Medienservice vom: 19.01.2023 |Fotos zum Medienservice

Gewaltschutz soll ressortübergreifend verstärkt werden Beim Treffen mit Polizei und Gewaltschutzorganisation wurden viele konkrete Themen besprochen

Auf Initiative der Linzer Frauenstadträtin haben Bürgermeister Klaus Luger, Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger sowie Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml gemeinsam namhafte Expert*innen von Frauen- sowie Gewaltschutzorganisationen, der Täterberatung und der Polizei zu einem Austausch-Treffen zum Thema Männergewalt gegen Frauen eingeladen.

„Gewalt gegen Frauen darf in unserer Stadt keinen Raum haben! Dieses Anliegen ist auch ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt im städtischen Frauenressort und insgesamt ein zentrales Anliegen der Stadt Linz. Daher war es uns wichtig, gemeinsam mit den Expert*innen die Problemlagen zu besprechen, um die Gewaltschutzmaßnahmen der Stadt gezielt verstärken zu können“, betonen Bürgermeister Klaus Luger, Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger und Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml unisono.

Mittwoch wurde gemeinsam mit Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter, Mag.a Angelika Heinzl-Handl (autonomes Frauenzentrum), Mag.a Eva Schuh (Gewaltschutzzentrum ), Mag.a Grete Rackl (Frauenhaus Linz) und DSA Josef Landerl (Verein Neustart) die Situation in Linz besprochen. In der Diskussion wurde deutlich, dass Gewalt gegen Frauen ein gesellschaftliches, strukturelles Problem ist und nur eine tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter Gewalttaten langfristig reduzieren kann. Neben Unterstützung für Frauen müssen vor allem auch Männer mehr Verantwortung für das Thema übernehmen. Es bedarf zusätzlicher Investitionen in Burschen- und Männerarbeit.

Konkret wurden unter anderem folgende Themen besprochen:

  • Sicherheitsreferent Stadtrat Dr. Michael Raml hat angekündigt, dass das städtische Sicherheitsressort in Zukunft in Kooperation mit Neustart Workshops für Burschen anbieten wird. Diese sollen möglichst parallel zu den vom Frauenbüro finanzierten Workshops durch das autonome Frauenzentrum organisiert werden.
  • Das Projekt „StoP“ ist ein wichtiger gemeinwesenorientierter Ansatz im Gewaltschutz und soll daher weiter gestärkt werden.
  • Niederschwellige Informationen und Kampagnen, die das Thema Gewalt aufzeigen, sollen verstärkt und vor allem auch in verschiedene Sprachen übersetzt werden.
  • Bereits ab dem Kindergarten sollen bestehende und neue Angebote zur Sensibilisierung zum Thema Gewalt verstärkt werden.
  • Städtische Angebote zur Männerberatung sind ein wichtiger Baustein im Gewaltschutz und sollen gestärkt werden. 
  • Leistbares Wohnen und vor allem Übergangslösungen sind wichtig, damit sich Frauen aus Gewaltbeziehungen lösen können.

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