Bergschlösslpark: Stellungnahme der Stadt Linz Stadt Linz betont umsichtiges Vorgehen: Baumschutzkonzept liegt vor, Einvernehmen mit Teilnehmer*innen des Protestcamps wurde angestrebt
Die Fortsetzung der Arbeiten im Bergschlösslpark, beginnend mit der Bergung eines Bohrkopfes der Linz AG, machten heute die Räumung des Protestcamps durch die Polizei auf Basis gültiger Bescheide erforderlich. Der Aufforderung der Polizei kamen die Demonstrierenden heute freiwillig nach. Die erfolgte Auflösung war nötig, um die Sicherheit der Demonstrierenden im unmittelbaren Nahbereich der Bau- bzw. Bergungsarbeiten zu gewährleisten.
Seit dem 19. November 2025 campierten Protestierende auf jener Fläche des Parks, unter der sich der Bohrkopf in der Tiefe befindet. In Gesprächen mit den Campierenden hat die Exekutive in Abstimmung mit der Stadt Linz in den vergangenen Wochen mehrfach versucht, eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen.
Die Stadt Linz legt besonderes Augenmerk auf ein sorgsames Vorgehen der weiteren Arbeiten. Für sämtliche Arbeitsschritte wurde ein baumschutzrechtliches Gutachten erstellt, welches umfassende Maßnahmen zum Schutz des Bestandes sowie eine baumfachliche Baubegleitung durch einen externen Sachverständigen vorsieht. Die Bergungsarbeiten des Bohrkopfes sollen nach aktuellem Status ohne zusätzliche bzw. neuerliche Baumfällungen erfolgen.
Die Bohrung war im Zuge eines Microtunneling-Verfahrens für die erforderliche Umleitung eines Abwasserkanals in rund 17 Metern Tiefe stecken geblieben. Für die Weiterführung der Arbeiten ist die Bergung des Bohrkopfs unumgänglich. Die dafür erforderliche Grube wird eine Fläche von etwa sechs mal neun Metern einnehmen und etwa 17 Meter tief ausgehoben.