Medienservice vom: 28.09.2023 |Fotos zum Medienservice

Marianne.von.Willemer – Frauen.Literatur.Preis 2023 Barbara Rieger Preisträgerin für ihr Werk „Eskalationsstufen“

  • Verleihung am 12. Oktober im Alten Rathaus

Der mit 3.600 Euro dotierte „Marianne.von.Willemer – Frauen.Literatur.Preis“ der Stadt Linz geht heuer an Barbara Rieger. Die in Mühldorf lebende Autorin erhält die Auszeichnung für ihre Einreichung „Eskalationsstufen“. 

Die Stadt Linz stiftet im Gedenken an die aus Linz stammende Autorin Marianne von Willemer einen Preis für Frauenkunst. Marianne von Willemer ist eine historische Persönlichkeit der Weltliteratur und somit eine würdige Patin des jährlich verliehenen Preises. Auf den „Preis für digitale Medien" in den geraden Jahren folgt in den ungeraden Jahren – so auch heuer – ein „Frauen.Literatur.Preis“.

„Überall dort, wo es um Macht und Geld geht, sind Frauen in Österreich unterrepräsentiert. Das gilt auch für den Kunst- und Kulturbereich. Deshalb wollen wir mit dem Marianne.von.Willemer Preis Frauen vor den Vorhang holen und für ihre hervorragenden Leistungen auszeichnen. Ich bedanke mich sehr herzlich bei der Jury und gratuliere der Preisträgerin Barbara Rieger. Alle Linzer*innen sind zur Verleihung des Preises eingeladen“, freut sich Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am Donnerstag, 12. Oktober 2023, um 19 Uhr im Alten Rathaus statt und wird von DORFTV aufgezeichnet und ausgestrahlt.

Auswahl aus 48 eingereichten Arbeiten

Teilnahmeberechtigt waren in Österreich lebende Frauen, die sich dem Schreiben widmen und durch Geburt, Wohnsitz oder ihr literarisches Schaffen in besonderer Weise der Stadt Linz verbunden sind. Eine dreiköpfige Fachjury bestehend aus Dr.in Petra-Maria Dallinger (Direktorin Adalbert-Stifter-Institut des Landes ), Sabine Weißensteiner (Geschäftsführerin Buchhandlung Fürstelberger) und Claudia Romeder (Verlagsleiterin Residenz Verlag, Wien) bewertete und sichtete mit großer Sorgfalt die eingereichten Arbeiten.

Von den 48 eingereichten Werken entschied sich die Jury einstimmig für die Einreichung von Barbara Rieger mit dem Titel „Eskalationsstufen“ mit folgender Begründung: „Der Romanauszug ,Eskalationsstufen‘ adressiert eine große Bandbreite an Themen: dysfunktionale Familie, Gewalterfahrung, Abhängigkeitsverhältnisse. Die Autorin schafft es die thematische Komplexität sprachlich sehr gut zu lösen. Dieses Können ermöglicht es Leser*innen, zur Ich-erzählenden-Person unterschiedliche – teils auch ambivalente Beziehungen aufzubauen. Der Text entfaltet in seinem schnellen Erzählen eine Sogwirkung.“

Preisträgerin Barbara Rieger

1982 in Graz geboren studierte die Preisträgerin Barbara Rieger in Wien und absolvierte den Lehrgang „Wiener Schreibpädagogik“ 2013/2014. Es folgte die Absolvierung der „Leondinger Akademie für Literatur“ 2016/2017, freie Autorin & Schreibpädagogin. 

Gemeinsam mit Alain Barbero ist Barbara Rieger Herausgeberin des Foto- und Literaturblogs „cafe.entropy.at" aus dem zwei Foto-Literaturbände hervorgingen. Bisher erschienen die zwei Romane „Bis ans Ende, Marie" (2018) und „Friss oder stirb" (2020). Für den Roman „Eskalationsstufen", der 2024 bei Kremayr & Scheriau erscheinen wird, erhielt sie das Arbeitsstipendium des Landes Oberösterreich. Große Teile dieses Manuskripts wurden im Büro der GAV-Oberösterreich im Haus der Volkskultur in Linz geschrieben.

Marianne von Willemer – Die Namenspatronin

Marianne von Willemer wurde 1784 in Linz geboren. Als 14-Jährige kam sie mit ihrer Mutter nach Frankfurt am Main, wo sie Johann Wolfgang von Goethe kennen lernte. 1819 erscheint Goethes „Westöstlicher Diwan“ und erst neun Jahre nach Marianne von Willemers Tod erfährt die Nachwelt, dass mehrere der schönsten Gedichte daraus eigentlich aus ihrer Feder stammten. Die Leistungen der Autorin blieben im Schatten und wurden von der Fachwelt kaum bis gar nicht beachtet.

Der Marianne.von.Willemer-Preis

Ursprünglich wurde der Preis – die erste Vergabe erfolgte im Jahr 2000 – alle zwei Jahre ausgelobt, jedoch als Literatur- und Netzkunstpreis gemeinsam. Seit 2004 sind die Sparten „Literatur“ und „Digitale Medien“ getrennt. Die Verleihung erfolgt mittlerweile jährlich: In den ungeraden Jahren wird der Frauen-Literaturpreis vergeben, in den geraden Jahren der Netzkunstpreis. Der Marianne.von.Willemer – Frauen.Literatur.Preis hat sich mittlerweile in der Literaturszene etabliert und ist aus dem österreichischen Literaturbetrieb nicht mehr wegzudenken. 

Der Marianne.von.Willemer – Frauen.Literatur.Preis wird in diesem Jahr am 12. Oktober 2023 um 19 Uhr im Alten Rathaus verliehen. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung bis spätestens 5. Oktober 2023 unter der Telefonnummer +43 732 7070 1191, per Mail unter frauenbuero@mag.linz.at oder unter Terminreservierung – Veranstaltungen des Frauenbüros der Stadt Linz gebeten.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger anlässlich der Vergabe des Marianne.von.Willemer – Frauen.Literatur.Preis 2023)

Weitere Gesprächspartnerinnen:
Preisträgerin Barbara Rieger
Juryvorsitzende Dr.in Petra-Maria Dallinger
Jurymitglied Sabine Weißensteiner, Buchhandlung Fürstelberger

Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

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