Medienservice vom: 17.04.2026 |Fotos zur Meldung

Naturerlebnis und Geschichte entlang der Pferdebahnpromenade Neu gestalteter Lehrpfad

In einer der artenreichsten Landschaften des Linzer Stadtgebiets, dem Ausläufer des Altenberger Hügellandes in St. Magdalena, bietet der Naturpfad auf der Pferdebahnpromenade ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie. Elf Schautafeln führen durch die faszinierende Welt der Vögel und geben konkrete Tipps für naturnahe und tierfreundliche Gärten. Der jüngst neu gestaltete Lehrpfad entlang der alten Bahntrasse verbindet Naturerlebnis mit einem spannenden Stück europäischer Verkehrsgeschichte.

„Bereits ein kurzer Spaziergang entlang der Promenade macht auf sehr eindrückliche Weise deutlich, wie wichtig der Grüngürtel und dessen Schutz für Linz sind: es ist eine Oase der Artenvielfalt! Auf elf neuen, informativ gestalteten Schautafeln können Besucher*innen nun wieder die heimische Vogelfauna kennenlernen. Zusätzlich geben die Tafeln praktische Tipps, wie man die Natur im eigenen Garten fördern kann“, freut sich Umweltstadträtin Mag.a Eva Schobesberger über die gelungene Revitalisierung des Lehrpfades.

Auf den Spuren einer der ersten Eisenbahnen des Kontinents

Die Pferdebahnpromenade verläuft auf der historischen Trasse der Pferdeeisenbahn Linz–Budweis, die 1832 eröffnet wurde. Mit 129 km Länge gehörte sie zu den längsten Pferdeeisenbahnen der Welt und war die zweite auf dem europäischen Kontinent – geplant vom Prager Mathematiker, Astronom und Physiker Josef Gerstner (1756 – 1832)

Der Lehrpfad blickt ebenfalls schon auf eine über 30-jährige Geschichte zurück: 1995 auf Privatinitiative hin gegründet, wurde er bereits 1996 mit dem Linzer Umweltschutzpreis ausgezeichnet. Seit 2009 wird er von der Naturkundlichen Station der Stadt Linz betreut und in dieser Zeit nun zum zweiten Mal runderneuert.

Eine Oase der Artenvielfalt vor den Toren der Stadt

Die Promenade führt durch einen naturnahen Mischwald, der mit seinem Reichtum an alten Bäumen, Totholz und vielfältigen Strukturen einen idealen Lebensraum für unzählige Tierarten bietet. Der Untergrund aus kristallinem Gneis prägt hier saure Böden, auf denen ursprüngliche Buchen-, Eichen- und Hainbuchenmischwälder gedeihen. In feuchten Gräben wachsen Schluchtwälder mit Ahorn und Esche.

Insbesondere die Vogelwelt ist hier in beeindruckender Vielfalt vertreten. Die informativen Tafeln stellen über 50 heimische Vogelarten vor – von bekannten Siedlungsvögeln wie Amsel und Spatz über die farbenprächtigen Bewohner von Wald und Hecke wie Buchfink, Rotkehlchen und Stieglitz bis hin zu den beeindruckenden „Zimmerleuten des Waldes“, den Spechten. Auch die lautlosen Jäger der Nacht, wie der Waldkauz, und elegante Greifvögel wie der Mäusebussard werden vorgestellt.

Natur aktiv fördern – Tipps für den eigenen Garten

Der Lehrpfad inspiriert auch dazu, selbst aktiv zu werden. Anschauliche Tipps zeigen, wie einfach es ist, den eigenen Garten oder Balkon in ein kleines Paradies für Vögel und andere Tiere zu verwandeln.

„Ob durch das Pflanzen heimischer, fruchttragender Sträucher, das Anlegen von Ast- und Steinhaufen als Unterschlupf oder das Anbringen passender Nisthilfen – schon mit kleinen Maßnahmen kann ein wertvoller Beitrag zur Artenvielfalt geleistet werden“, weiß Mag.a Gudrun Fuß, Ökologin der Naturkundlichen Station.

Auch zur richtigen Vogelfütterung im Sommer wie im Winter gibt der Pfad praktische und leicht umsetzbare Ratschläge.

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