Wirtschaftsprogramm beschlossen: Linz startet gemeinsame Zukunftsagenda für den Wirtschaftsstandort Stadtrat Gegenhuber: „Mit dem Beschluss beginnt die eigentliche Arbeit. Jetzt gilt es, das Wirtschaftsprogramm gemeinsam mit Wirtschaft, Forschung und allen Partner*innen mit Leben zu erfüllen.“
Der Linzer Gemeinderat hat das neue Wirtschaftsprogramm der Stadt Linz beschlossen. Damit verfügt die Stadt über einen aktuellen strategischen Orientierungsrahmen für die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Jahre. Ziel ist es, die industrielle Stärke des Standorts weiterzuentwickeln, Innovation zu fördern und Linz im internationalen Wettbewerb zukunftsfit aufzustellen. Besondere Schwerpunkte bilden die Zukunftsfelder Industrial Intelligence und Clean Technologies, die Stärkung des Innovations- und Startup-Ökosystems, die Gewinnung von Fachkräften sowie eine moderne und serviceorientierte Verwaltung.
„Ich freue mich sehr über diesen Beschluss. Das Wirtschaftsprogramm ist kein Dokument für die Schublade, sondern der Start einer gemeinsamen Reise. Entscheidend ist jetzt, die Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen und den Wirtschaftsstandort gemeinsam weiterzuentwickeln“, betont Wirtschafts- und Finanzstadtrat Thomas Gegenhuber.
Wirtschaft entsteht im Dialog
Das Wirtschaftsprogramm basiert auf umfassenden Analysen, einer Unternehmensbefragung mit knapp 1.000 Linzer Betrieben, einer wissenschaftlichen Ökosystemanalyse sowie zahlreichen Gesprächen mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weiteren Stakeholdern. Dieser Dialog soll auch künftig die Grundlage der wirtschaftspolitischen Arbeit bilden.
„Ein Wirtschaftsstandort ist dann erfolgreich, wenn viele Akteur*innen an einem Strang ziehen. Wirtschaftspolitik entsteht nicht im Rathaus allein – sie entsteht im Austausch mit Unternehmen, Arbeitnehmer*innen, Forschungseinrichtungen, Startups und Interessenvertretungen. Genau diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen“, so Gegenhuber.
Jetzt beginnt die Umsetzung
Mit dem Gemeinderatsbeschluss startet nun die Umsetzung der ersten Maßnahmen. Im Zentrum stehen die bessere Vernetzung von Wirtschaft, Forschung und Startups, die Weiterentwicklung der Wirtschaftsverwaltung, die Gewinnung und Bindung von Fachkräften sowie die internationale Positionierung des Standorts.
„Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Stärken des Industriestandorts weiterentwickeln und gleichzeitig jene Rahmenbedingungen schaffen, damit Unternehmen investieren, Innovation entstehen kann und Fachkräfte gerne in Linz leben und arbeiten“, hält Gegenhuber fest.
Weiter zeigt sich Wirtschaftsstadtrat Gegenhuber erfreut über den mehrheitlichen Beschluss: „Ich bedanke mich bei allen Parteien für die breite Unterstützung für diese Zukunftsagenda. Viele der beschlossenen Maßnahmen – von einer modernen Verwaltung über bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen bis hin zur Förderung von Innovation, Gründungen und Fachkräften – sind Anliegen, die parteiübergreifend geteilt werden. Es ist erfreulich, dass der Wille zur positiven Entwicklung des Standorts über Parteigrenzen hinaus besteht.“
Ganzheitlich zugestimmt haben dem Antrag die SPÖ, die Grünen, NEOS, die ehem. MFG, Linz+ und der Wandel. Die FPÖ hat Teilen des Programms zugestimmt und die ÖVP und die KPÖ haben sich enthalten.
Abschließend bedankt sich Gegenhuber bei allen, die an der Erarbeitung des Wirtschaftsprogramms mitgewirkt haben: „Mein Dank gilt den Mitarbeiter*innen der Wirtschaftsabteilung, den Expert*innen aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie den zahlreichen Unternehmen, die ihre Erfahrungen und Ideen eingebracht haben. Das Programm ist aus diesem Dialog entstanden – und genauso wollen wir es nun auch gemeinsam umsetzen.“