Begleitung. Betreuung. Pflege. – „Betreuungsarchitektur 2040“ Für ein Altern in Würde in Oberösterreich
Alternde Gesellschaft erfordert Umdenken: „Kein Weiter wie bisher“
Das Sozialressort des Landes Oberösterreich verfolgt gemeinsam mit seinen Partnern das Ziel, Begleitung, Betreuung und Pflege auch in Zukunft bedarfsgerecht, leistbar für die Menschen und finanzierbar für die öffentliche Hand sicherzustellen. Die aktuellen Entwicklungen zeigen deutlich: Ein „weiter wie bisher“ ist im Pflege- und Betreuungsbereich nicht mehr möglich, weil das aktuelle System an seine Grenzen stoßen wird. Neue Strukturen und Weichenstellungen sind notwendig.
Bereits heute leben rund 42.000 Menschen über 85 Jahre in Oberösterreich, im Jahr 2040 werden es rund 29.000 Menschen mehr sein. Diese Entwicklung verschärft den Druck auf bestehende Pflege- und Betreuungsangebote und unterstreicht die Notwendigkeit flexibler, an die Entwicklung anpassbarer Ansätze. Für eine vorausschauende Planung ist insbesondere der Anstieg der über 85-jährigen Pflegebedürftigen relevant. Während die Zahl der über 85-jährigen bis 2040 um rund 69 Prozent steigt, wird für die Anzahl der Pflegegeldbeziehenden in dieser Alterskohorte ein Anstieg von rund 35 Prozent erwartet.
Gleichzeitig verändern sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen:
- Der Anteil der Einpersonenhaushalte ist seit den 1970er Jahren kontinuierlich gestiegen und lag 2021 bei rund 35,6 Prozent – Prognosen sehen bis 2035 einen Anstieg auf etwa 40 Prozent.
- Fast ein Drittel (32 Prozent) der über 65-Jährigen lebt bereits heute allein, traditionelle Mehrgenerationenhaushalte werden seltener.
- Die Erwerbstätigkeit von Frauen, die traditionell einen großen Anteil der familiären Pflege leisten, ist deutlich gestiegen – damit sinkt die zeitliche Verfügbarkeit für familiäre Betreuung.
- Zudem wohnen jüngere Generationen seltener in der Nähe ihrer Eltern oder Großeltern, was eine weitere Herausforderung für häusliche Pflege darstellt.
Mit diesen demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen gehen auch veränderte Erwartungen einher: Ältere Menschen fordern mehr Selbstbestimmung und individuelle Lebensgestaltung, während Digitalisierung, neue Gesundheitskonzepte und ökologische Anforderungen die Art und Weise, wie Pflege organisiert und erbracht wird, nachhaltig verändern. Eine aktuelle Studie zeigt, dass rund 90 Prozent sich ein Altern in den vertrauten vier Wänden wünschen. Damit dies möglich ist, müssen jedoch mehrere Voraussetzungen erfüllt sein: geeignete räumliche Gegebenheiten, eine möglichst gute gesundheitliche Verfassung sowie ein Lebensumfeld, das ein selbstständiges Leben im Alter unterstützt.
(Pressekonferenz des Landes OÖ mit Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Soziallandesrat Dr. Christian Dörfel, Vorsitzender OÖ Städtebund Bürgermeister Dietmar Prammer und Präsident OÖ Gemeindebund Bürgermeister Christian Mader)
Fotos
- Druckdatei (JPG | 52 KB) 5 x 3 cm mit 300 dpi Foto: Land OÖ/Peter Mayr
Vorsitzender OÖ Städtebund Bürgermeister Dietmar Prammer, Soziallandesrat Dr. Christian Dörfel, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Präsident OÖ Gemeindebund Bürgermeister Christian Mader
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Die Veröffentlichung der Bilder ist für Medien honorarfrei, jedoch nur mit Fotonachweis. Falls nicht anders angegeben ist anzuführen: "Foto: Stadt Linz". Bei gewerblicher Nutzung bitten wir um Kontaktaufnahme.
Zum Betrachten von PDF-Dokumenten benötigen Sie einen PDF-Reader:
Die Stadt Linz fördert im Rahmen der Open Commons Region Linz den Einsatz von freier, anbieterunabhängiger Software. Freie PDF-Reader für Ihr Betriebssystem finden Sie auf der Seite pdfreaders.org (neues Fenster), einem Angebot der Free Software Foundation Europe. Sie können auch den PDF-Reader von Adobe verwenden.

