Medienservice vom: 24.03.2023 |Downloads zum Medienservice

Strikte Ablehnung der Linzer Stadtregierung von Massen-Unterbringung im ehemaligen IBIS-Hotel Bürgermeister wendet sich offiziell an Innenminister und Bundes-Betreuungs-Agentur (BBU) und kritisiert Vorgangsweise der Ibis-Hauseigentümer Breiteneder als „moralisch bedenklich“

In der gestrigen Sitzung des Gemeinderates informierte Bürgermeister Klaus Luger bekanntlich offiziell alle Mandatar:innen über die seitens des Bundes geplante Unterbringung von 300 Asylwerber:innen im ehemaligen IBIS-Hotel beim Linzer Hauptbahnhof. Der Tenor quer durch die Stadtregierungs- und meisten Gemeinderats-Fraktionen war einhellig: Nein zu diesem Großquartier. 

Bürgermeister Klaus Luger erfuhr dies offiziell von der Geschäftsführung der Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU). Nunmehr appelliert Luger an das Innenministerium, von diesem Plan abzusehen. Dies stellt auch die einzige Option dar, denn der Stadt Linz steht in dieser Causa kein Mitspracherecht zu. Damit sind auch keine rechtlichen Schritte möglich.

Das Linzer Stadtoberhaupt lehnt die beabsichtigte Nutzung des ehemaligen Hotels als Flüchtlingsquartier strikt ab. Die direkte Nähe zum Hauptbahnhof sowie zum sozial ohnedies bereits belasteten Volksgarten lassen den Standort als völlig ungeeignet erscheinen. Zudem lehne die Stadt bereits seit Jahren Massenquartiere in der Asylversorgung grundsätzlich ab. Die Versorgung von 300 jungen Männern wäre besonders für dieses Stadtgebiet eine Überforderung. Nicht nur die direkt ansässige Bevölkerung würde diese Massenunterkunft ablehnen, in der ganzen Stadt breite sich eine Stimmung der massiven Ablehnung aus. 

Luger richtete sich bereits im Dezember letzten Jahres an die Eigentümer der Liegenschaft, an die Breiteneder-Gruppe, bekannt auch als Tiefgaragenbetreiber Apcoa. Der Stadtchef unterbreitete das Angebot, das Gebäude für die Stadt zu erwerben. Auf dieses Schreiben reagierte die Firma Breiteneder bis dato nicht. Daraus schließt Luger, dass es den Immobilieneigentümer:innen schlichtweg um Gewinnmaximierung geht. „Ein erfolgreiches Familienunternehmen wie Breiteneder hat auch eine soziale Verantwortung. Für eine gewinnorientierte Vermietung den sozialen Frieden in einer Stadt aufs Spiel zu setzen, ist moralisch bedenklich“, nimmt sich Luger kein Blatt vor den Mund.

Zudem richtet sich Bürgermeister Klaus Luger in einem offiziellen Schreiben an die Bundesagentur (BBU), um abermals seine strikte Ablehnung dieses Plans klarzustellen. „Eine Öffnung des Ibis-Hotels als Asylquartier wäre ein fatales Symbol der Bundesregierung gegenüber allen Linzer Bürger:innen. Es signalisiert Ignoranz gegenüber Ängsten und objektiven Problemlagen. Es würde zu einer Radikalisierung der Stimmung führen. Der Bund soll seine eigene Agentur anweisen, dieses Quartier nicht anzumieten,“ fordert Bürgermeister Luger.
 

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