nach Leonding) wurde im November 2024 eingeführt und wird von der Stadt Leonding mit Unterstützung des Landes OÖ finanziert. Auch die Stadt Leonding würde eine Verlängerung der Stadtteilbuslinie befürworten.
Idee einer Linienführung aus dem Stadtteilverkehrskonzept Linz Neue Heimat
Effizienteres Parkraummanagement
Subjektiv von den motorisierten Verkehrsteilnehmern als eines der größten Probleme empfunden wird in Linz die Parkplatzsuche. „Leider ist es so, dass weitestgehend keine belastbaren Daten zur Stellplatznachfrage und der Auslastung vorliegen“, erläutert Mobilitätsreferent Hajart. „Wir haben uns daher entschlossen, zur Datenermittlung und zur Festlegung künftiger Parkraumstrategien Expertenhilfe in Anspruch zu nehmen“, sagt Hajart und hat deshalb die Ermittlung von grundlegenden Kennzahlen sowie eines darauf basierenden Kriterienkatalogs in Auftrag gegeben. Diese sollen in ein Parkraumkonzept als Teil eines Masterplans Parken einfließen.
„Dieser wird uns ermöglichen, nicht mehr anlassbezogen, sondern in größerem Rahmen vorzugehen bzw. zu planen“, so Hajart. Weitere Aufgaben sind die Entwicklung von Szenarien zur Verbesserung des Parkraummanagements, deren Wirtschaftlichkeit und Auswirkungen auf den Verkehr. Dafür sollen auch Best-Practice-Beispiele aus anderen Städten, etwa Salzburg und Innsbruck, untersucht werden.
Der „Masterplan Parken“ soll auch Lösungen und Strategien im Hinblick auf die Stellplatznachsicht bei Bauprojekten, Quartiersgaragen und andere alternativen Parklösungen beinhalten.
Weiterbau Westring (Inbetriebnahme 2. Etappe 2032): PKW-Entlastung Innenstadt
Nachdem die A26-Westringbrücke (1. Etappe des Westrings) seit Ende 2024 für eine Entlastung der Nibelungenbrücke sorgt, so soll der gesamte Westring das Linzer Stadtzentrum – etwa die Westtangente zwischen Römerbergtunnel bis zum Bahnhof – insgesamt vom Durchzugsverehr entlasten. 2026 sollen die Bauarbeiten für den zweiten Teil des Westrings weiter vorangehen.
Hauptstraße
Die Hauptstraße soll zu einem urbanen Lebensraum mit höherer Aufenthaltsqualität weiterentwickelt werden. Bei Workshops mit Bürgerbeteiligung vorgeschlagen und überlegt werden: Reduktion des Kfz-Durchzugsverkehrs (insbesondere des Schwerverkehrs), mehr Raum für Fußgänger, konsumfreie Plätze mit Trinkwasserbrunnen, Baumpflanzungen und Begrünung sowie Verbesserungen für Fuß- und Radverkehr im Bereich Hinsenkampplatz.
Bürgerbeteiligung bei der Planung für die „neue“ Hauptstraße, Foto: Stadt Linz
Fuß- und Radwegrampen von der Nibelungenbrücke zu Donauländen:
2025 wurde gemeinsam mit dem Land OÖ das Pilotprojekt zur Verbesserung der Radwegesituation auf der Nibelungenbrücke durchgeführt. Während dieses oberwasserseitig wieder abgebrochen wurde, werden auf der Brückenseite flussabwärts positive Erfahrungen gemacht. Nun sollen diesbezüglich die nächsten Schritte gesetzt werden, nämlich verbesserte Anbindungen von der Nibelungenbrücke hinunter zu den Donauländen auf Urfahraner sowie Linzer Seite.
Im Frühjahr 2026 erfolgt die bauliche Verbreiterung der AEC-Rampe in Urfahr. Im Herbst 2026 wird eine Rampe von der Nibelungenbrücke zum Lentos errichtet, die Mitte 2027 fertiggestellt sein soll.

Die geplante Radwegrampe an der Nibelungenbrücke, Fotos tragwerkstatt Ziviltechniker Ges.m.b.H.
Durch die Rampe wird der bisherige Fußgängerübergang über die Straße (Untere Donaulände) der Vergangenheit angehören, womit mehr Komfort und Sicherheit für Fußgänger sowie Radfahrer erreicht wird. Damit wird aber auch der Verkehrsfluss auf der Straße für den motorisierten Verkehr verbessert werden.
Tiefbau- und Beleuchtungsprojekte 2026
Derzeit wird gerade das Straßenbauprogramm 2026 finalisiert. Darin enthalten sind alle Straßenneubauten, Umbauten sowie Sanierungen. Sobald das Straßenbauprogramm fertiggestellt ist, kann das zum Teil darauf aufbauende Beleuchtungsprogramm 2026 finalisiert werden. Beide Programme werden zeitnah vorgestellt werden.
(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart.)
Fotos
- Druckdatei (JPG | 2,67 MB) 48 x 32 cm mit 300 dpi Foto: Privat
Vizebürgermeister Martin Hajart setzt auf den intensiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Die Veröffentlichung der Bilder ist für Medien honorarfrei, jedoch nur mit Fotonachweis. Falls nicht anders angegeben ist anzuführen: "Foto: Stadt Linz". Bei gewerblicher Nutzung bitten wir um Kontaktaufnahme.