Medienservice vom: 03.03.2026

Projekt „Wohnen im Dialog“ zieht Bilanz Zusammen für eine gute Nachbarschaft in Linz

  • Stadt Linz, Ordnungsdienst und Volkshilfe im engen Schulterschluss für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum

Eine funktionierende Stadt braucht einen öffentlichen Raum, in dem unterschiedliche Lebensrealitäten Platz haben und gleichzeitig klare Strukturen gelten, damit Sicherheit, Sauberkeit und ein respektvolles Miteinander gewährleistet bleiben. Die Stadt Linz setzt daher seit 2018 auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsressort, Ordnungsdienst und der Volkshilfe. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist das Projekt „Wohnen im Dialog“, ein Projekt der Volkshilfe Oberösterreich, das nun mit dem Jahresbericht 2025 Bilanz über seine Arbeit am Standort Linz zieht.

„Wohnen im Dialog“ unterstützt die Stadt Linz dabei, Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum zu entschärfen. Das Volkshilfe-Team arbeitet mit aufsuchender Sozialarbeit in definierten Zielgebieten wie etwa dem Linzer Volksgarten, Hauptbahnhof, dem GWG-Park und dem Urfahraner Grünmarkt und bringt soziale, ordnungspolitische und interkulturelle Perspektiven zusammen. Ziel ist es, Konflikte nicht eskalieren zu lassen, sondern durch Gespräche, Vermittlung und klare Zuständigkeiten nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

Neben der Arbeit im öffentlichen Raum umfasst das Projekt strukturierte Konfliktgespräche und Mediationen bei Nachbarschaftsstreitigkeiten zwischen Linzerinnen und Linzern, Vermieterinnen und Vermietern und weiteren Nutzergruppen.

„Ein geordnetes und gutes Zusammenleben braucht klare Regeln und die Bereitschaft, diese einzuhalten. Wer sich respektvoll verhält, hat nichts zu befürchten – wer jedoch durch Aggression, Vermüllung oder Gesetzesverstöße auffällt, muss mit konsequenten Maßnahmen rechnen. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Volkshilfe verbinden wir soziale Unterstützung mit klarer Ordnungspolitik. Mein Ziel ist ein sicherer, sauberer öffentlicher Raum, in dem sich die Menschen in unserer Stadt jederzeit wohlfühlen können“, betont Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml.

„Wir arbeiten direkt dort, wo Spannungen entstehen – in Parks, an Verkehrsknotenpunkten oder in Wohnanlagen. Durch kontinuierliche Beziehungsarbeit und enge Vernetzung mit der Stadt Linz bzw. dem Linzer Ordnungsdienst können wir Konflikte frühzeitig erkennen und tragfähige Lösungen entwickeln“, erklärt Volker Atteneder, Volkshilfe, Bereichsleitung Zusammenleben, Bildung und Arbeit.

„Für den Ordnungsdienst ist entscheidend, frühzeitig wahrzunehmen, wo sich Konflikte im öffentlichen Raum entwickeln. Durch die laufende Abstimmung mit Sozialarbeitern können wir soziale Problemlagen besser einordnen und gezielt reagieren und vice versa. Diese Kooperation ermöglicht es uns, Spannungen nicht nur ordnungspolitisch zu begleiten, sondern gemeinsam mit der Sozialarbeit nachhaltige Lösungen für Linzerinnen und Linzer zu entwickeln“, ergänzt Mario Gubesch, Geschäftsführer der Ordnungsdienst GmbH.

Volksgarten: Mehr Sicherheit, klare Regeln und steigende Aufenthaltsqualität

Der Volksgarten ist eine der zentralen innerstädtischen Parkanlagen und ein wichtiger Erholungsraum für Linzerinnen und Linzer. Gleichzeitig steht der Park seit Jahren im Fokus sicherheits- und sozialpolitischer Maßnahmen. Die Stadt Linz reagierte bereits 2023 einstimmig auf bestehende Problemlagen und weitete das bestehende Konzept der Zusammenarbeit zwischen Ordnungsdienst und Sozialarbeit gezielt auf den Volksgarten aus. Ziel war es, Nutzungskonflikte nicht zu verdrängen, sondern strukturiert zu bearbeiten und die Aufenthaltsqualität nachhaltig zu verbessern.

Bereits im Februar 2024 stellt die Stadt Linz gemeinsam mit allen Beteiligten eine „sanfte“ Umgestaltung des Volksgartens vor. Das Besondere daran ist der abgestimmte Zugang: Der Linzer Ordnungsdienst, die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter der Volkshilfe sowie die zuständigen Ressorts der Stadt Linz entwickelten Maßnahmen in enger Abstimmung mit den Nutzergruppen des Parks und unter Berücksichtigung der Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Eine Befragung zeigte deutlich, dass sich viele Linzerinnen und Linzer mehr Sicherheit, häufigere Kontrollen, eine bessere Beleuchtung sowie eine klare Einhaltung von Verhaltensregeln wünschen. Ebenso wurde eine stärkere Präsenz von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern gefordert, um Hilfe anzubieten und Konflikte zu entschärfen.

Parallel zur baulichen Attraktivierung wird die aufsuchende Sozialarbeit im Volksgarten kontinuierlich fortgesetzt. Der Linzer Ordnungsdienst und die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind regelmäßig präsent und arbeiten aktiv mit suchtkranken, obdachlosen und durchreisenden Personen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten Einzelfallhilfen im Bereich Gewaltschutz, Gewaltprävention und Wohnungslosenhilfe. Sie unterstützen bei Suizidprävention, vermitteln medizinische und psychosoziale Angebote bei psychischen Krisen sowie nach erlittenen Verletzungen. Gleichzeitig moderieren sie den Umgang zwischen unterschiedlichen Nutzergruppen des Parks und sensibilisierten im Umgang mit Hochrisikokonsum.

„Bei akuten Selbstgefährdungen jugendlicher Personen verfasste das Team auch im vergangenen Jahr Gefährdungsmeldungen und stimmte sich eng mit der Exekutive ab. Bei substanzbedingter Aggression oder Überdosierungen leitete es regelmäßig Polizei- und Rettungseinsätze ein. Die laufende Kommunikation mit anderen Parknutzerinnen und Parknutzern stellte sicher, dass Spannungen frühzeitig erkannt und bearbeitet wurden“, informiert Volker Atteneder.

Im Berichtsjahr 2025 zeigten sich neue Entwicklungen im Zielgebiet. Durch die Umbauarbeiten im nahegelegenen Busbahnhof am Linzer Hauptbahnhof kam es zu einer Verdrängung obdachloser Personen. In der Folge wurde ein Anstieg von Übernachtungen im Volksgarten festgestellt. Betroffen waren vor allem EU-Drittstaatsangehörige ohne Anspruch nach dem Sozialhilfegesetz sowie Personen mit vermuteten psychischen Erkrankungen oder schwerer Alkoholabhängigkeit, die bestehende Notunterkünfte oder Wärmestuben nicht in Anspruch nehmen konnten.

Seit der Umstellung des Pfandsystems nutzten überdies deutlich mehr Personen aus einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit, durch das Sammeln von Leergebinden im Park Einkommen zu generieren. Auch hier waren EU-Drittstaatsangehörige als Notreisende überproportional vertreten.

Im Zuge des Projektfortschritts wurde eine Veränderung im Nutzungsverhalten an der etablierten Sitzgruppe hinter der Haltestelle Goethekreuzung beobachtet. Die dort anwesenden Personen distanzierten sich mehrheitlich von aggressiv auftretenden Verkäufern und duldeten diese nicht mehr im unmittelbaren Sitzbereich. In der Folge wichen Teile der Verkäuferszene in angrenzende Bereiche aus, unter anderem in Richtung Goethekreuzung. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl verbaler Konflikte innerhalb des Parks deutlich.

Weitere Problemfelder blieben jedoch bestehen. Dazu zählten öffentliches Urinieren im Bereich des Großschachs, die Nutzung der öffentlichen WC-Anlage als Drogenkonsumraum, zurückgelassene Spritzbestecke im mobilen Sanitärbereich sowie punktuelle Vermüllungen durch obdachlose Personen ohne Anspruch nach dem Sozialhilfegesetz. Diese Vorfälle wurden dokumentiert und in enger Abstimmung mit Ordnungsdienst und Exekutive bearbeitet.

Die Rückmeldungen der Gewerbetreibenden im Umfeld des Volksgartens fielen im Berichtsjahr deutlich positiver aus als in den Vorjahren. In Gesprächen wurde bestätigt, dass vormals aufgetretene Probleme mit suchtkranken Personen nahezu vollständig beendet werden konnten. Aufenthalte in Tiefgaragen reduzierten sich ebenso wie Irritationen in angrenzenden Geschäftslokalen. Im gesamten Projektjahr wurde keine Beschwerde seitens der Gewerbetreibenden mehr an das Projektteam gerichtet.

Auch der Linzer Ordnungsdienst kommunizierte eine deutlich reduzierte Beschwerdelast im Bereich des Volksgartens. Nachdem Alkohol einen wesentlichen Beitrag für die Entstehung von Nutzungskonflikten leistet, ist hier festzuhalten, dass ein Einschreiten seitens des OSL im Jahr 2022 noch in 1.211 Fällen notwendig war. Im vergangenen Jahr waren diese Interventionen nur mehr in 530 Fällen notwendig.

Auch bei den bei der Stadt Linz eingelangten Beschwerden mit dem Suchbegriff „Volksgarten“ zeigt sich ein klar rückläufiger Trend: Im Jahr 2023 wurden insgesamt 52 Meldungen registriert, davon 12 durch den Ordnungsdienst. 2024 blieb die Gesamtzahl mit 53 Meldungen nahezu konstant, wobei der Anteil des OSL auf 10 Fälle sank. 2025 ging die Zahl der Beschwerden schließlich deutlich auf 23 Meldungen zurück, davon 7 durch den Ordnungsdienst.

„Die Linzerinnen und Linzer sollen den Volksgarten ohne Unsicherheitsgefühl nutzen können – sei es zur Erholung, auf dem Weg zur Arbeit oder am Spielplatz. Deshalb haben wir den Stützpunkt des Linzer Ordnungsdienstes bewusst in unmittelbare Nähe verlegt und die Präsenz deutlich verstärkt. Das Alkoholverbot war ein wichtiger Schritt, zeigt aber auch, dass Einzelmaßnahmen nicht ausreichen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus klaren Regeln, konsequenter Kontrolle, baulicher Aufwertung und professioneller Sozialarbeit. Genau dieses Bündel an Maßnahmen setzen wir im Volksgarten um“, betont Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml.

Soziale Präsenz und klare Rahmenbedingungen für Hotspot Hauptbahnhof

Das Bahnhofsviertel zählt zu den am stärksten frequentierten urbanen Räumen in Linz. Täglich treffen unterschiedlichste Nutzergruppen aufeinander. Diese hohe Frequenz bringt Lebendigkeit, stellt die Stadt aber auch vor besondere Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund weitete die Stadt Linz im Juli 2025 die bewährte Kooperation zwischen Ordnungsdienst und Sozialarbeit vom Volksgarten auf den Vorplatz des Hauptbahnhofs aus.

Ziel dieser Erweiterung war es, niederschwellige Hilfsangebote näher an die Aufenthaltsorte obdachloser und suchtkranker Menschen zu bringen und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität für alle Linzerinnen und Linzer zu verbessern. Die Stadt setzte dabei bewusst auf einen abgestimmten Zugang, der individuelle Hilfe mit klaren Regeln im öffentlichen Raum verbindet. Statt punktueller Einzelmaßnahmen wurde ein strukturiertes Maßnahmenpaket umgesetzt, das Präsenz, Gesprächsangebote, Krisenintervention und enge Abstimmung mit Sicherheitsbehörden kombiniert.

Im Berichtsjahr 2025 war die Volkshilfe im Rahmen der aufsuchenden Gemeinwesenarbeit regelmäßig am Linzer Hauptbahnhof präsent. Das Team führte Rundgänge zu unterschiedlichen Tageszeiten durch, um Entwicklungen frühzeitig wahrzunehmen und strukturiert zu dokumentieren. Als zentrale Arbeitsfelder identifizierte es den Bahnhofsvorplatz, das Busterminal, den Fahrradkeller, Unterführungen sowie angrenzende Park- und Straßenbereiche.

Ein Schwerpunkt lag auf der niederschwelligen Kontakt- und Beziehungsarbeit mit wohnungslosen und suchtkranken Personen. Durch wiederkehrende Gespräche gelang es, auch zu Personengruppen tragfähige Kontakte aufzubauen, die zuvor schwer erreichbar waren. In diesen Gesprächen thematisierte das Team Schlafplätze, gesundheitliche Situationen, subjektive Sicherheitswahrnehmungen sowie Erfahrungen mit Sicherheitsdiensten und Polizei. Auch die Auswirkungen von Verdrängungsmechanismen wurden offen angesprochen und dokumentiert.

Im Verlauf des Jahres zeigte sich deutlich, dass bauliche Veränderungen – insbesondere der Umbau des Busterminals und des Fahrradkellers – zu Verlagerungseffekten führten. Aufenthalts- und Schlafmöglichkeiten gingen verloren, wodurch betroffene Personen vermehrt in andere Bereiche auswichen, etwa in den Volksgarten, in Unterführungen, in angrenzende leerstehende Gebäude oder in Parkanlagen. Die Entwicklungen wurden durch die Volkshilfe kontinuierlich beobachtet und aktiv in bestehende Abstimmungsprozesse mit Stadt Linz, Polizei und weiteren Einrichtungen eingebracht.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Arbeit war die Einschätzung und Bearbeitung von Konflikten im öffentlichen Raum. Dazu zählten Auseinandersetzungen innerhalb einzelner Szenen, Spannungen zwischen unterschiedlichen Nutzergruppen sowie Konflikte im Zusammenhang mit ordnungspolitischen Maßnahmen. Durch die regelmäßige Präsenz vor Ort und durch direkte Gespräche mit Betroffenen konnte das Team deeskalierend wirken und Eskalationspotenziale frühzeitig erkennen.

Für den Bahnhofsvorplatz ist vorgesehen, Sitzgruppen nach dem Vorbild des Volksgartens zu errichten. Diese sind im letzten Jahr bereits planerisch berücksichtigt, wobei die Umsetzung schrittweise erfolgen soll. Für heuer sind zunächst provisorische Lösungen vorgesehen, um den öffentlichen Raum besser nutzbar und strukturierter zu gestalten. Ergänzend dazu sind eine Optimierung der Sitzgelegenheiten sowie weitere Mistkübel geplant, um Aufenthaltsqualität, Sauberkeit und Nutzbarkeit des Areals zu verbessern.

Die Arbeit am Hauptbahnhof wurde durch eine intensive Vernetzung begleitet. Es bestand ein laufender Austausch mit der ÖBB, Sicherheitsdiensten, der Polizei, zuständigen Stellen der Stadt Linz sowie sozialen Einrichtungen wie B37 und OBST (Obdachlosenstreetwork), Caritas (Helpmobil), JUST Streetwork und Substanz. Ziel war es, Informationen rasch weiterzugeben, Vorgehensweisen abzustimmen und soziale Perspektiven in sicherheitsrelevante Entscheidungen einzubringen. 

„Der Hauptbahnhof ist ein Tor zu unserer Stadt. Gerade hier braucht es Lösungen, die sowohl für Reisende und Anrainerinnen und Anrainer als auch für sozial benachteiligte Menschen tragfähig sind. Wir setzen auf eine Kombination aus klaren Regeln, verstärkter Präsenz und professioneller Sozialarbeit. Ein verordnetes Alkoholverbot hätte nach Einschätzung der Expertinnen und Experten vor allem Verdrängungseffekte erzeugt. Deshalb evaluieren wir die gesetzten Maßnahmen sorgfältig und entscheiden auf Basis von Fakten über weitere Schritte“, betont Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml.

Beschwerden im GWG-Park

Aufgrund wiederholter Beschwerden von Anrainerinnen und Anrainer über Lärm und abendliche Störungen im GWG-Park wurde die Situation verstärkt durch Sozialarbeit begleitet. Durch regelmäßige Präsenz, Gespräche und Beziehungsarbeit werden die dort aufhältigen Personengruppen für Ruhezeiten und Rücksichtnahme laufend sensibilisiert.

Der Park wird derzeit wenig von Familien genutzt, während sich dort häufiger alkoholkranke und teils wohnungslose Menschen aufhalten. Die Gruppen zeigen sich jedoch kooperativ, und es kam zu keinen Eskalationen oder Anzeigen. Die Situation wird weiterhin beobachtet und bei Bedarf durch niederschwellige Maßnahmen begleitet.

Betriebe rund um Grünmarkt werden unterstützt

Am Grünmarkt-Areal in Linz-Urfahr kam es laut Bericht im Vorjahr nach baulichen Veränderungen zu einer veränderten Nutzung des öffentlichen Raums und daraus resultierende Beschwerden.
Seit der Renovierung des Areals kommt es im Bereich zwischen Apotheke und Café vermehrt zu Aufenthalten akut wohnungsloser Menschen, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden. Beobachtet wurden witterungsabhängige Nächtigungen mehrerer Personen, Alkoholkonsum, öffentliche Verunreinigungen sowie vereinzelt benutztes Spritzbesteck. Auch das benachbarte Seniorenzentrum berichtete über Belastungen im Eingangsbereich.

Die Betriebe wurden durch rasche Interventionen entlastet und für eine unkomplizierte Kontaktaufnahme sensibilisiert. Die Beschwerde wurde ernst genommen und gemeinsam mit dem Beschwerdeführer sowie weiteren Beteiligten bearbeitet. Es wurden aufsuchende Kontakte hergestellt und Unterstützungsangebote vermittelt. Sicherheitsrelevante Vorfälle wurden an die zuständigen Stellen (OSL, Polizei) weitergegeben. 

Hummelhofwald

Der Hummelhofwald wird im Jahresbericht als Beispiel für eine sachliche Lageeinschätzung und kooperative Abstimmung im öffentlichen Raum angeführt.

Im Bereich des Pavillons hielten sich vereinzelt obdachsuchende Personen auf, die mangels Zugangs zu regulären Notschlafstellen dort nächtigten. Es wurden einzelne Übernachtungen sowie zurückgelassene Gegenstände festgestellt, jedoch keine nennenswerten Verunreinigungen oder Störungen. Die allgemeine Parknutzung blieb unbeeinträchtigt, vereinzelt wurden subjektive Unsicherheiten wahrgenommen.
Mehrere Begehungen sowie Abstimmungen mit den zuständigen Ressorts der Stadt Linz führten zu einer gemeinsamen Einschätzung der Lage als derzeit unproblematisch. Aufsuchende Kontakte wurden hergestellt und Unterstützungsangebote vermittelt. 

Weitere Einsatzorte: Beobachtung und kooperative Abstimmung

Der Jahresbericht fasst mehrere kleinere Einsatz- und Beobachtungsorte zusammen, bei denen durch rasche Erhebungen und Vernetzung eine sachliche Einschätzung der Lage möglich war.

Am OK-Platz wurde nach einer Meldung über eine wiederkehrende Personengruppe ein Rundgang durchgeführt. Die anwesenden Personen verhielten sich unauffällig, konkrete Beschwerden lagen nicht vor, es besteht aktuell kein Handlungsbedarf.

Auch im Bereich der Linzer Brücken wurde Hinweisen auf mögliche Nächtigungen nachgegangen. An mehreren Standorten konnten keine Gruppen festgestellt werden; lediglich unter einer Brücke wurde eine einzelne Person mit Gepäck angetroffen. Hinweise auf eine dauerhafte strukturelle Nutzung ergaben sich nicht.

Im Umfeld der Wärmestube in der Dinghoferstraße führten Beschwerden von Anrainerinnen und Anrainern zu einer verstärkten Abstimmung mit der Einrichtung. Thematisiert wurden Nächtigungen außerhalb der Öffnungszeiten, Verunreinigungen und Lärmentwicklungen. In enger Kooperation mit der Leitung der Wärmestube wurden Austausch- und Bündelungsstrukturen für Beschwerden etabliert sowie Präventionsmaßnahmen abgestimmt. Die Zusammenarbeit im Bereich Wohnungs- und Obdachlosenhilfe wurde weiter vertieft.

„Der aktuelle Bericht für den Standort Linz zeigt deutlich, wie wirksam die enge Zusammenarbeit zwischen Sozialarbeit, Ordnungsdienst und Stadt Linz ist. Durch kontinuierliche Präsenz im öffentlichen Raum, eine abgestimmte Vorgehensweise mit der Polizei sowie den laufenden Austausch mit Anrainerinnen und Anrainern sowie weiteren Nutzergruppen konnten Beschwerdelagen reduziert, Konflikte frühzeitig entschärft und sensible Bereiche stabilisiert werden. Besonders in herausfordernden Zielgebieten wie Volksgarten oder Hauptbahnhof wird sichtbar, dass Sicherheit und soziale Verantwortung einander nicht ausschließen, sondern sich ergänzen – und damit unmittelbar zur Lebensqualität der Linzerinnen und Linzer beitragen“, betont Volker Atteneder von der Volkshilfe.

„Der Bericht zeigt auch klar: Wir sind noch nicht am Ziel. Gerade an einzelnen Orten besteht weiterhin Handlungsbedarf, um Sicherheit, Sauberkeit und ein respektvolles Miteinander dauerhaft zu gewährleisten. Es bleibt viel zu tun. Umso wichtiger ist es, die bewährte Zusammenarbeit konsequent fortzuführen und weiterzuentwickeln. Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Beteiligten – den Mitarbeitern der Sozialarbeit, dem Ordnungsdienst, der Polizei sowie den engagierten Einrichtungen und Partnerorganisationen, die mit großem Einsatz täglich dazu beitragen, Verbesserungen Schritt für Schritt zu erreichen“, so Raml abschließend.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml)

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