Ergebnisse der Kampagne von Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml gemeinsam mit dem Ordnungsdienst „Angsträume melden“ Neue Auswertung von Bürgermeldungen zeigt Handlungsfelder und Lösungen für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum
Bereits im Herbst 2025 hat die Stadt Linz gemeinsam mit dem Linzer Ordnungsdienst (OSL) eine breit angelegte Sicherheitskampagne gestartet, um sogenannte Angsträume im öffentlichen Raum sichtbar zu machen. Ziel war es, die Bevölkerung aktiv einzubinden und jene Orte zu identifizieren, an denen sich Menschen im Alltag unsicher fühlen. Ein strukturiertes Meldesystem wurde etabliert, das bewusst auf die Wahrnehmungen der Linzerinnen und Linzer setzt und die Möglichkeit für direkte Meldungen bietet.
In den vergangenen Monaten sind beim Linzer Ordnungsdienst zahlreiche Hinweise – überwiegend von Frauen – eingegangen, die nun umfassend ausgewertet vorliegen und eine fundierte Grundlage für konkrete Maßnahmen bilden. Das städtische Sicherheitsressort und der Ordnungsdienst haben die eingegangenen Hinweise systematisch erfasst, gebündelt und nach Themenbereichen wie etwa Beleuchtung, Verkehr oder Drogenkonsum und auffälliges Verhalten im öffentlichen Raum strukturiert. Insgesamt beziehen sich die Auswertungen auf 23 gemeldete Orte, die in mehreren Fällen von der Linzer Bevölkerung mehrfach genannt wurden.
Die Ergebnisse werden nun an das Stadtpolizeikommando sowie an alle zuständigen Stellen innerhalb und außerhalb des Magistrats weitergeleitet, damit alle in ihrem Zuständigkeitsbereich an Verbesserungen arbeiten können. Zudem liefert die Auswertung der Meldungen eine weitere Grundlage für die beim Linzer Sicherheitsgipfel vereinbarten Arbeitsgruppen zur Stärkung der Sicherheit in der Landeshauptstadt.
„Sicherheit bedeutet, dass sich die Menschen im Alltag frei und mit einem guten Gefühl bewegen können. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigen klar, wo Handlungsbedarf besteht. Viele Menschen schildern konkrete Situationen, in denen sie sich unsicher fühlen. Diese Hinweise nehmen wir ernst und arbeiten sie systematisch auf. Ziel ist es, die gemeldeten Angsträume Schritt für Schritt zu entschärfen und das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum spürbar zu stärken“, betont Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml.
„Wir sehen, dass die Bürgerinnen und Bürger das Angebot aktiv nutzen und ihre Wahrnehmungen einbringen. Das bestätigt unseren Ansatz. Jede Meldung wird geprüft und fließt in unsere tägliche Arbeit ein. Der Ordnungsdienst ist im Stadtgebiet präsent, reagiert auf Hinweise und setzt gezielt Schwerpunkte. Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls“, erklärt Mario Gubesch, Geschäftsführer des Linzer Ordnungsdienstes.
Ergebnisse der Auswertung zeigen Handlungsbedarf
Ein wesentlicher Teil der Meldungen betrifft unzureichende Beleuchtung im öffentlichen Raum. Mehrfach genannt wurden etwa die Stadlerstraße am Bindermichl, die Donaulände sowie der Wasserwald. Aber auch der Peter-Behrens-Platz, die Laskahofstraße / Neue Heimat, die Unterführung Untergaumberg, die Bahnunterführung Wiener Straße (Musiktheater), der kleine Platz neben dem Brucknerhaus zwischen der Unteren Donaulände und der Ernst-Koref-Promenade wurden von Bürgerinnen und Bürgern als unzureichend beleuchtet gemeldet.
In diesen Bereichen schildern sie konkrete Situationen, in denen schlechte Lichtverhältnisse zu Unsicherheit führen. Die vorgeschlagenen Lösungen konzentrieren sich klar auf eine Verbesserung der bestehenden Beleuchtung oder auf zusätzliche Lichtquellen. Je nach Standort liegt die Zuständigkeit bei unterschiedlichen Bereichen innerhalb der Stadt Linz, ILG, LINZ AG oder ÖBB.
Ein weiterer Themenbereich betrifft Verkehrsflächen und deren Nutzung. Besonders im Bereich Landwiedstraße und Europastraße wurden Probleme geschildert, die sich aus der Nutzung durch unterschiedliche Verkehrsteilnehmer ergeben. Bürgerinnen und Bürger berichten von zu schnell fahrenden Radfahrern und unübersichtlichen Situationen. Die vorgeschlagenen Lösungen reichen von Anpassungen der Verkehrsführung bis hin zu baulichen Maßnahmen, die für mehr Klarheit und Sicherheit sorgen sollen.
Auch Nutzungskonflikte und sicherheitsrelevante Vorfälle wurden gemeldet. Im Bereich der Hertzstraße im Spallerhof etwa berichten Anrainerinnen und Anrainer von wiederkehrenden Vorfällen mit Feuerwerkskörpern durch Jugendliche. Solche Situationen werden als belastend wahrgenommen und tragen zu einem unsicheren Gefühl im Wohnumfeld bei. Als Maßnahme wurden verstärkte Kontrollen durch den Ordnungsdienst sowie die Polizei vorgeschlagen. Der Ordnungsdienst reagiert bereits darauf und setzt gezielt zusätzliche Präsenz ein.
Darüber hinaus zeigen die Meldungen, dass auch größere Bereiche wie die Innenstadt – insbesondere rund um den Hauptbahnhof sowie der Bereich rund um den Bulgariplatz als problematisch wahrgenommen werden. In diesen Zonen geht es häufig um subjektive Unsicherheitsgefühle im Zusammenhang mit Drogenkonsum oder auffälligem Verhalten im öffentlichen Raum. Diese Hinweise decken sich mit bestehenden Schwerpunkten in der Sicherheitsarbeit. Der Ordnungsdienst hat seine Kontrollen in diesen Bereichen bereits verstärkt und arbeitet eng mit der Polizei zusammen.
„In stark frequentierten Zonen wie rund um den Hauptbahnhof oder den Bulgariplatz reagieren wir mit gezielten Einsätzen und frühzeitiger Ansprache auffälliger Situationen. Unser Ziel ist es, Konflikte zu entschärfen und das Sicherheitsgefühl Schritt für Schritt zu stärken. Der direkte Draht zur Bevölkerung hilft uns, Prioritäten richtig zu setzen und Maßnahmen wirksam umzusetzen“, informiert Mario Gubesch.
„Gerade in stark frequentierten Bereichen zeigt sich, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ist. Ich danke dem Linzer Stadtpolizeikommando und dem Ordnungsdienst ausdrücklich für die Unterstützung und die gute Abstimmung bei verschiedenen Anliegen. Gemeinsames Vorgehen sorgt dafür, dass Maßnahmen rasch greifen und sichtbar wirken“, betont Stadtrat Dr. Michael Raml.
Appell für Ausbau der Videoüberwachung an hoch frequentierten Plätzen und Brennpunkten
Ein weiterer Schwerpunkt bleibt der Ausbau der Videoüberwachung an hoch frequentierten Plätzen und Brennpunkten. Bereits im Vorjahr hat Stadtrat Raml auf einen Aufruf des Bundesministeriums für Inneres reagiert und konkrete Vorschläge eingebracht, unter anderem für das Kremplhochhaus, für den Vorplatz des Hauptbahnhofs sowie für die Haltestelle Goethestraße, einem der größten Umstiegsknoten im öffentlichen Verkehr. Nach Rückmeldungen aus der Bevölkerung soll auch geprüft werden, die bestehende Videoüberwachung in der Unterführung Hinsenkampplatz – konkret beim Stiegenaufgang zur Fiedlerstraße - in Linz-Urfahr zu erweitern.
„In der kommenden Woche wird der Sicherheitsausschuss gemeinsam mit der Polizei und den Linz Linien den Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Verkehr besprechen. Es geht darum, bestehende Problemzonen gezielt zu entschärfen und das Sicherheitsgefühl nachhaltig zu verbessern“, bekräftigt Sicherheitsstadtrat Raml und unterstreicht abschließend:
„Wir haben mit dem Aufruf, Angsträume melden, bewusst den Zugang gewählt, indem wir die Menschen direkt einbinden. Die Ergebnisse zeigen, dass dieser Weg richtig ist. Jetzt geht es darum, adäquate Lösungen konsequent umzusetzen. Alle zuständigen Stellen werden von uns noch heute informiert. Mein Ziel ist klar: Wir wollen Angsträume systematisch reduzieren und dafür sorgen, dass sich die Menschen in Linz in jedem Teil der Stadt sicher fühlen.“
Angsträume melden
Als Angsträume gelten Orte, an denen sich Menschen aus verschiedenen Gründen unwohl oder bedroht fühlen: Dunkelheit, mangelnde Sichtachsen, ungepflegte Flächen, die als Rückzugsorte für unerwünschte Aktivitäten dienen können, oder schlicht das Fehlen sozialer Kontrolle.
Die Meldestelle ist zentral beim Ordnungsdienst Linz eingerichtet. Die Meldungen sind weiterhin telefonisch unter +43 732 7070 6066, per E-Mail unter office@ordnungsdienst.at oder direkt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ordnungsdienstes möglich.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml zum Thema „Konkrete Maßnahmen gegen Angsträume")
Fotos
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Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml und Mario Gubesch, MBA, Geschäftsführer Ordnungsdienst Linz.
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Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml und Mario Gubesch, MBA, Geschäftsführer Ordnungsdienst Linz.
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