IKT Linz stellt Weichen mit neuem KI-Tool für Drittmarkt Städtischer IT-Dienstleister stellt IT-Lösungen und KI-gestützte Anwendung Transkripo für öffentliche Institutionen bereit
Neue Strategie schafft Planungssicherheit bei steigenden IT-Kosten und stärkt digitale Unabhängigkeit
Die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung steht vor großen Herausforderungen. Steigende Anforderungen an Sicherheit, Datenschutz und Effizienz treffen auf eine deutliche Kostensteigerung im IT-Bereich. Gleichzeitig gewinnt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zunehmend an Bedeutung, um Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten und Mitarbeiter*innen gezielt zu entlasten. Die Stadt Linz setzt hier bewusst auf praxisnahe Lösungen und präsentiert mit Transkripo eine erste konkrete Anwendung aus dem eigenen Betrieb. Die KI-gestützte Software zeigt, wie moderne Verwaltung durch automatisierte Prozesse effizienter, sicherer und gleichzeitig ressourcenschonender arbeiten kann. Unterstützende KI-Tools übernehmen zeitaufwendige Routineaufgaben wie Transkriptionen von Protokollen und schaffen damit Freiräume für andere wichtige Tätigkeiten im Verwaltungsalltag.
Die IKT Linz GmbH, das zentrale IT-Systemhaus der Stadt Linz, öffnet ab 1. Juli 2026 erstmals ihre praxiserprobten IT-Enterprise-Lösungen für den Drittmarkt. Dazu zählt auch Transkripo als erstes Produkt aus einem breiteren Portfolio. Städte, Gemeinden und öffentliche Institutionen erhalten damit Zugang zu Lösungen, die sich im täglichen Verwaltungsbetrieb bewährt haben und den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung ermöglichen. Ziel ist es, Investitionen effizient zu nutzen, Kosten zu stabilisieren und die digitale Handlungsfähigkeit nachhaltig zu sichern.
Die Initiative basiert auf der Erfahrung aus dem laufenden Betrieb einer modernen Stadtverwaltung. Die entwickelten Systeme sind im täglichen Einsatz erprobt, stabil und exakt auf die Anforderungen kommunaler Abläufe abgestimmt. Damit entsteht ein Angebot, das direkt aus der Praxis kommt und sofort einsetzbar ist.
„Die Stadt Linz und die IKT Linz GmbH beschreiten mit der Entwicklung von Transkripo neue, innovative Wege. Dass dieses in der Praxis erprobte Produkt nun auch anderen Städten, Gemeinden oder Organisationen zur Verfügung gestellt wird, schafft Unabhängigkeit und gewährleistet eine stabile und planbare Kostenentwicklung. Mit diesem Angebot ermöglichen wir Städten und Gemeinden eine kosteneffiziente und erprobte Alternative“, betont der für Innovation zuständige Wirtschafts- und Finanzstadtrat Thomas Gegenhuber.
„Wir brechen als IT-Businesspartner auf zu neuen Ufern und nehmen die gesammelte Innovationskraft einer städtischen IT mit. Was wir am Drittmarkt anbieten, sind keine theoretischen Software-Konzepte, sondern im Verwaltungsalltag erprobte Lösungen. Niemand versteht das komplexe kommunale Umfeld so tief wie wir – und genau diesen Vorsprung an Sicherheit, Effizienz und maßgeschneiderter Präzision stellen wir jetzt jeder Gemeinde zur Verfügung, die unabhängig und zukunftssicher bleiben will“, erklären Geschäftsführer DI Markus Hein und DI Michael Lettner, BSc.
Digitale Transformation unter steigenden Kosten
Die städtische IT sieht sich seit Jahren mit steigenden Kosten konfrontiert. Neben Investitionen in Infrastruktur und Energie steigen vor allem die Ausgaben für Software deutlich. Klassische Kaufmodelle werden zunehmend durch Abonnementlösungen ersetzt. Diese führen zu laufenden Kosten und erschweren die langfristige Budgetplanung.
Gleichzeitig verlagern sich immer mehr Anwendungen in Cloud-Systeme. Für viele Bereiche gibt es keine Alternative mehr. Dadurch entstehen Abhängigkeiten von internationalen Anbietern und deren Preisgestaltung. Ein Wechsel zurück in eigene Systeme ist in vielen Fällen kaum möglich. Die erwarteten Einsparungen durch Cloud-Modelle bleiben im öffentlichen Bereich oft aus.
Strategischer Fokus auf Unabhängigkeit und Planbarkeit
Die IKT Linz setzt auf eine klare Gegenstrategie. Ziel ist es, Kosten zu stabilisieren und gleichzeitig die digitale Souveränität zu stärken. Ein zentraler Ansatz ist der verstärkte Einsatz von Open-Source-Technologien und eigenen Entwicklungen.
Eigene Rechenzentren in Linz sichern volle Kontrolle über Daten und Systeme, Open-Source-Lösungen schaffen transparente Kostenstrukturen und vermeiden Abhängigkeiten. Eigenentwicklungen ermöglichen stabile und langfristig planbare IT-Systeme.
„Ein zentraler Ansatz liegt im verstärkten Einsatz von Open-Source-Software. Für viele Anwendungen stehen leistungsfähige Lösungen zur Verfügung. Der Aufbau von internem Know-how zahlt sich aus. Unabhängigkeit, transparente Kosten und langfristige Planbarkeit sind klare Vorteile. In vielen Bereichen zeigt sich bereits, dass Open Source wirtschaftlich und strategisch die bessere Wahl ist“, erklären die Geschäftsführer DI Michael Lettner, BSc und DI Markus Hein.
Produktstart mit Transkripo als konkretes Beispiel
Mit Transkripo bringt die IKT Linz GmbH seine KI-gestützte Lösung auf den Markt, die direkt aus dem Verwaltungsalltag entstanden ist. Die Software unterstützt die automatische Transkription von Audio- und Videoaufnahmen, etwa aus Gemeinderatssitzungen oder Ausschüssen, und übernimmt damit eine bislang zeitintensive manuelle Tätigkeit. Bei Sitzungen des Linzer Gemeinderates fielen bis zur Einführung von Transkripo insgesamt etwa 200 Arbeitsstunden für Stenografie und Nachbereitung pro Sitzung an. Diese wurden von den Mitarbeiter*innen zusätzlich zu ihren angestammten Tätigkeiten geleistet. Inklusive Endredaktion beläuft sich mit Transkripo der Arbeitsaufwand auf wenige Stunden.
Die Anwendung wandelt Inhalte automatisiert in Text um und ermöglicht eine direkte Nachbearbeitung im integrierten Editor. Medienbrüche entfallen, Arbeitsabläufe werden deutlich beschleunigt. Gleichzeitig erfolgt die gesamte KI-gestützte Verarbeitung ausschließlich in den Rechenzentren der IKT Linz. Damit bleibt die vollständige Datensouveränität gewährleistet und sensible Daten bleiben geschützt.
Die Lizenzmodelle werden individuell an die Größe und Struktur der jeweiligen Institution angepasst. Dadurch entsteht ein wirtschaftliches und flexibel nutzbares Angebot für unterschiedliche Anforderungen.
Feature / Vorteil | Beschreibung & Mehrwert für Gemeinden |
| Integrierter Smart-Editor | Audio- und Videoaufnahmen (wie beispielsweise von Gemeinderatssitzungen, Ausschüssen oder Protokollen) werden vollautomatisch in präzisen Text umgewandelt. Der integrierte, intuitive Editor erlaubt die direkte Nachbearbeitung direkt im System – ganz ohne mühsame Medienbrüche oder Softwarewechsel. Ein hocheffizientes Arbeitswerkzeug für den zeitkritischen Behördenalltag. |
| Absolute Datensouveränität | Die komplette KI-gestützte Verarbeitung erfolgt ausschließlich in den lokalen, zertifizierten und hochsicheren Rechenzentren der IKT Linz. Kein einziges Bit verlässt diese geschützte Infrastruktur. Für sensible Behördendaten und vertrauliche Amtshilfe ist dies kein reines Komfort-Feature, sondern die einzig rechtssichere Grundvoraussetzung. |
| Enterprise-Lizenzmodell | Transkripo wird über hochflexible Enterprise-Lizenzen bereitgestellt. Diese werden exakt auf die jeweilige Einwohnergröße, Struktur und die individuellen Bedürfnisse der anfragenden Gemeinde oder Institution maßgeschneidert angepasst. |
Gemeinsame Nutzung statt paralleler Entwicklung
Viele Gemeinden stehen vor ähnlichen Herausforderungen, entwickeln jedoch eigene Lösungen. Das führt zu hohen Kosten und ineffizientem Ressourceneinsatz. Die Öffnung der IKT Linz schafft neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit.
Bestehende Lösungen können gemeinsam genutzt werden. Investitionen werden gebündelt. Synergien entstehen. Dadurch profitieren insbesondere kleinere und mittlere Gemeinden, die ihre Digitalisierungsprojekte effizient umsetzen können.
Starkes Fundament für die digitale Zukunft
Die IKT Linz GmbH ist das zentrale IT-Systemhaus der Stadt Linz und verantwortlich für den Betrieb sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der städtischen Informations- und Kommunikationstechnologie. Mit einem Team von 104 hochqualifizierten Mitarbeiter*innen betreut das Unternehmen täglich 4.200 User und gewährleistet den reibungslosen Betrieb von 5.800 Endgeräten, 800 Accesspoints, 730 Anwendungen und 550 Servern.
Der Betrieb erfolgt über vier moderne Rechenzentren und erstreckt sich auf 207 Standorte im gesamten Linzer Stadtgebiet. Ergänzend betreibt die IKT Linz mehrere sichere KI-Plattformen und treibt damit die digitale Transformation der Stadtverwaltung aktiv voran. Als verlässliche Partnerin der Stadt Linz schafft sie die technologische Grundlage für eine zukunftsfähige und digital vernetzte Stadt.
(Pressekonferenzunterlage zur Pressekonferenz mit Wirtschaftsstadtrat Thomas Gegenhuber und die IKT Linz-Geschäftsführer DI Markus Hein und DI Michael Lettner, BSc)
Fotos
- Druckdatei (JPG | 4,30 MB) 69 x 46 cm mit 300 dpi Foto: Stadt Linz
Stadtrat Thomas Gegenhuber (r.) mit den IKT-Geschäftsführern DI Markus Hein und DI Michael Lettner, BSc.
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