Medienservice vom: 22.06.2026 |Downloads zur Meldung

Prix Ars Electronica 2026 Goldene Nicas 2026 vergeben

Unter dem Titel „NEGOTIATING HUMANITY“ widmet sich das diesjährige Festival einer Gegenwart, in der vieles von dem erschüttert wird, was wir lange als gegeben betrachtet haben, und grundlegende Koordinaten unserer Welt in Bewegung geraten und neu verhandelt werden. Nicht einzelne Krisen stehen im Zentrum, sondern die irreversible Verschiebung jener Bezugssysteme, innerhalb derer wir Politik, Technologie, Gesellschaft und Menschsein überhaupt verstehen.

Die geopolitischen und hegemonialen Konflikte, die sich entlang dieser Transformationen auftun, eskalieren und verhärten sich. Die bisherigen Auswirkungen des Klimawandels erweisen sich zunehmend als Vorboten von Auswirkungen, die weit über die primären physischen Folgen der Erderwärmung hinausreichen. Und nicht zuletzt hat die Entwicklung künstlicher Intelligenz Fragen aufgeworfen, die an die Grundlagen unseres Selbstverständnisses rühren und unser Verständnis von Menschsein, der Conditio humana, herausfordern.

Die Ergebnisse des diesjährigen Prix Ars Electronica bestärken uns in dieser Themensetzung. Abermals zeigt sich der Prix Ars Electronica als Seismograf gesellschaftlicher und kultureller Verschiebungen unserer Gegenwart und macht sichtbar, wie deutlich sich ein verändertes Verständnis künstlerischer Praxis etabliert hat: Künstlerisches Arbeiten nicht nur als Reflexion und Statement zu sehen, sondern als aktive Intervention, als Feld, in dem die gesellschaftliche Wirkmöglichkeit von Kunst zunehmend wichtiger wird als formale, ästhetische oder individuelle Positionen.

(Ars Electronica Pressekonferenz unter anderem mit Bürgermeister Dietmar Prammer, Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer und Gerfried Stocker, Artistic Director Ars Electronica)

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