Co-Create Linz bündelt Impulse für die Stadt von morgen 130 Teilnehmende diskutierten Quartiere, Stadträume und kurze Wege
130 Personen haben vergangene Woche am Symposium Co-Create Linz im Alten Rathaus teilgenommen. Die Stadt Linz verband dabei Konferenz, Exkursionen und Workshops und brachte Fachleute aus Stadtplanung, Architektur, Wissenschaft und Praxis mit interessierten Bürger*innen zusammen. Im Mittelpunkt standen nachhaltige Quartiere, die Gestaltung öffentlicher Räume und die Frage, wie Städte mit kurzen Wegen alltagstauglicher und klimafitter werden können.
Das Programm spannte einen breiten Bogen von der Transformation bestehender Quartiere bis zur Neugestaltung zentraler Stadträume. In drei Sessions ging es um nachhaltige Quartiere, öffentliche Räume und die „15-Minuten-Stadt“. Ergänzt wurde das Symposium durch Exkursionen ins Ars Electronica Center, ins afo architekturforum oberösterreich mit der Ausstellung „Linz … in Arbeit“ sowie ins Digital City Studio. Damit verband Co-Create Linz Fachdebatte, konkrete Projekte und den Blick auf den Stadtraum vor Ort.
„Co-Create Linz hat gezeigt, wie groß das Interesse an einer Stadtentwicklung ist, die den Alltag der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Wenn Fachwissen, internationale Perspektiven und konkrete Erfahrungen aus Linz zusammenkommen, entstehen daraus wertvolle Impulse für die Zukunft unserer Stadt. Genau diese Erkenntnisse wollen wir in die weitere Stadtplanung einfließen lassen, damit aus dem Austausch Schritt für Schritt konkrete Verbesserungen für Quartiere, öffentliche Räume und kurze Wege werden“, betont Bürgermeister Dietmar Prammer.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Austausch über klimaresiliente Stadtentwicklung und eine Planung, die Teilhabe, Barrierefreiheit und Lebensqualität zusammendenkt. Die Stadt Linz knüpft damit an ihre strategischen Ziele zur Klimaanpassung und Klimaneutralität bis 2040 an. Co-Create Linz war erneut Teil des europäischen Netzwerks des New European Bauhaus Festivals und stärkte Linz damit auch als Ort, an dem Zukunftsfragen der Stadt offen, interdisziplinär und praxisnah verhandelt werden.
Wie ein roter Faden zog sich das Leitmotiv des New European Bauhaus Festivals durch das Symposium: Zuerst der Mensch, dann die Räume, dann die Gebäude. Die Keynote von Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Markus Vogl von der Kunstuniversität Linz griff diesen Ansatz eindrücklich auf. Die drei Sessions des Tages machten ihn an konkreten Fragen der Stadtentwicklung anschaulich. In der Session „Nachhaltige Quartiere“ stand im Mittelpunkt, wie bestehende Wohnquartiere und Stadtteile so weiterentwickelt werden können, dass mehr Wohnraum entsteht und zugleich Klimaresilienz sowie Lebensqualität steigen. Die Session „Gestaltung öffentlicher Raum“ zeigte, welches Potenzial in der Neugestaltung von Straßen, Plätzen und Aufenthaltsbereichen für eine klimafitte und lebenswerte Stadt liegt. In der Session zur „15-Minuten-Stadt“ wurde deutlich, dass gute Erreichbarkeit ein Schlüsselfaktor für bürgernahe Versorgung und urbane Lebensqualität ist. Dabei wurde auch der öffentliche Verkehr, insbesondere die Regional-Stadtbahn Linz, als wichtiger Impulsgeber für die Stadtentwicklung diskutiert. Die Erkenntnisse und Impulse aus dem Symposium fließen in die weitere Stadtplanung der Stadt Linz ein und liefern wichtige Grundlagen für die Entwicklung nachhaltiger und lebenswerter Stadträume.
Fotos
- Druckdatei (JPG | 5,21 MB) 69 x 46 cm mit 300 dpi Foto: Stadt Linz
Bürgermeister Dietmar Prammer beim Symposium Co-Create Linz gemeinsam mit Stadtentwicklungsdirektor Dr.-Ing. Hans-Martin Neumann (r.)
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