Sportstadt Linz: 20 Maßnahmen der neuen Sport- und Bewegungsstrategie wurden bereits erfolgreich implementiert Zahlreiche Sportangebote für alle Bevölkerungsgruppen und Generationen im gesamten Stadtgebiet
Wie ein gut eingespieltes Sportteam braucht auch eine Sportstadt einen klaren Plan – und den hat Linz: Die im Juli 2025 im Gemeinderat beschlossene Sport- und Bewegungsstrategie (Sport- und Bewegungsstrategie | Stadt Linz) gibt mit 40 Maßnahmen entlang von fünf Handlungsfeldern und 25 strategischen Zielen die Richtung vor. 20 Maßnahmen wurden bereits implementiert, acht weitere befinden sich in Umsetzung. Die Verwaltung zieht dabei mit den Linzer Sportvereinen an einem Strang – nicht nur um den Anspruch als Sportgroßstadt zu behaupten, sondern um aufzusteigen: zur Kindersporthauptstadt Österreichs.
„Mit unserer Sport- und Bewegungsstrategie bringen wir Bewegungsförderung, Infrastruktur, Vereinsservice und Förderpolitik erstmals wirklich zusammen – so dass die Maßnahmen im Alltag der Linzerinnen und Linzer spürbar werden. Starke Vereine sind dabei unsere wichtigsten Partner. Denn Bewegung darf keine Frage des Alters oder des Geldbeutels sein – besonders Kinder und Jugendliche sollen in Linz unkompliziert Sport treiben und sich bewegen können. Genau daran arbeiten wir Schritt für Schritt weiter", betont Sportreferentin Vizebürgermeisterin Karin Leitner.
Im Bereich Veranstaltungen und Bewegungsinitiativen setzt Linz auf ein breites Spektrum: von internationalen Sportevents über Bewegungsformate für Kinder bis zur Sportsozialarbeit in den Stadtteilen. Bei der Infrastruktur wird gezielt investiert – von neuen Pumptracks und Skateparks über Fun Courts bis zur nachhaltigen Instandhaltung der städtischen Flächen und Vereinsinfrastruktur. Organisatorisch und digital wurden mit einer neuen Abteilung, der Plattform fit.linz.at samt „Sport-Atlas“ und dem digitalen Fördermanagement zentrale Grundlagen für mehr Transparenz und Effizienz geschaffen.
„Mit der neuen Sport- und Bewegungsstrategie entsteht fortlaufend ein modernes Sportsystem, das Gesundheit, Teilhabe und Lebensqualität in Linz langfristig stärkt. Wir schaffen klare Zuständigkeiten, verbessern digitale Abläufe und entwickeln Angebote dort weiter, wo sie gebraucht werden – in den Stadtteilen, bei den Vereinen, in den Schulen und im öffentlichen Raum. Damit geben wir dem Vereinssport neue Impulse, erleichtern allen Linzer*innen den Zugang zu Bewegung und leisten einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit und sozialem Miteinander“, so Mag. Ulrich Püschel, Direktor Gesundheit und Sport.
Die Sport- und Bewegungsstrategie der Stadt Linz legt mit 40 konkreten Maßnahmen entlang von fünf Handlungsfeldern und 25 strategischen Zielen einen klaren Rahmen für die kommunale Sport- und Bewegungsförderung der kommenden Jahre fest. Sie ist die konsequente Weiterentwicklung früherer Sportentwicklungspläne – evidenzbasiert, auf gesellschaftliche Veränderungen und neue Trends im Sport ausgerichtet, und mit dem übergeordneten Ziel, Linz als bewegungsfreundliche Lebensstadt weiterzuentwickeln: ökologisch verantwortungsvoll, ökonomisch tragfähig und sozial inklusiv.
Entstanden ist die Strategie in einem breit angelegten Beteiligungsprozess von Ende 2023 bis Mitte 2025. In fünf themenspezifischen Workshops brachten über 60 Expert*innen aus Stadtverwaltung, Politik, der Unternehmensgruppe Stadt Linz und den Sportdachverbänden ihr Wissen ein – ergänzt durch eine Bürger*innenbefragung mit über 2.100 Teilnehmer*innen. Im Juli 2025 wurde die Strategie vom Gemeinderat beschlossen.
Vom Grand Prix bis zum Champions-Cup
Eine starke Sportstadt braucht starke Events sowie die Würdigung herausragender Leistungen ihrer Athlet*innen – zudem aber auch ein starkes Fundament an Angeboten für jene, die keine Trophäen anstreben, sondern einfach Freude an der Bewegung entdecken wollen. Die Strategie setzt hier auf zwei Ebenen an: die Bühne großer Sportevents sowie die gezielte Bewegungsförderung im Alltag, von der Frühkindheit bis ins Alter.
„Unser Anspruch ist klar: Bewegung soll für alle Linzer*innen einfach möglich sein. Wir denken Sport ganzheitlich – von der frühen Förderung in Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen über moderne Bewegungsräume in den Stadtteilen bis hin zu starken Vereinen, klaren Förderstrukturen und digitalen Services. Entscheidend ist, dass Sport nicht nur auf klassischen Vereinsanlagen stattfinden kann, sondern überall dort, wo Menschen ihre Zeit verbringen“, so Sportreferentin Vizebürgermeisterin Karin Leitner.
Maßnahmen in Umsetzung:
- Bewegungsförderung für Kinder: Linz, die Kindersporthauptstadt Österreichs
- Bewegungstrainer*innen im Einsatz: Frühförderung für Linzer Kinder
- Bewegungsparcours: Spielerische Fitnessstraßen im öffentlichen Raum
- Ehre, wem Ehre gebührt: Würdigung von außerordentlichen Leistungen und Engagement
- Linz im Rampenlicht: Sportveranstaltungen als Aushängeschild der Stadt
- LIVA Sommer-Sportwochen: Fun & Action für Kinder
- Sport & Spaß Champions-Cup: Gemeinsame Bewegung erleben und fördern
- Sport & Spaß mit den Stars: Förderung der Begeisterung für Bewegung und Vereinssport
- Sportsozialarbeit in den Stadtteilen: Förderung von Bewegung und Gemeinschaft
Linz im Rampenlicht: Sportveranstaltungen als Aushängeschild der Stadt
Sportgroßveranstaltungen sind ein zentrales Mittel der Stadtpositionierung. Linz verfolgt konsequent das Ziel, Austragungsort bedeutender nationaler und internationaler Bewerbe zu sein – und diese zu nutzen, um Sport in der Bevölkerung sichtbar und erlebbar zu machen.

Über 21.000 Teilnehmer*innen zählte der 24. Oberbank Linz Donau Marathon, (c) Stadt Linz.
Aktuell unterstützt die Stadt wichtige Events wie das Upper Austria Ladies Linz – eines der hochkarätigsten Damen-Tennisturniere Österreichs –, und ist Veranstaltungsort für Events wie den Upper Austria Judo Grand Prix, oder erste Etappe der Internationalen Oberösterreichischen Radrundfahrt und viele mehr. Enorm wichtig sind Breitensport-Events wie der Oberbank Linz Donau Marathon: Zehntausende Teilnehmer*innen laufen gemeinsam mit internationalen Profis durch ihre Stadt. Die Finanzierung und Bewerbung internationaler Großveranstaltungen liegt primär beim Bund und Land – Linz agiert als aktive Partnerin.
Sportliche Spitzenleistungen und ehrenamtliches Engagement finden in Linz auch formell Anerkennung. Die Stadt zeichnet besonders herausragende Athlet*innen, Trainer*innen, Funktionär*innen und Betreuer*innen jährlich mit dem Sportehrenzeichen aus – Vereine werden dabei ebenso regelmäßig vor den Vorhang geholt wie Einzelpersonen, die sich durch Staatsmeistertitel oder internationale Platzierungen besonders verdient gemacht haben. Die nächste Verleihung findet am 6. Mai 2026 statt – erstmals in einem neu gestalteten Format.
Linz, die Kindersporthauptstadt Österreichs
Doch Linz hat sich über die klassischen Ambitionen einer Sportgroßstadt hinaus ein eigenes, höchst persönliches Ziel gesetzt: die Kindersporthauptstadt Österreichs zu werden. Und hier hat sich die Stadt gemeinsam mit ihren Vereinen stark positioniert. Qualifizierte Bewegungstrainer*innen sind seit 2024 in Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen im Einsatz – sie stärken frühzeitig motorische Fähigkeiten, Koordination und soziale Kompetenzen der Jüngsten und legen damit das Fundament für ein bewegtes Leben. Neben dem Einsatz in den Einrichtungen haben die Trainer*innen mit „Fit durch den Sommer“ und „Fit durch den Herbst“ auch eigene saisonale Programme entwickelt und erfolgreich umgesetzt.

Sport und Spaß mit den Kletterstars, (c) Stadt Linz Dworschak.
Beim Sport & Spaß Champions-Cup vom 10. bis 14.07.2026 im LIVA Sportpark Lissfeld messen sich wieder Linzer Kindergarten- und Hortkinder gemeinsam mit ihren Pädagog*innen an verschiedenen Bewegungsstationen – die Trainer*innen durchlaufen die Stationen im Vorfeld bereits mit rund 1.000 Kindern. Spaß und Gemeinschaftsgefühl stehen im Mittelpunkt, der Einstieg in den (Vereins-)Sport ist das langfristige Ziel. Sport & Spaß mit den Stars bringt Kinder direkt mit den Aushängeschildern der Linzer Vereine zusammen: Schnupperstunden in Sportarten wie etwa Fußball, Handball, Tennis, Klettern oder Eishockey wecken Begeisterung und schaffen erste Vereinskontakte. Die LIVA Sommer-Sportwochen Fun & Action wurden zuletzt um Baseball und Paddle-Tennis erweitert und bieten nun Platz für 300 Kinder.
Ergänzt wird dieses Angebot durch die Sportsozialarbeit in den Stadtteilen Kleinmünchen/Auwiesen, Ebelsberg, Franckviertel und Bulgariplatz: Niederschwellige Bewegungsangebote sprechen Kinder, Jugendliche und Senior*innen dort an, wo sie leben. Ein Highlight steht bald wieder bevor: die Schulanfänger*innen Olympiade am 10.06.2026 im LIVA Sportpark Auwiesen, die Kinder spielerisch an das Angebot lokaler Sportvereine heranführt und ihnen den ersten Schritt in die Vereinswelt erleichtert.
Linz baut auf starkem Fundament
Gute Infrastruktur ist die Grundlage jeder Sportstadt – und Linz investiert konsequent in ihr Netz Sport-Anlagen und öffentlichen Bewegungsräumen. Denn Sport findet nicht nur im Verein statt, sondern überall dort, wo Menschen sich aufhalten: im Park, auf dem Schulhof, im Stadtteil.
„Wir haben in Linz eine starke Sportinfrastruktur aufgebaut – und es ist unsere Aufgabe, sie zu erhalten und weiterzuentwickeln. Das ist in Zeiten knapper werdender Mittel keine Selbstverständlichkeit. Aber wir gehen diesen Weg, weil wir wissen: Wer heute in Sportanlagen investiert, investiert in Gesundheit, Lebensqualität und den Zusammenhalt unserer Stadt. Deshalb setzen wir jeden Euro so ein, dass er möglichst viele Menschen erreicht – mit modernen Anlagen, fairen Tarifen und einem Angebot, das von der Jugend bis ins Alter trägt", erklärt Sportreferentin Vizebürgermeisterin Karin Leitner.
Maßnahmen in Umsetzung:
- Bewegungsinseln: Bewegungsförderung im öffentlichen Raum
- Bewegungsparks: Fitnessoasen für alle Generationen
- Fun Courts: Bewegungsförderung durch vielseitig nutzbare Sportflächen
- Nachhaltige Hallennutzung: Anpassung der Entgelte
- Nachhaltige Sportinfrastruktur: Erhalt und Modernisierung für sichere und attraktive Anlagen
- Optimierung des Sporthallenmanagements: Kapazitätserweiterung und Digitalisierung
- Raum für Trendsport: Moderne Anlagen für die Jugend von heute
- Schulsport fördern: Attraktive Sport- und Bewegungsanlagen am Schulgelände
- Zukunftsfähige Vereinssportstätten: Unterstützung für Sanierung und Erweiterung
Hallennutzung: Nachwuchs kostenlos, Tarife konkurrenzlos
Kinder und Jugendliche sollen so viel Sport treiben wie möglich – und dürfen daran nicht an Kosten scheitern. Deshalb stellt die Stadt Linz den Nachwuchs-Gruppen der Vereine ihre Sporthallen kostenlos zur Verfügung. Der Gegenwert dieser Förderung beläuft sich auf über eine halbe Million Euro jährlich – die größte indirekte Nachwuchsförderung der Stadt. Auch für Erwachsene bleibt Linz konkurrenzlos günstig: Im Vergleich zu anderen Hallenanbietern sind die städtischen Tarife nach wie vor ungeschlagen. Mit Wirksamkeit 23.02.2026 (Beginn zweites Schulsemester) wurden die Entgelte moderat angepasst – es ist dabei gelungen, den kostenfreien Nachwuchstarif für Trainings der Linzer Dachverbandsvereine bis 18 Jahre weiterhin anzubieten. Mehr als die Hälfte aller Buchungen entfallen auf diese Entgeltgruppe.
Ein großes und diverses Angebot an Standorten
Das Netz städtischer Sportinfrastruktur ist enorm: LIVA Sportparks, Schulsporthallen, Linz AG Bäder und Eishallen sowie zahlreiche Sport- und Freizeitanlagen im öffentlichen Raum bilden gemeinsam ein dichtes, generationsübergreifendes Angebot, das Linz in dieser Breite von vielen anderen Städten unterscheidet. Dieses Netz zu erhalten und weiterzuentwickeln ist eine dauerhafte Aufgabe – alle Anlagen werden regelmäßig gewartet und geprüft, um Sicherheit und Qualität entsprechend der geltenden Normen sicherzustellen. Angesichts der schieren Anzahl an Standorten ist das eine beachtliche logistische und finanzielle Herausforderung, der sich die Stadt stellt.
Im öffentlichen Raum setzt Linz gezielt auf Angebote, die niederschwellig sind und unterschiedlichste Zielgruppen ansprechen: Bewegungsinseln ergänzen als niederschwelliges Angebot das Netz im öffentlichen Raum. Bewegungsparcours verwandeln Gehwege und Schulhöfe in begehbare „Fitnessstraßen" mit aufgesprühten Mustern und Bewegungsvorgaben – zum Hüpfen, Balancieren oder einem kurzen Sprint. Bewegungsparks mit multisportiven Geräten für Krafttraining, Klettern, Geschicklichkeit und Gleichgewicht greifen den Outdoor-Fitness-Trend auf und schaffen ein kostenfreies, generationsübergreifendes Angebot dezentral in den Stadtteilen. Fun Courts bieten öffentlich zugängliche Flächen für Basketball, Fußball oder Volleyball – zuletzt neu errichtet an der Spallerhofschule und in der Oidener Straße.

Zahlreiche Neuerungen hat das Freizeitareal am Donaudamm erhalten. Neben erneuerter Calisthenics-Anlage und gastronomischen Angebot “Under the bridge” kam auch der neu gestaltete Skatepark “voestalpine plaza” hinzu, (c) Stadt Linz.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Trendsportanlagen für die Jugend: Linz denkt dabei weit – von Pumptracks und Skateparks über Calisthenics-Anlagen und Parkour bis hin zu Paddle-Tennis- und Pickleball-Courts. Der neue Pumptrack und die Ballsportanlage in Pichling wurden 2025 eröffnet und erfreuen sich bereits großer Beliebtheit. Die nächste Anlage ist bereits im Stadtteil Neue Heimat angedacht – eine Umsetzung noch 2026 hängt von den budgetären Möglichkeiten ab. Aufgrund der hohen Nachfrage sind zudem neue Beachvolleyball-Plätze entlang der Donau geplant.
Auch Schulen und Standorte städtischer Kinderbetreuung werden laufend aufgewertet: Bestehende Spielgeräte werden zu multifunktionalen Bewegungsanlagen weiterentwickelt, die ein breites Spektrum an sportlichen Aktivitäten ermöglichen und die Freude der Schüler*innen an Bewegung fördern.
Vereine als Partner – auch bei der Infrastruktur
Sportvereine sichern ein vielfältiges und leistbares Sportangebot in allen Stadtteilen. Ihre Sportstätten müssen regelmäßig saniert und modernisiert werden – größere Projekte übersteigen dabei oft die finanziellen Mittel der Vereine selbst. Die Stadt Linz unterstützt daher gemeinsam mit Land OÖ sowie Dach- und Fachverbänden Sanierungs- und Adaptierungsprojekte durch gezielte Subventionen. Langfristig wird dabei ein besonderes Augenmerk auf energieeffiziente Sportstätten gelegt.
Transparent und digital aufgestellt
Hinter jedem starken Sportangebot steht eine effiziente Organisation. Die Stadt Linz hat im Zuge der Strategieumsetzung ihre internen Strukturen grundlegend erneuert und digitalisiert diese zunehmend. Die Ziele: mehr Transparenz, mehr Effizienz, bessere Vermittlung und engere Abstimmung aller Beteiligten – für Vereine ebenso wie für alle Linzer*innen.
„Wir wollen, dass Vereine und Bürger*innen merken: Die Stadt ist ein verlässlicher, moderner Partner. Förderungen sollen einfach zu beantragen, transparent und fair sein. Digitale Services sollen den Alltag erleichtern. Und unsere Verwaltung soll dort ansetzen, wo der Bedarf wirklich ist – nah an den Menschen und nah an den Vereinen", betont Sportreferentin Vizebürgermeisterin Karin Leitner.
Maßnahmen in Umsetzung:
- Einheitliche Verwaltung: Zentrale Plattform für städtische Spiel- und Sportanlagen
- Stärkung der Organisationseinheit: Effiziente Strukturen für nachhaltige Entwicklung
- Digitales Fördermittelmanagement: Effizienz und Unterstützung für Linzer Sportvereine
- Nachwuchsförderung: Stärkung der sportlichen Basis
- Neues Sponsoringmodell für den Spitzensport: Leistung fördern, Sichtbarkeit stärken
- Strategische Sportförderung: Anpassung und Modernisierung der Richtlinien für gezielte Unterstützung
- Netzwerk Sport Linz: Gemeinsam für eine starke Sportentwicklung
- New Media: Digitale Kommunikationsplattform für Sport, Bewegung und Gesundheit in Linz
- QR-Trainer*in Linz: Fitness per Scan, jederzeit und überall
- Sport-Atlas Linz: Digitaler Guide für Bewegung und Sport
Verwaltung: Neue Strukturen, klare Zuständigkeiten
Die wachsenden Anforderungen an den städtischen Sport haben eine Neuaufstellung in der Verwaltung notwendig gemacht: Seit 1. September 2025 bündelt die Abteilung Sport-, Spiel- und Bewegungsförderung sämtliche relevanten Agenden unter einem Dach: die Planung, Errichtung, Prüfung, Wartung und Sanierung städtischer Anlagen, das Vereinsservice bei Bau- und Sanierungsprojekten sowie die Organisation von Bewegungsformaten mit Fokus auf die Jüngsten. Mit der Gründung übernahm die Abteilung auch die Spielplatz-Agenden – 116 Spielplatzstandorte werden seither durch einen eigenen kleinen Bautrupp betreut, der Anlagen auch selbst kostengünstig und qualitätsvoll im Eigenbau schafft. Diese Neustrukturierung schafft klare Zuständigkeiten, reduziert Abstimmungsaufwand und stellt die Bürger*innen-Orientierung in den Mittelpunkt.

Der Bauhof des Magistrats fertigt im Eigenbau hochwertige Spielanlagen im Wert von 170.000 Euro jährlich, (c) Stadt Linz Dworschak.
„Mit der neuen Abteilung geben wir dem Vereinssport neue Impulse, schaffen klare Ansprechpartner*innen und entwickeln Angebote dort weiter, wo sie gebraucht werden – in den Stadtteilen, bei den Vereinen und im öffentlichen Raum", so Mag. Ulrich Püschel, Direktor Gesundheit und Sport.
Verwaltungsintern setzt die Stadt auf die neue Software RKV View, mit der ein digitaler Zwilling aller Sportanlagen erstellt wird: Prüfungen werden lückenlos dokumentiert, Instandhaltungsmaßnahmen effizienter gesteuert. Das Buchungssystem VENUZLE ermöglicht die Online-Buchung aller städtischen Sporthallen – mit rund 30.000 Buchungen pro Jahr ein vielgenutztes und bewährtes Werkzeug.
Förderungen: Transparent, zielgerichtet, digital
Sportförderungen sollen in Linz konsequent digitalisiert werden – von der Antragstellung bis zur Auszahlung, im Gleichklang mit der Digitalisierungsagenda des gesamten Magistrats. Für die Vereine bedeutet das: kürzere Wartezeiten, Entbürokratisierung, und mehr Planungssicherheit. Rund 500 Einzelsubventionen jährlich (ca. 2,5 Mio. Euro) laufen damit künftig vollständig digital ab.
Die Sportförderrichtlinien werden zudem grundlegend überarbeitet – mit klarem Fokus auf Transparenz, und einem Schwerpunkt auf Nachwuchs, Frauen und Inklusion. Im Bereich Spitzensport wird die bisherige Subventionspraxis weitgehend auf Sponsoringverträge umgestellt: Klare, bewertbare Gegenleistungen – etwa Logonennung, gemeinsame Auftritte oder Bewegungsprogramme in Kooperation mit Topvereinen – stellen sicher, dass städtische Fördermittel nicht nur vergeben werden, sondern auch ein konkreter Mehrwert für die Stadt Linz und ihre Bürger*innen entsteht.
Abstimmung und Kommunikation: Vernetzt und sichtbar
Das Netzwerk Sport Linz – hervorgegangen aus dem früheren Jour Fixe der Sportdachverbände – bringt regelmäßig Vertreter*innen der Dachverbände, öffentlicher Institutionen und weiterer Partner*innen zusammen, um aktuelle Projekte, Herausforderungen und Entwicklungen gemeinsam zu diskutieren und Synergien zu nutzen.

Ende März traf sich das neue „Netzwerk Sport Linz”. Gastgeber war beim ersten Mal die USI Linz der JKU, (c) Stadt Linz.
Mit fit.linz.at ist darüber hinaus seit Ende 2025 eine eigene Plattform für Sport, Bewegung und Gesundheit online – inklusive eigenem Instagram-Kanal. Sportliches Herzstück ist der Sport-Atlas Linz: eine interaktive Karte, die einen Großteil aller Vereine im Stadtgebiet abbildet und nach Sportart, Verein oder Zielgruppe filterbar ist. Die Plattform erleichtert die Planung sportlicher Aktivitäten spürbar und spart Zeit bei der Suche nach dem passenden Angebot. Ergänzt wird das digitale Angebot durch den QR-Trainer*in: An 20 Standorten im öffentlichen Raum ermöglichen QR-Codes kostenlosen Zugang zu Trainingsvideos – Sport per Scan, jederzeit und überall.
Ausblick: Das Spiel geht weiter
Die Sport- und Bewegungsstrategie versteht sich als dynamischer Handlungsrahmen – nicht als abgeschlossenes Projekt, sondern als kontinuierlicher Prozess. 28 Maßnahmen sind implementiert oder in Umsetzung, die verbleibenden in Planung. Der Kurs ist klar: Die Sportstadt Linz weiterentwickeln – offen, inklusiv und lebenswert in jeder Lebensphase. Die Vereine bleiben dabei zentrale Partner, die Zusammenarbeit mit Verbänden, Institutionen und der Stadtgesellschaft wird weiter vertieft.
„Sport und Bewegung sind keine kommunale Zusatzleistung – sie sind ein wesentlicher Bestandteil eines gesunden, gemeinschaftlichen Stadtlebens. Wir werden diese Strategie konsequent weiterverfolgen, die aufgebauten Strukturen stärken und gemeinsam mit unseren Vereinen eine Sportstadt gestalten, die für alle Linzer*innen offen ist – heute und in Zukunft", schließt Sportreferentin Vizebürgermeisterin Karin Leitner.
(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Sportreferentin Vizebürgermeisterin Karin Leitner zum Thema: „Fortschritt der Sport- und Bewegungsstrategie der Stadt Linz")
Weiterer Gesprächspartner:
Mag. Ulrich Püschel, Direktor Gesundheit & Sport
Fotos
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Über 21.000 Teilnehmer*innen zählte der 24. Oberbank Linz Donau Marathon, (c) Stadt Linz.
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Der Bauhof des Magistrats fertigt im Eigenbau hochwertige Spielanlagen im Wert von 170.000 Euro jährlich.
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Zahlreiche Neuerungen hat das Freizeitareal am Donaudamm erhalten. Neben erneuerter Calisthenics-Anlage und gastronomischen Angebot “Under the bridge” kam auch der neu gestaltete Skatepark “voestalpine plaza” hinzu,
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