Urfahr diskutiert nächste Schritte für eine lebendige Hauptstraße Vizebürgermeister Martin Hajart: „Die Hauptstraße soll zur Begegnungszone aufgewertet werden“
Großes Interesse besteht an der Zukunft der Hauptstraße in Urfahr. Bei der zweiten Bürger*innen-Informationsveranstaltung im Neuen Rathaus informierte die Stadt Linz über den Stand der Planungen für die Neugestaltung der Hauptstraße und holte Rückmeldungen aus der Bevölkerung ein. Im Mittelpunkt standen die Vorschläge für eine schrittweise Aufwertung der Hauptstraße, Ideen zur Verkehrsberuhigung und erste temporäre Maßnahmen. Im Festsaal des Neuen Rathauses präsentierten Fachleute von Rosinak & Partner und Artgineering die Ergebnisse der bisherigen Planungen.
„Die Hauptstraße soll zur Begegnungszone aufgewertet werden. Die Voraussetzungen dafür entwickeln und erproben wir gemeinsam mit Verkehrsplaner*innen, Architekt*innen, der Wohnbevölkerung und den Wirtschaftstreibenden. Ein erster Schritt ist die temporäre Gestaltung von drei Bereichen mit Parklets. So sammeln wir Erfahrungen, wie Sitzmöglichkeiten und Begrünung die Aufenthaltsqualität in der Hauptstraße verbessern“, betont Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart.
Zum Verkehrskonzept stellte Rosinak & Partner mehrere Ideen für eine schrittweise Verkehrsberuhigung in Urfahr West vor. Ziel der Umgestaltung ist ein attraktiver Straßenraum als Begegnungszone mit mehr Begrünung, mehr Schatten, besseren Bedingungen für Fußverkehr, öffentlichen Verkehr und Radverkehr sowie einer Bündelung des Kfz-Durchzugsverkehrs auf Hauptachsen.
„Wir zeigen für die Hauptstraße mehrere Wege auf, wie Verkehrsberuhigung schrittweise gelingen kann. Entscheidend ist, dass Erreichbarkeit, öffentlicher Verkehr, Zu-Fuß-Gehen und die Qualität des Straßenraums gemeinsam gedacht werden. Die heutige Diskussion hilft, die nächsten Planungsschritte fachlich fundiert weiterzuentwickeln“, erklärt Oliver Wurz von Rosinak & Partner.
Einen zweiten Schwerpunkt bildeten die von Artgineering präsentierten „Urfahraner Kisterl“. Diese Parklets sollen als temporäre, modulare Elemente Schutz vor Verkehr bieten, konsumfreie Sitzgelegenheiten schaffen und mit Bepflanzung zusätzlichen Grünraum in die Hauptstraße bringen. Sie bestehen aus Holzmodulen, Pflanztrögen und flexibel kombinierbaren Sitzelementen. Vorgesehen sind drei Standorte. Für heuer ist eine erste Pilotumsetzung vorgesehen, im kommenden Jahr sollen weitere folgen.
„Parklets sind ein einfaches, aber wirksames Mittel, um Straßenraum neu zu testen. Sie schaffen konsumfreie Aufenthaltsorte, bringen Begrünung in einen dicht genutzten Abschnitt und machen sichtbar, wie öffentlicher Raum anders genutzt werden kann. Diese Erfahrungen sind für die weitere Entwicklung der Hauptstraße wertvoll“, hält Stefan Bendiks von Artgineering fest.
Bereits bei einer ersten Informations- und Beteiligungsveranstaltung Anfang Juli des Vorjahres brachten laut Einladung rund 80 Teilnehmende ihre Anliegen in die Planungen ein. Auch der zweite Informationsabend zeigte das große Interesse an der weiteren Entwicklung der Hauptstraße. An der Veranstaltung am 15. Juni nahmen knapp 100 Bürger*innen teil. Ihre Rückmeldungen aus Gesprächen und der Abstimmung fließen nun in die weiteren Planungen ein.
Fotos
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Beim Informationsabend konnten sich interessierte Bürger*innen ein Bild über die geplante Neugestaltung der Hauptstraße machen und ihre Rückmeldungen geben
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Beispiel-Visualisierung des Parklets „Urfahraner Kisterl“
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