ILG investiert 2026 gezielt in Bildung, Kinderbetreuung und klimafitte Infrastruktur ILG als treibende Kraft für die städtische Infrastruktur
Die Immobilien Linz GmbH (ILG) setzt 2026 gezielte Investitionsschwerpunkte in Bildungsinfrastruktur, Kinderbetreuung, Klimaschutz und die Weiterentwicklung bestehender städtischer Standorte. Insgesamt sind 16,6 Millionen Euro für Projekte vorgesehen, die die Stadt langfristig stärken und auf neue Anforderungen vorbereiten. Aufsichtsratsvorsitzende der ILG, Vizebürgermeisterin Merima Zukan, betont: „Wir investieren gezielt in jene Bereiche, die für die Zukunft unserer Stadt entscheidend sind: gute Bildungsräume, ausreichend Kinderbetreuung und eine nachhaltige Infrastruktur. Damit schaffen wir die Grundlage für faire Chancen und hohe Lebensqualität in Linz.“
Schulausbau als zentraler Schwerpunkt
Ein wesentlicher Fokus liegt auf dem Schulausbauprogramm, für das bis 2030 insgesamt rund 36 Millionen Euro vorgesehen sind. Ziel ist es, bestehende Standorte zu erweitern und moderne Lernumgebungen zu schaffen. Der im Dezember 2025 vom Gemeinderat beschlossene Plan sieht gezielte Erweiterungen und Neubauten an mehreren Schulstandorten vor, um rechtzeitig auf steigende Schüler*innenzahlen zu reagieren.
Für 2026 stehen vor allem die Vorbereitung und Planung folgender Projekte im Mittelpunkt:
Bei der Löwenfeldschule (MS 10) ist die Aufstockung des Nebengebäudes mit vier zusätzlichen Klassenräumen sowie einem neuen Fachraum für Kunst und Gestaltung vorgesehen. Das Gesamtvolumen beträgt rund 4 Millionen Euro, der Baubeginn ist für Frühjahr 2027 geplant.
An der Spallerhofschule (MS 14) sind der Neubau von acht Klassenräumen, eines Physiksaals sowie die Erweiterung des Turnsaals geplant. Das Investitionsvolumen beträgt rund 10,6 Millionen Euro, der Baustart ist für Herbst 2027 vorgesehen.
Bei der Siemensschule (VS 35) erfolgt eine Aufstockung um vier Klassenräume sowie eine Erweiterung des Turnsaals. Zusätzlich bringt der Wegfall der Doppelnutzung mit dem Hort eine Entlastung des Standorts. Das Gesamtvolumen beträgt rund 5,8 Millionen Euro, der Baustart ist für Frühjahr 2027 geplant.
Auch weitere Schulprojekte sind in Vorbereitung. Dazu zählen ein neues Inklusives Schulzentrum im Linzer Süden, derzeit läuft die Standortprüfung. In Ebelsberg ist zudem die Erweiterung der MS 23 um vier Klassen vorgesehen, um bestehende Standorte zu entlasten und auf das Wachstum im Stadtteil zu reagieren.
Bis zur Umsetzung sichern Containerklassen und Übergangsräume die notwendigen Kapazitäten, insbesondere in Keferfeld, Löwenfeld und Pichling. Zusätzlich sind jährlich 100.000 Euro für laufende Sanierungen an Schulstandorten vorgesehen.
Vizebürgermeisterin Zukan betont: „Bildung ist die stärkste Investition, die eine Stadt tätigen kann. Mit jedem Neubau und jeder Erweiterung schaffen wir bessere Chancen für unsere Kinder.“
ILG-Geschäftsführer Markus Eidenberger erklärt „Der Schwerpunkt der Investitionen der ILG in den nächsten Jahren liegt eindeutig auf dem großen Schulausbauprogramm. Die 2026 dafür vorgesehenen Mittel sind noch geringer, weil wir uns erst in den Planungsphasen befinden. Insgesamt sind 36 Millionen Euro in fünf parallelen Projekten aber ein großer Wurf, auf den wir uns sehr freuen: Für die Zukunft unserer Kinder zu bauen, ist eine der schönsten Aufgaben der ILG.“
Kinderbetreuung wird weiter ausgebaut
Auch im Bereich Kinderbetreuung setzt die ILG klare Schwerpunkte. Bis 2028 sind 5 Millionen Euro vorgesehen, um ausreichend Plätze in Krabbelstuben und Horten sicherzustellen. Für 2026 sind 600.000 Euro budgetiert. Bestehende Standorte im Linzer Süden, in Urfahr Ost und am Froschberg werden aktuell geprüft und weiterentwickelt.
Der ehemalige Hort in der Johann-Wilhelm-Klein-Straße wird nach dem Umzug in die Mira-Lobe-Schule zu zwei Krabbelstuben- und zwei Kindergartengruppen umgebaut.
Klimaschutz: Photovoltaik-Ausbau und Dachsanierungen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau erneuerbarer Energie. Für den Photovoltaik-Ausbau sind insgesamt 20 Millionen Euro vorgesehen. Für 2026 sind davon 4 Millionen Euro eingeplant. Die Umsetzung erfolgt in Etappen bis 2028. Bereits neun weitere Anlagen befinden sich in finaler Bauausführung, ihre Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2026 vorgesehen.
Parallel dazu werden notwendige Dachsanierungen umgesetzt. Sie sind Voraussetzung für den weiteren Ausbau und mit insgesamt 10 Millionen Euro hinterlegt, davon 2,5 Millionen Euro im Jahr 2026. Ausbau und begleitende Sanierungen sollen bis 2027 abgeschlossen sein.
Investitionen in bestehende Infrastruktur und neue Nutzungen
Neben großen Ausbauprojekten werden bestehende Standorte gezielt saniert und weiterentwickelt. Beim Ars Electronica Center wird die Gebäudeleittechnik inklusive der Steuerung der Fassadenbeleuchtung mit einem Investitionsvolumen von rund 900.000 Euro erneuert.
Das heute als Kindergarten und Sozialzentrum genutzte ehemalige Haus 3 des Seniorenzentrums Glimpfingerstraße wird einer umfassenden Fassadensanierung unterzogen, wofür rund 800.000 Euro vorgesehen sind.
Beim Oberwirt in St. Magdalena wird das Untergeschoss zu einem modernen Probelokal für den Musikverein umgebaut. Die Investition beträgt rund 300.000 Euro, die Fertigstellung ist für April 2026 vorgesehen. Der Musikverein St. Magdalena wird damit auch künftig seine Proben am Standort abhalten können.
Im Herbst 2026 startet die Sanierung des Kiosks im Franckviertel, der künftig als Gemeinschaftszentrum genutzt wird.
Auch beim Botanischen Garten werden erste Schritte gesetzt. Geplant sind ein neues Eingangsgebäude sowie die Erneuerung der Glashäuser — mit verbesserten Zugängen, Aufenthaltsbereichen und neuen Möglichkeiten für Veranstaltungen und Bildung. Das Projekt setzt auf nachhaltige Holzbauweise, großflächige Verglasungen und eine stärkere Öffnung zum Garten. Insgesamt sind 7 Millionen Euro vorgesehen, die Umsetzung erfolgt etappenweise bis Anfang 2028.
Mit dem Investitionsprogramm 2026 setzt die ILG klare Schwerpunkte in jenen Bereichen, die für eine wachsende Stadt entscheidend sind: Bildung, Betreuung, Klimaschutz und die gezielte Weiterentwicklung bestehender Infrastruktur.
Investitionen 2026
| Maßnahmen der Immobilien Linz GmbH | Volumen in EURO |
| Schulausbaupaket 2026 - 2030 | 1.700.000 |
| davon Aufstockung Zubau MS 10 "Löwenfeldschule" | 400.000 |
| davon teilweise Aufstockung VS 35 "Siemensschule" | 400.000 |
| davon Zubau MS 14 "Spallerhofschule" | 900.000 |
| Jährliche Detailsanierungen in Schulen | 100.000 |
| Ausbauten Horte, Kindergärten und Krabbelstuben (Froschberg, Kleinmünchen, Urfahr Ost) | 600.000 |
| Botanischer Garten Neubau Glashäuser und Eingang | 2.150.000 |
| AEC Erneuerung GLT, Lichtsteuerung, Lift etc. | 900.000 |
| Oberwirt Umbau Saal zu Probelokal Musikverein St. Magdalena | 300.000 |
| LIVA jährliche Sanierungen 2026 | 700.000 |
| Design Center Sanierungen 2026 | 150.000 |
| Dachsanierungen, v.a. vor PV-Projekten | 2.500.000 |
| Photovoltaikanlagen | 4.000.000 |
| Planungsvorlauf Generalsanierung Neues Rathaus | 500.000 |
| Neugestaltung Peter-Behrens-Platz (Tabakfabrik) | 500.000 |
| Fassadensanierung eh. Haus 3 des SZL Glimpfingerstraße | 800.000 |
| Generalsanierung Kiosk Franckviertel | 700.000 |
| Reserve | 1.000.000 |
| Gesamtinvestitionen | 16.600.000 |
Fotos
- Druckdatei (JPG | 6,43 MB) 51 x 34 cm mit 300 dpi Foto: Stadt Linz
Schulreferentin Vizebürgermeisterin Merima Zukan beim Besuch einer Pflichtschule in Linz-Urfahr
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Die Veröffentlichung der Bilder ist für Medien honorarfrei, jedoch nur mit Fotonachweis. Falls nicht anders angegeben ist anzuführen: "Foto: Stadt Linz". Bei gewerblicher Nutzung bitten wir um Kontaktaufnahme.