Bürgermeister Dietmar Prammer fordert klare Priorität für viergleisigen Ausbau Linz Kleinmünchen–Linz Hauptbahnhof „Verschiebung beim ÖBB-Ausbau ist Rückschlag für den Linzer Süden“
Die im neuen ÖBB-Rahmenplan 2027–2032 vorgesehene Verschiebung des viergleisigen Ausbaus zwischen Linz Kleinmünchen und Linz Hauptbahnhof stößt bei Bürgermeister Dietmar Prammer auf Kritik. Laut präsentierten Unterlagen soll die Inbetriebnahme nun erst 2035 statt wie bisher 2033 erfolgen.
„Dieser Ausbau ist kein Randprojekt, sondern eine zentrale Voraussetzung für einen leistungsfähigen öffentlichen Verkehr im Linzer Süden. Er ist entscheidend für bessere S-Bahn-Verbindungen von Pichling und Ebelsberg zum Hauptbahnhof und weiter Richtung St. Valentin. Jede weitere Verzögerung trifft genau jene Stadtteile, die seit Jahren auf eine bessere Schienenanbindung warten“, betont Bürgermeister Dietmar Prammer.
Die Verschiebung werde zwar mit der Koordination mehrerer großer Bauvorhaben begründet, für Linz bleibe sie dennoch problematisch.
„Linz ist einer der wichtigsten Wirtschafts- und Industriestandorte Österreichs. Trotzdem werden notwendige ÖV-Ausbauprojekte für diese Stadt seit Jahren immer wieder nach hinten gereiht. Das muss endlich aufhören“, so Prammer.
Auch das Land Oberösterreich sei gefordert, den viergleisigen Ausbau zwischen Linz Kleinmünchen und Linz Hauptbahnhof zur Priorität zu machen und diesen Lückenschluss gegenüber dem Bund mit Nachdruck einzufordern. „Wer die Verkehrswende ernst nimmt, muss genau jene Schienenprojekte durchsetzen, die im Alltag unmittelbar Entlastung bringen. Statt politischer Scharmützel und neuer Straßenphantasien braucht es jetzt einen verbindlichen Zeitplan und echte Priorität für diesen Bahnausbau“, erklärt Prammer abschließend.