Digitales Serviceangebot der Stadt wächst: One-Stop-Shop für Genehmigungen im Öffentlichen Raum Online-Anmeldung von Schanigärten, Events und Werbetafeln erleichtert Abläufe für Bürger*innen und Verwaltung
Die Stadt Linz baut ihr digitales Serviceangebot für Bürger*innen weiter aus. Nach der erfolgreichen Einführung des Digitalen Bauverfahrens wird derzeit an einem weiteren Großprojekt gearbeitet. Unter dem Arbeitstitel „Digitalisierung Genehmigungsverfahren zur Bewirtschaftung des öffentlichen Raumes“ entsteht eine weitere Plattform, die es den Linzer*innen ermöglichen soll, Genehmigungen betreffend öffentlichem Gut oder dem so genannten „Privatgrund“ der Stadt Linz unkompliziert und schneller zu erlangen – etwa für Veranstaltungen, Schanigärten oder auch Werbemaßnahmen. Bis dato sind beispielsweise für die Errichtung eines Schanigartens mehrere Genehmigungen nach unterschiedlichen Rechtsvorschriften einzuholen, wofür es verschiedene Zuständigkeiten gibt und mehrere Formulare benötigt werden. Künftig reduziert sich dies auf ein Formular, das im elektronischen Workflow automatisch von einer Stelle zur nächsten geleitet wird.
Entsprechend der Digitalisierungsoffensive des Magistrats wurden dafür die Prozesse, Aktenläufe und Formulare mehrerer in diese Genehmigungsverfahren eingebundene Geschäftsbereiche analysiert, mit dem Ziel, digitale Schnittstellen zwischen verschiedenen Rechtsmaterien, Geschäftsbereichen und daraus resultierenden Arbeitsweisen herauszuarbeiten. Dadurch sollen Ortsaugenscheine ebenso wie Medienbrüche im Verwaltungsprozess reduziert werden. Ziel ist es, dass mit einem smarten Formular die erforderlichen Genehmigungen erteilt werden. Es soll das Motto „Nicht die Bürger*innen laufen, sondern die Akten“ umgesetzt werden. Auch entsteht ein übersichtlicher Flächenkalender, der die aktuelle Nutzung des öffentlichen Raumes transparent abbildet.
Bürger*innen und Unternehmen profitieren mit der Umsetzung des Projektes – voraussichtlich noch in diesem Jahr – durch ein Online-Tool mit optimierter Usability, das dem Prinzip eines „One-Stop-Shops“ entspricht.
„Mit diesem Projekt erleichtern wir Bürger*innen aber auch Gastronomiebetrieben, Gewerbetreibenden und Kulturschaffenden den Genehmigungsprozess ihrer Vorhaben erheblich. Prämisse des Projektes ist, die Anträge durch entsprechende Verknüpfungen im digitalen Akt sprichwörtlich ‚laufen‘ zu lassen anstelle der Bürger*innen. Damit entsteht eine Win-Win-Situation für Bürger*innen und Verwaltung“, fasst Bürgermeister Dietmar Prammer die Ziele zusammen.
„Mit dieser, mehrere Geschäftsbereiche betreffenden Initiative wird die Stadt Linz einen weiteren großen Schritt in ihrem Digitalisierungsprogramm setzen. Kern davon ist es, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen: Auf der einen Seite werden Bürger*innen in ihren Anliegen bestmöglich unterstützt aber gleichermaßen auch Mitarbeiter*innen durch die Optimierung von Abläufen“, betont Magistratsdirektorin Mag.a Ulrike Huemer.