Ohne Care läuft nichts Equal Care Day fordert echte Gleichstellung
Am 1. März 2026 macht der Equal Care Day auf die ungleiche Verteilung von unbezahlter Sorgearbeit aufmerksam. In Österreich wird unbezahlte Care-Arbeit immer noch zu 70 Prozent von Frauen verrichtet. Frauen leisten durchschnittlich täglich fast zwei Stunden mehr unbezahlte (Care)-Arbeit als Männer – mit weitreichenden Folgen für Einkommen und soziale Absicherung.
Der Equal Care Day wurde ursprünglich 2016 in Deutschland ins Leben gerufen und wird eigentlich am 29. Februar – also nur in Schaltjahren – begangen. Das „seltene“ Datum steht sinnbildlich für die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung von Sorgearbeit, die vor allem von Frauen geleistet wird.
Heuer findet der Equal Care Day am 1. März statt. Der Tag macht darauf aufmerksam, dass unbezahlte Care-Arbeit nach wie vor ungleich verteilt ist und oft unsichtbar bleibt. Er fordert mehr Wertschätzung, eine gerechtere Verteilung zwischen den Geschlechtern und politische Maßnahmen, um Sorgearbeit finanziell und gesellschaftlich besser abzusichern.
„Männer müssen Verantwortung für Sorgearbeit übernehmen, denn die Ungleichverteilung hat langfristige Auswirkungen auf das Einkommen, Pensionsansprüche und berufliche Chancen von Frauen. Deswegen müssen wir Care-Arbeit endlich als gesellschaftlich relevante Leistung anerkennen und für eine gerechtere Verteilung sowie bessere Rahmenbedingungen sorgen“, fordert Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.