4. Sounding Board zur Integrationsstrategie Linz 2026+ diskutiert erste Ergebnisse der JKU-Befragung Bürgermeister Prammer: „Integrationsstrategie muss nahe an den Lebensrealitäten der Linzer*innen sein“
Erste Befragungsergebnisse zur neuen Integrationsstrategie der Stadt Linz werden heute, Dienstagnachmittag, präsentiert. Rund 60 Expert*innen aus NGOs, Unternehmen, Politik, Verwaltung und Vereinen folgen der Einladung, um die bisherigen Erkenntnisse gemeinsam zu diskutieren und weiterzuentwickeln.
Zu Beginn wird das Forschungsteam der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz zentrale Ergebnisse der schriftlichen Umfrage sowie ergänzender qualitativer Interviews vorstellen. Die Analyse bietet einen kompakten Überblick über Stimmungen, Erfahrungen und Sichtweisen der Linzer Bevölkerung zum gesellschaftlichen Zusammenleben und zu zentralen Fragen der Integration.
„Integration gelingt dort, wo Menschen einander begegnen, Chancen bekommen und sich als Teil dieser Stadt fühlen können. Die Ergebnisse der JKU zeigen sehr deutlich, welche Themen die Linzer*innen bewegen. Unser Anspruch ist es, daraus eine Integrationsstrategie zu entwickeln, die nahe an den Lebensrealitäten der Menschen ist und konkrete Verbesserungen ermöglicht“, betont Bürgermeister Dietmar Prammer.
Im Anschluss arbeiten die Teilnehmer*innen in fünf themenspezifischen Workshop-Gruppen weiter. Im Mittelpunkt stehen die Bereiche Sprache und Bildung, Arbeit, Wohnen und Zusammenleben, Teilhabe sowie Verwaltung. In jeder Gruppe diskutieren rund 10 bis 15 Fachpersonen über Herausforderungen, Chancen und mögliche Handlungsfelder für die kommenden Jahre.
Die ersten Ergebnisse zeigen unter anderem, dass Bildung und Sprache zentrale Schlüssel für Teilhabe, sozialen Aufstieg und gesellschaftlichen Zusammenhalt sind. Auch Arbeit wird als wichtiger Begegnungsraum und als Brücke zu sozialer Integration gesehen. Beim Thema Wohnen wird deutlich, dass Wohnumfelder sowohl Austausch fördern als auch Segregation verstärken können. Im Bereich Teilhabe besteht der Wunsch nach mehr Begegnungsräumen, niedrigschwelligen Angeboten und einer stärkeren Einbindung von Vereinen, Communities und Jugendlichen. Für die Verwaltung werden vor allem Verständlichkeit, Orientierung, Erreichbarkeit und niederschwellige Beratung als wichtige Themen genannt.
„Die Bürger*innen-Beteiligung zeigt, wie wichtig ein breiter Dialog für die Zukunft des Zusammenlebens in Linz ist. Wir wollen Integration nicht über die Köpfe der Menschen hinweg gestalten, sondern gemeinsam mit jenen, die täglich in der Praxis damit befasst sind“, so Bürgermeister Prammer.
Die Beiträge und Anregungen aus den Workshops werden im Anschluss vom Forschungsteam der JKU zusammengefasst. Gemeinsam mit den Ergebnissen der Umfrage fließen sie in die Neuformulierung der Integrationsstrategie Linz 2026+ ein.
Fotos
- Druckdatei (JPG | 5,49 MB) 47 x 31 cm mit 300 dpi Foto: Stadt Linz
Integrationsreferent Bürgermeister Dietmar Prammer, Petra Aigner (Forschungsteam JKU) und Jasmin Baumgartinger, Integrationsbeauftragte der Stadt Linz bei der Präsentation der ersten Befragungsergebnisse zur neuen Integrationsstrategie der Stadt Linz.
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