Linzer Schulgesundheitspreis holt Engagement vor den Vorhang Vier Schulen zeigen innovative Wege für mehr Gesundheit im Schulalltag
Die Stadt Linz hat im Ars Electronica Center auf Initiative von Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml erneut den Schulgesundheitspreis vergeben. Ausgezeichnet wurden vier Schulen, die mit kreativen und nachhaltigen Projekten neue Impulse für Gesundheitsförderung im Schulalltag setzen. Aufgrund des großen Erfolgs im Vorjahr setzte das städtische Gesundheitsressort den Preis auch im aktuellen Schuljahr fort und würdigte jeweils zwei Projekte aus der Unter- und Oberstufe.
„Gesundheitsvorsorge beginnt bereits in jungen Jahren. Schulen spielen dabei eine zentrale Rolle, weil sie Kinder und Jugendliche früh für Bewegung, Ernährung und einen verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst sensibilisieren. Mit dem Schulgesundheitspreis holen wir zum zweiten Mal jene vor den Vorhang, die genau hier ansetzen und nachhaltige Impulse für ein gesundes Leben geben. Diese Initiativen zeigen, wie viel Wirkung entsteht, wenn junge Menschen Verantwortung für ihre eigene Gesundheit und die ihrer Gemeinschaft übernehmen“, betont Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml.
Ausgezeichnet wurden Projekte, die über den regulären Unterricht hinausgehen und einen Beitrag zu einem gesunden Lebensumfeld für Schülerinnen und Schüler leisten. Die Preisverleihung fand im Ars Electronica Center statt und bot den ausgezeichneten Klassen neben Preisgeldern auch besondere Erlebnisse wie Führungen durch das Haus, einen Besuch im Deep Space und ein gemeinsames gesundes Buffet.
Die vier prämierten Projekte wurden gleichwertig ausgezeichnet. Sie zeigen, wie vielfältig Gesundheitsförderung sein kann: von Bewegung über Ernährung bis hin zu sozialem Miteinander und Aufklärung. Jede einzelne Initiative trägt dazu bei, Gesundheit als festen Bestandteil des Schulalltags zu verankern und langfristig positive Effekte zu erzielen.
Die Mittelschule 18 Dr. Karl-Renner-Schule überzeugte mit dem Projekt „Fit fürs Leben mit 3x10“. Das Sportlehrer-Team reagierte damit gezielt auf Defizite bei Bewegungsabläufen und Körperwahrnehmung. Jede Turnstunde beginnt mit einfachen Übungen wie Kniebeugen, Liegestützen, Sit-Ups und Jonglieren. Bereits nach sechs Monaten zeigen sich deutliche Fortschritte: Ein Großteil der Jugendlichen führt die Übungen korrekt aus und trainiert regelmäßig. Das Projekt verdeutlicht, dass Gesundheitsvorsorge mit einfachen Mitteln und konsequenter Umsetzung gelingt.
Die HBLA Elmberg setzte mit „Ausgeglichen? Fang beim Essen an!“ einen Schwerpunkt auf bewusste Ernährung und Achtsamkeit. Schülerinnen und Schüler gestalteten den Speisesaal als handyfreie Zone, führten fixe Essenszeiten ein und schufen mit einem Genussgarten einen neuen Raum für gemeinsames Essen. Ergänzt durch Workshops und Unterrichtseinheiten entwickelte sich ein stärkeres Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Ernährung und Wohlbefinden. Das Projekt stärkt die Schulgemeinschaft und zeigt, wie wichtig bewusste Pausen im Schulalltag sind.
Die Mittelschule 23 Ebelsberg stellte mit dem „nett-work-day – einfach mal nett sein“ das soziale Miteinander in den Mittelpunkt. Ein Aktionstag widmete sich gezielt Freundlichkeit, Respekt und Zusammenhalt. Mit kreativen Formaten wie Komplimente-Bingo und kleinen guten Taten wurde ein positives Schulklima gefördert. Die Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern zeigen, dass solche Initiativen nachhaltig wirken und den Zusammenhalt stärken. Solche Projekte leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Wertschätzung, Zugehörigkeit und positive soziale Erfahrungen stärken das Selbstwertgefühl, fördern das emotionale Wohlbefinden und helfen dabei, Belastungen besser zu bewältigen. Gerade in einer Zeit, in der viele junge Menschen mit psychischen Herausforderungen konfrontiert sind, schaffen derartige Aktionen ein unterstützendes Umfeld und vermitteln das Gefühl, gesehen und angenommen zu werden. Gleichzeitig sind Projekte wie der „nett-work-day“ ein wesentlicher Baustein der Gewaltprävention. Ein respektvoller Umgang miteinander, gegenseitige Rücksichtnahme und die Stärkung sozialer Kompetenzen tragen dazu bei, Konflikte frühzeitig zu entschärfen und Ausgrenzung, Mobbing sowie Gewalt vorzubeugen. Damit fördern solche Initiativen nicht nur ein positives Schulklima, sondern auch ein sicheres und gesundes Lernumfeld für alle Beteiligten.
Die HLW Auhof überzeugte mit dem Projekt „Alles, außer peinlich – Ein starkes Projekt, das bewegt!“. Die Schülerinnen und Schüler organisierten einen Projekttag für rund 170 Jugendliche und behandelten Themen wie Sexualität, Gesundheitsvorsorge, Ernährung und Suchtprävention. In mehreren Workshops wurde offen diskutiert, Wissen vermittelt und Hemmschwellen abgebaut. Das Besondere liegt in der Umsetzung durch Jugendliche selbst, die auf Augenhöhe informieren und zum Mitdenken anregen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Gestaltung der Trophäen, die heuer in Kooperation mit der HTL Linzer Technikum entstanden. Die Schülerinnen und Schüler fertigten diese in den Werkstätten der Schule an und schufen damit Auszeichnungen von Jugendlichen für Jugendliche. Diese Zusammenarbeit stärkt nicht nur die Verbindung zwischen den Schulen, sondern zeigt auch die Vielfalt an Talenten und Kompetenzen in Linz.
Der Linzer Schulgesundheitspreis unterstreicht, wie wichtig es ist, Gesundheitsförderung früh zu verankern. Die ausgezeichneten Projekte zeigen praxisnah, wie Bewegung, Ernährung, soziale Kompetenz und Aufklärung zusammenspielen. Sie leisten damit einen konkreten Beitrag zu einem gesunden Aufwachsen in Linz und setzen Impulse für weitere Initiativen an Schulen.
Fotos
- Druckdatei (JPG | 4,21 MB) 30 x 20 cm mit 300 dpi Foto: Stadt Linz | Harrer
Beim Schulgesundheitspreis 2026 wurden vier Projekte gleichwertig prämiert. Im Bild v.l.: Christiane Schinko, Mitarbeiterin Geschäftsbereich Gesundheit und Sport, Mag. Ulrich Püschel (2.v.l), Direktor des Geschäftsbereichs Gesundheit und Sport, Schülerinnen der HLW Linz-Auhof, Prof. Mag.a Petra Reisinger, Direktorin der HLW Auhof und Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml.
- Druckdatei (JPG | 4,49 MB) 30 x 20 cm mit 300 dpi Foto: Stadt Linz | Harrer
Ausgezeichnet wurden Projekte, die über den regulären Unterricht hinausgehen und einen Beitrag zu einem gesunden Lebensumfeld für Schülerinnen und Schüler leisten.
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